
Identifikation (kurz)
Titel
Nachlass des Archivoberrates Dr. Dieter Lent
Bestandsdaten
Beschreibung
Dr. Lent hatte nicht die Absicht, einen eigentlichen Vor- oder Nachlass zu bilden. Der Bestand vereint daher Sammlungen und Dokumentationen zu Themen, die ihn bis zuletzt beschäftigten.
Geschichte des Bestandsbildners
Dr. Dieter Lent, geboren am 24. Dezember 1934 in Landsberg/Warthe, verlebte seine Kindheit auf dem elterlichen Gut in Lipke (heute: Lipkie Wielkie). Im Januar 1945 floh seine Mutter mit ihm und seinem Bruder durch Mecklenburg nach Lübeck, wo er 1956 das Abitur ablegte. Das anschließende Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie in Hamburg, Göttingen und Freiburg beendete er 1962 mit dem Staatsexamen.1964 wurde er in Freiburg mit einer literaturwissenschaftlichen Arbeit zum Dr. phil. promoviert.
1965 trat Lent in den niedersächsischen Archivdienst ein. Nach dem Referendariat arbeitete er seit 1967 als Archivassessor bzw. Archivrat am Staats- bzw. Hauptstaatsarchiv Hannover. 1975 folgte die Versetzung nach Wolfenbüttel. Dort war er, zuletzt als Archivoberrat und stellvertrender Leiter, bis zu seiner Pensionierung 1999 tätig.
Als Historiker erforschte er bis zuletzt die niedersächsische und braunschweigische Landesgeschichte. Wegen der intensiven Kriegserlebnisse beschäftigte ihn außerdem lebenslang die Zeit des Nationalsozialismus, besonders die Person Adolf Hitlers. Dieter Lent starb am 26. Juni 2024 in Wolfenbüttel.
Literatur
Horst-Rüdiger Jarck: Nachruf auf Dieter Lent (1934-2024). In: Braunschweigisches Jahrbuch für Landesgeschichte 105 (2024), S. 238-239.