NLA HA Celle Br. 71

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Harburgisches Archiv

Laufzeit 

1342-1684

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Urkundenabschriften, Akten betr. Familiensachen, Nachfolge- und Erbfolgesachen, Schulden, Reichslehnssachen, kaiserliche Kommissionen, Grenzsachen, Justizsachen, Konsistorialsachen, Staats- und Hauskorrespondenz
Findmittel: EDV-Findbuch 2011
Umfang: 21,9 lfdm

Bestandsgeschichte 

Der Bestand Celle Br. 71 enthält in seltener Fülle der Überlieferung das Archiv der Harburger Linie der Herzöge zu Braunschweig-Lüneburg im 16. und 17. Jahrhundert. Die nach dem Verlust des alten Repertoriums durch Kriegseinwirkung 1943 notwendig gewordene Neuverzeichnung musste sich an die bestehende Ordnung halten, da es sich zunächst nur darum handeln konnte, in befristeter Zeit den wichtigen Bestand für die Benutzung zu erschließen.

Die Ordnung selbst befriedigt durchaus nicht. Man hat sich in den ersten Abteilungen mit einigem Erfolg bemüht, nach Sachbetreffen zusammengehörige Vorgänge zusammenzufassen. Die letzten Abteilungen bedeuten recht willkürliche Vereinigungen von Korrespondenzen, die sich sehr wohl nach inhaltlichen Gesichtspunkten hätten aufteilen lassen. Es muß als Desiderat für die Zukunft betrachtet werden, den gesamten Bestand bis hinein in die Einzelfaszikel aufzulösen, frisch durchzufaszikulieren und insgesamt neu zu formieren. Eine befriedigende Erledigung dieser an sich sehr lohnenden Aufgabe, die den Wert des Fonds erst völlig herausstellen würde, dürfte eine Arbeit von Jahren sein.

Die Akten beruhen zum Teil noch in dem Urzustand, wie sie in der Harburger Registratur erwachsen sind, und trugen zum allergrößten Teil noch keine Signaturen. Eine Beklebung mit Signaturzetteln ist später erforderlich. Infolge der mangelnden Signierung war in wiederholten Fällen Material der einen Abteilung in die andere geraten und musste erst wieder ausgesondert werden.

Der Bestand hat in früheren Zeiten feucht gelegen, ist dann sehr schön abgetrocknet und war zunächst durchaus nicht modergefährdet. Die infolge der Leineüberschwemmung von 1946 auftretende Feuchtigkeit und Pilzbildung im Magazin hat sich jedoch sekundär dieses Bestandes bemächtigt, hat vielfach in mehr oder minder fortgeschrittenem Zustand die ehemals mit Wasser in Berührung gekommenen

Teile angegriffen und droht auch die heute noch trockenen und intakten früher naß gewesenen Akten zu befallen. Wo bereits jetzt Feuchtigkeits- und Pilzschäden bemerkt wurden, ist das im Findbuch angegeben; der Fonds ist jedoch in weit größerem Umfang gefährdet, als sich aus dem Repertorium ergibt.

Die alten Signaturen sind belassen worden. Indessen sind die arabischen Abteilungsnummern - wie bereits Krusch offenbar in Rücksicht auf die parallelen Fälle in anderen Beständen beabsichtigte (vgl. Celle Br. 71 Nr. 108) - zwecks bequemer Zitierung und Bestellung der Stücke durch römische ersetzt worden. Die in den Akten festgestellten Urkundenabschriften aus der Zeit vor 1500 wurden nach genereller Anordnung unter den einschlägigen Aktennummern regestiert. Bemerkt sei noch, dass Akten Harburger Provenienz auch im Bestand Celle Br. 60 auftreten, da nach dem Aussterben der Harburger Linie 1642 mancherlei Akten aus Harburg nach Celle gelangt sind (vgl. die Vorbemerkung zu Celle Br. 60).

Hannover, den 15. November 1950
gez. Ohnsorge


Der Bestand ist im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.

Hannover, im Mai

2011

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

teilweise verzeichnet

Abgeschlossen: Nein