NLA HA Cal. Br. 31

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Akten der Herzöge Johann Friedrich und Ernst August

Laufzeit 

1662-1698

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Geheime politische Registratur des Herzogs Johann Friedrich, hannoversche Gesandtschaften und Diplomaten während der Herrschaft des Herzogs bzw. Kurfürsten Ernst August
Findmittel: EDV-Findbuch
Umfang: 1,8 lfdm

Bestandsgeschichte 

Der Bestand Cal. Br. 31 ist künstlich formiert. Seine frühere Bezeichnung "Akten zur Geschichte des Herzogs Johann Friedrich von Calenberg" (vgl. Max Bär, Übersicht über die Bestände des Königlichen Staatsarchivs zu Hannover, Leipzig 1900, S. 41) traf von vornherein nur für die Abteilung I (Klassifikation 02) "Herzog Johann Friedrich zu Braunschweig-Lüneburg (Calenberg): Akten aus der geheimen politischen Registratur" zu. Abteilung II (Klassifikation 03) dagegen enthilet, unter der gleichsfalls ungenauen Bezeichnung "Herzog/Kurfürst Ernst August: Akten hannoverscher Gesandtschaften und Diplomaten" Akten aus den Jahren 1681 bis 1706, also im wesentlichen aus der Regierungszeit des Herzogs und Kurfürsten Ernst August, und Abteilung III, die als "Nachlass des Geheimen Kriegsrats Johann Philipp von Hattorf in London 1700-1721" bezeichnet war, in Wirklichkeit aber Nachlassteile sowohl von Hattorf sen. als auch von Hattorf jun. von 1651 bis 1724 umfasste, hat vollends nichts mehr mit Herzog Johann Friedirch von Calenberg zu tun.

Angesichts dieses Tatbestandes ergab sich für Neuverzeichnung des Bestandes im Jahre 1949 die Notwendigkeit, nicht allein das alte, beim Brand vom 8./9. Oktober 1943 vernichtete Findbuch wiederherzustlelen, sondern dem ganzen Bestand eine neue Bezeichnung und eine passende Umrahmung zu geben, jedoch ohne erhebliche Umlagerungen und Umsignierungen der häufig benutzten und zitierten Akten vorzunehmen. Die Lösung wurde darin gefunden, dass die beiden ersten Abteilungen im wesentlichen erhalten bleiben (mit Ausnahme weniger Nummern aus dem Nachlass Agostino Steffanie, die zum Bestand Cal. Br. 23c gelegt wurden), während Abteilung III mit dem großen Nachlass Hattorf in Hann. 91 vereinigt wurde.

Der Bestand enthält demnach jetzt Akten zur Geschichte der Herzöge Johann Friedrich (1665-1674) und Ernst August (1674-1698), und zwar in Abteilung I

solche aus der geheimen politischen Registratur von Herzog Johann Friedrich, Akten, die z. T. schon im 17. Jahrhundert aus dem allgemeinen außenpolitischen Schriftwechsel ausgesondert sind, ab sich selbstverständlich vielfach mit Cal. Br. 24 und Cal. Br. 22 berühren und verzahnen. Abteilung II enthält weniger, wie die bisherige Bezeichnung vermuten ließ, "Nachlässe hannoverscher Gesandten" als vielmehr Trümmer von Gesandtschaftsarchiven, besonders von dem der Berliner Vertretung des Hauses Braunschweig-Lüneburg in den 1680er Jahren. Dazu gehören mit Sicherheit die Akten Cal. Br. 31 Nr. 5 bis Nr. 9, Nr. 14, Nr. 16 bis Nr. 18, Nr. 21 bis Nr. 25, Nr. 27 bis Nr.44, Nr. 46 bis Nr. 60 und wahrscheinlich auch Cal. Br. 31 Nr. 2, Nr. 4, Nr. 10 bis N4r. 13, Nr. 15, Nr. 19 bis Nr. 20. Insofern bildet die Abteilung II des Bestandes Cal. Br. 31 nicht allein eine wichtige Ergänzung für den Bestand Cal. Br. 24, sondern teilweise auch einen Ersat für die verlorenen Gesandtschaftsarchive des Bestandes Hann. 12a, inbesondere Hann. 12a IV (Berlin).

Ohne organisorischen Zusammenhang mit den Gesandtschafts- und Diplomaten-Akten in der Abteilung II sind die auf den Primogeniturstreit bezüglichen Akten Cal. Br. 31 Nr. 61 und Nr. 62, die aber, da öfter unter dieser Signatur benutzt und zitiert, hier belassen wurden (sie gehörten richtiger in den Bestand Cal. Br. 22). Die Neuverzeichnung und Formierung des Bestandes wurde im Januar 1949 vom Unterzeichneten vorgenommen.

Hannover, den 2. Februar 1949
gez. Dr. Georg Schnath


Die Aktengruppe der Abteilung III, die auch Teile der Nachlässe von Johann Hattorf und seinem Sohn Johann Philipp umfasst, ist wegen ihren fehlenden Zusammenhangs mit dem Bestand Cal. Br. 31 bei der Neuverzeichnung der Bestände aus diesem Bestand herausgenommen und mit den übrigen Teilen der Nachlässe der Familie Hattorf im Bestand Hann. 91 Hattorf vereinigt

worden. Einige Stücke, die sich klar als Akten der Londoner Kanzlei erwiesen, sind zum Bestand Hann. 92 gebracht worden.

Hannover, den 17. Dezember 1970
gez. Dr. Scheel



Im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes ist das maschinenschriftliche Findbuch in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.

Hannover, im Februar

2007

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet