NLA HA Hann. 74 Lüchow

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Amt Lüchow

Laufzeit 

1298-1935

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Enthält u.a. Hoheitssachen, Statistik, Steuern, Abgaben und Dienste, Militärsachen, Domänensachen, Gemeindesachen, Gewerbesachen, Polizeisachen, Teilung und Verkoppelung, Wasser- und Wegebausachen, Kirche und Schule
Findmittel: EDV-Findbuch 2012
Umfang: 85,5 lfdm

Hinweis:
Wegen Pilzbefall, Verunreinigung und Beschädigungen kann es teilweise zu Benutzungsbeschränkungen kommen. Einige Archivalien werden nur noch als Mikrofiche zur Benutzung vorgelegt.

Bestandsgeschichte 

I. Behördengeschichte

Der Besitz der Grafen von Lüchow, Kern des späteren Amtes Lüchow, wurde 1320 von Herzog Otto von Lüneburg erworben und kam damit unter welfische Herrschaft. Das Schloss wurde Sitz einer Vogtei (zuerst 1371 erwähnt) und später eines Amtes, das 1548 durch Vereinigung mit dem Amt Warpke vergrößert wurde. Es war unterteilt in die Hausvogtei (um Lüchow), die Grenzvogtei (um Lübbow), die Vogtei Bergen (um Bergen/Dumme und Warpke) und die Reisevogtei (um Lemgow). Eingeschlossen in das Amt war das Patrimonialgericht Platenwerder oder Grabow (Inhaber: die von Plato), das nach der französischen Besetzung (1810-1813) nicht wieder hergestellt wurde. Die Stadt Lüchow war kanzleisässig, also mittelbar der Regierung in Celle bzw. Hannover unterstellt.

Die wichtigsten Änderungen des Besitzstandes des Amtes sind die folgenden: 1841 kommt es zu einem Gebietsaustausch zwischen den Ämtern Lüchow und Wustrow. Die Grenzvogtei, die Vogtei Bergen und Teile der Hausvogtei kommen dabei an Wustrow, die Vogtei Kiefen des Amtes Wustrow kommt an Lüchow und bildet dort mit einem Teil der Hausvogtei die Vogtei Clenze. Von der Reisevogtei wird die Vogtei Lemgow abgespalten.

Die Amtsreform von 1852 bringt die Errichtung eines Amtes Clenze aus der Vogtei Clenze, Teilen der Haus- und Reisevogtei sowie einzelnen Dörfern der Ämter Bodenteich (Vogtei Spithal), Hitzacker (Redemoissel), Dannenberg (Maddau und Sareitz) und Wustrow (Cassau und Starrel). Zwischen den Ämtern Lüchow und Gartow wird ein geringfügiger Ausgleich vorgenommen (Lanze an Gartow, Prezier und Volzendorf an Lüchow). Das Dorf Prepow geht an das Amt Hitzacker, Gauel und Hohenwedderien an das Amt Oldenstadt. 1853 kommt Crautze von Gartow an Lüchow, Müssingen von Wustrow an Bodenteich.

Die Reform von 1859 schlägt dem Amt Lüchow die Ämter Clenze und Wustrow zu. 1872 schließlich geht auch das Amt Gartow (mit Schnakenburg) im Amt Lüchow auf, das seit 1885 als Landkreis im bisherigen Umfang weiterbesteht, welcher 1932 dem Landkreis Dannenberg einverleibt wird. Dieser nimmt 1951 den Namen Lüchow-Dannenberg an und verlegt den Kreissitz nach Lüchow.

II. Literaturhinweise


III. Bestandsgeschichte

Von den Akten des Amtes Lüchow, wie sie in den Behördenfindbüchern (Nr. 79-82) verzeichnet waren, ist nur der kleinere Teil (schätzungsweise ein Drittel) in das Niedersächsische Hauptstaatsarchiv in Hannover gelangt; der größere Teil ist kassiert oder vernichtet worden. Nach dem Verlust aller Findmittel im Jahr 1943 wurde 1947 ein neues Findbuch geschrieben, welches die Grundlage für die vorliegende Abschrift bildete. Diese war notwendig geworden, weil seit 1947 in größerem Umfang neu aufgefundene oder aus anderen Beständen ausgeschiedene Akten in den Bestand des Amtes Lüchow (Hann. 74 Lüchow) einzugliedern waren. Bei der Überprüfung der jetzt vorhandenen Akten, die der Erstunterzeichnete zusammen mit Herrn Dahlke vornahm, wurden die Signaturen auf laufende Nummern umgestellt. Das vorangestellte Inhaltsverzeichnis gibt die ursprüngliche Gesamtgliederung der Amtsregistratur wieder.

Ergänzendes Material findet sich vor allem in den Beständen der Nachbarämter Gartow (Hann. 74 Gartow) und Dannenberg (Hann. 74 Dannenberg) sowie in den einschlägigen Ämterakten der Kanzlei (Celle Br. 61, Celle Br. 61a) und der Kammer (Hann. 88 F) sowie bei den Aufsichtsbehörden: Landdrostei Lüneburg (Hann. 80 Lüneburg), Regierung Lüneburg (Hann. 180 Lüneburg), Geheime Räte (Hann. 93).

Hannover, 11. August 1976
gez. Dr. Dieter Brosius

Zwei Fach Kirchennebenbücher sind im August 1997 (Acc. 18/97) zum Bestand hinzugefügt worden.

Hannover, 7. August 1997

Der Bestand ist im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.

Hannover, im Juni 2012


Hinweis 2017: Vom Amt Wustrow und Nachfolgebehörden befindet sich ein umfangreicher Bestand (17.-20. Jh.) im Museum Wustrow.

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

teilweise verzeichnet

Abgeschlossen: Nein

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Ämter Lüchow und Wustrow

Zeit von 

1815

Zeit bis 

1841

Objekt_ID 

15

Ebenen_ID 

7920

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Gericht Gartow

Zeit von 

1815

Zeit bis 

1850

Objekt_ID 

111

Ebenen_ID 

6020

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Gericht Gartow Teil Prezier

Zeit von 

1815

Zeit bis 

1850

Objekt_ID 

109

Ebenen_ID 

6020

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Gericht Gartow Teil Volzendorf

Zeit von 

1815

Zeit bis 

1850

Objekt_ID 

110

Ebenen_ID 

6020

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt Clenze

Zeit von 

1852

Zeit bis 

1859

Objekt_ID 

78

Ebenen_ID 

6120

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt Lüchow

Zeit von 

1852

Zeit bis 

1859

Objekt_ID 

77

Ebenen_ID 

6120

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt Lüchow

Zeit von 

1859

Zeit bis 

1872

Objekt_ID 

2

Ebenen_ID 

6620

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt Lüchow

Zeit von 

1872

Zeit bis 

1885

Objekt_ID 

2

Ebenen_ID 

6720

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt Lüchow

Zeit von 

1841

Zeit bis 

1852

Objekt_ID 

12

Ebenen_ID 

8120

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt Wustrow

Zeit von 

1852

Zeit bis 

1859

Objekt_ID 

76

Ebenen_ID 

6120

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt Wustrow

Zeit von 

1841

Zeit bis 

1852

Objekt_ID 

11

Ebenen_ID 

8120

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt Gartow

Zeit von 

1852

Zeit bis 

1872

Objekt_ID 

1

Ebenen_ID 

8420