StadtA H 1.AA.1.03

  • Show associated objects
  • Print
  • Create link
  • Send
  • Improve

Description

Identification (short)

Title 

Urkunden Abteilung 03

Life span 

1351-1716

Fonds data

Custodial history 

Einleitung

Übersicht zur Überlieferungsdichte (quantitativ)
14. Jahrhundert: 42 Nummern
15. Jahrhundert: 94 Nummern
16. Jahrhundert: 371 Nummern
17. Jahrhundert: 300 Nummern
18. Jahrhundert: 15 Nummern

Der Bestand wurde zuletzt um 1965 von Herbert Mundhenke bearbeitet. Er enthält die Urkunden von Schuldverschreibungen (Obligationen, Renten), die vom Rat für die Stadt Hannover als Schuldner abgeschlossen wurden. In der Regel jedenfalls fungierten Bürgermeister und Rat, teilweise aber auch die Stadtkämmerei, beim Abschluß des Obligationsgeschäfts als Vertragspartei. Die Stadt als Gläubiger tritt nur selten in Erscheinungen.(1) Die Masse der hier erhaltenen Urkunden wurde im 16. und 17. Jahrhundert ausgestellt.

Bei der Bildung dieser Urkunden-Abteilung wurden vier Urkunden aufgenommen, die unter inhaltlichen Gesichtspunkten in die Urk.-Abt. II (Schuldurkunden der Bürger) gehörten: Nrn.: 267 / 339 / 353 / 617.

Als Urkundentypus ist auch das Notariatsinstrument in Schuldenangelegenheiten vertreten (Nr.: 197).

Anscheinend haben alle Urkunden, die in dieser Abteilung konzentriert worden sind, die Eigenschaft "erloschener Rechtstitel". In der Hand eines Unbefugten konnten diese Urkunden, die wie übertragbare Schuldscheine anzusehen sind, zum Schaden der Stadt verwendet werden. In der Schreiberei der Stadt, der die Bearbeitung dieser Urkunden oblag, hatten sich bestimmte Gebräuche ausgebildet, wie man mit solchen Rechtstiteln zu verfahren hatte. Auch das Ungültigmachen von Rechtstiteln war ein Rechtsakt, der Spuren an den Urkunden hinterließ, wenn man sie nicht vollständig vernichtete. Eine Alternative zur Vernichtung war die ergänzende Dokumentation über die Abtragung der Schulden. In zwei Fällen (Nr.659 und 762) liegen Rückzahlungsquittungen bei den Urkunden. Auf Erledigungs-Spuren, die sich direkt an den Urkunden befinden, wird hier exemplarisch ohne den Anspruch auf Vollständigkeit hingewiesen:

- Einfaches diagonales Durchritzen des Siegels (die durch das Ritzen entstandene Rille wurde restauratorisch mit andersfarbigem Wachs aufgefüllt). Beispiel: Nr. 159.
- Zweifaches diagonales Durchritzen des Siegels, wobei die Rillen im Wachs parallel liegen. Beispiel: Nr. 153.
- Einschneiden des gefalteten Pergaments (ohne durchzuschneiden), so daß relevante Teile des Urkundentextes von den Schnitten durchkreuzt werden, und zusätzliches Durchkreuzen (Ritzen) des Siegels. Beispiel: Nr. 689.
- Einschneiden des geöffneten, aufgefalteten Pergaments im Textblock in Pfeilform (>) und Abbrechen von Teilen des Stadtsiegels (2), wobei ein Bruckstück am Pressel erhalten bleibt. Die Bruchstellen wurden restauratorisch mit andersfarbigem Wachs ergänzt. Beispiel: Nr. 33.

- Einschneiden des gefalteten Pergaments; das Siegel bleibt unversehrt. Beispiel: Nr. 450. Dieser Fall liegt auch vor, wenn eine Urkunde aus restauratorischen Gründen geglättet worden ist. Beispiel: Nr. 140.
- Zertrümmern bedeutender Teile des Siegels, wobei Reste am Pressel noch erhalten bleiben. Beispiel: Nr. 122.
- Vollständiges Abtrennen des Siegels mit Pressel. Nur an der Öffnung des Einschnitts für die Pressel bleibt noch erkennbar, daß die Urkunden tatsächlich einmal besiegelt worden waren. Beispiele: Nrn. 1 - 121 (mit wenigen Ausnahmen).
- Einschneiden des gefalteten Pergaments und Abtrennung des Siegels. Beispiel: Nr. 818.
- Kreuzförmiges Einschneiden des Pergaments imTextblock; das Siegel bleibt unversehrt. Beispiel: Nr. 187.
- Vollständiges Durchtrennen des Pergamentblattes in zwei Teile; zusätzliches Entfernen des Siegels. Beispiel: Nr. 822.

Um nicht den falschen Eindruck zu erwecken, alle Urkunden dieser Abteilung seien erkennbar ungültig gemacht, ist auf jene Urkunden hinzuweisen, die keinerlei Spuren der Entwertung an sich tragen. Beispiele: Nr. 294, 518, 796, 797.

Hinweise zur Erschließung und Benutzung

- Bei der Benutzung der Regesten ist besonders zu berücksichtigen, daß die chronologische Folge der verzeichneten Urkunden in der Regel der aufsteigenden Nummernfolge entspricht, jedoch dieVerzeichnung bei den letzten laufenden Nummern (819-822) in die Jahre von 1548 bis 1616 zurückspringt.(3)
- Zur sachthematischen Auswertung des Bestandes kann hauptsächlich der Index der Regesten im Anhang des Findbuchs genutzt werden.

- Bei zeitlich exakt umrissenen Fragestellungen (z.B.: Welche Urkundenüberlieferung ist für das Jahr 1407 vorhanden?) empfiehlt es sich, die Sammlung von Urkundenregesten (bearbeitet von Ernst Büttner und Joachim Studtmann) für den Zeitraum von 1370 bis 1570 heranzuziehen; die Sammlung enthält nicht nur Regesten der Urkunden des Stadtarchivs, sondern auch Hannover-Betreffe in Urkunden fremder Archive.
- Bei 94 Regesten findet man den 1990 eingefügten Nachtrag Fach (Nr.), (Nr.), der auf das Altrepertorium des Stadtarchivs aus dem Jahr 1886 verweist.(4) Das Altrepertorium dient für den Teil der darin nachgewiesenen 94 Urkunden aus der Urkunden-Abteilung III als Klammer zu den übrigen Beständen des Archivs, die aus dem Altbestand der städtischen Überlieferung gebildet wurden. Beispielhaft wird hier nur das frühere Fach 21 - Fries- und Semmernsches Legat - des Stadtarchivs nach dem Repertorium aus dem Jahr 1886 angeführt; es enthielt seinerzeit 28 Titel, wovon jedoch nur Auszüge vorgestellt werden.

Grupens Fach 21 in den heutigen Archivbeständen
- Fries- und Semmernsches Legat -

Fach 21: Nr.1
Titel: Everhard von Limburg leiht von der Witwe von Frese 200 Reichstaler (NB: 1592 an das Legatenregister cedirt)
Laufzeit: 1577-Feb-17
Signatur 1990: Urk.-Abt. I, Nr. 1786

Fach 21: Nr.2
Titel: Moritz von Sode stiftet ein Hospital zu Hannover
Laufzeit: 1587
Signatur 1990: A 3857

(...) (...)

Fach 21: Nr.6
Titel: Bertold von Rutenberg leiht 500 Species-Thaler
Laufzeit: 1597
Signatur: Urk.-Abt. III, Nr.492

(...)

Der Inhalt des alten Faches 21 wurde also in diesem Fall auf zwei verschiedene Urkunden-Abteilungen und die Alte Abteilung Akten aufgeteilt; der sachliche Zusammenhang zwischen diesen Archivalien - in diesem Fall: Fries- undSemmernsches Legat - war durch die Bildung der verschiedenen Archivabteilungen von O. Jürgens (Leiter des Stadtarchivs 1890-1929) und weitere Bearbeitungen verloren gegangen. Nachträge im Alt-Repertorium stellen den Zusammenhang für 94 Urkunden wieder her, ohne die bis 1965 erfolgten Bestandsbildungen zu verändern, so daß das Alt-Repertorium als sachthematisches Findbuch gute Dienste leisten kann; im einzelnen gilt dies für die folgenden Fächer:

Herkunft der Urkunden nach dem Repertorium aus dem Jahr 1886
Die Ordnung des Verzeichnisses aus dem Jahr 1886 geht zurück auf die von Bürgermeister Christian Ulrich Grupen (1692-1767) eingeleiteten Maßnahmen zur Einrichtung des Archivs.

Der G r o ß e S c h r a n k : Obere Hälfte
Geistliche Zuständigkeiten der Stadt
Ordnung nach kirchlichen Institutionen

Fach Titel Urk.-Abt. III
Fach: 1
Titel: Altäre in der Marktkirche
Urk.-Abt. III: ---

Fach: 1a,1,2a
Titel: (Altäre)(6)
Urk.-Abt. III: 112

Fach: 1a,2,2
Titel: (Altäre)
Urk.-Abt. III: 141

(...)

Fach: 4
Titel: Corpus des geistlichen Lehnregisters
Urk.-Abt. III: 147, 292, 327, 343, 365, 536, 692, 709, 723, 756, 776

Fach: 12
Titel: Ecclesia St. Crucis
Urk.-Abt. III: 138, 807

Fach: 16
Titel: Fach (?)(7)
Urk.-Abt. III: 148, 149

Fach: 17
Titel: Ad fabricam; frater(nitas) trinitatis (Marktkirche)
Urk.-Abt. III: 137, 159, 171, 267, 308, 654, 651

Fach: 19
Titel: Ad fabricam (Kreuzkirche)
Urk.-Abt. III: 174, 461, 584, 599, 671, 677, 682, 688, 710, 737, 736

Fach: 21
Titel: Altes Closter (Fries-und Semmern Legat)
Urk.-Abt. III: 492, 504, 691, 752, 783, 793, 803

Fach: 22
Titel: Scholae
Urk.-Abt. III: 791

Fach: 26
Titel: St.Viti
Urk.-Abt. III: 328, 761

Fach: 27
Titel: Fraternitas Annae
Urk.-Abt. III: 390, 582(?)

Fach: 30
Titel: Stipendia
Urk.-Abt. III: 801

Fach: 31
Titel: M.D.Meyers Legat
Urk.-Abt. III: 705

Fach: 33
Titel: Fraternitas St.Olai
Urk.-Abt. III: 98, 109, 110, 146, 157, 185, 389, 530, 766

Fach: 35
Titel:Hospital St.Spiritus
Urk.-Abt. III: 150, 151, 152, 268, 386

Fach: 38
Titel: Fundationes
Urk.-Abt. III: 792

Fach: 40
Titel: Ecclesia St. Georgii (Marktkirche)
Urk.-Abt. III: 719

Fach: 43
Titel: Hospital St.Nicolai
Urk.-Abt. III: 122, 345, 460(?),735, 771, 775, 777, 779, 794

Fach: 47

Der G r o ß e S c h r a n k : Untere Hälfte
Weltliche Zuständigkeiten der Stadt
Alphabetische Ordnung (A-Z)

Fach: 48
Titell: Archiv
Urk.Abt. III: --

Fach: 97-98
Titel: Marienrode
Urk.-Abt. III: 603

Fach: 115
Titel: Stadt-passiv-Schuld
Urk.-Abt. III: 1, 20, 68, 88, 97, 99, 127, 153, 167, 182, 184, 376, 473, 443(?), 518, 678, 739, 780, 782

Fach: 131
Titel: [Ende]
Urk.-Abt. III: --

Somit kann die Herkunft der Urkunden dieses Bestandes nur zum Teil definitiv bestimmt werden: Ca. 11% (94 Stück) stammen nachweislich aus dem ältesten Bestand des Archivs.

Zur Herkunft der Urkunden(8)

Die Hauptmasse der städtischen Obligationen sind in den "Stadt-Obligationen-Büchern" (1387-1530, 1542-1574 und ca.1450-1726) verzeichnet.(9) Die hier in der Urk.-Abt. III erhaltenen Urkunden stellen demnach nur eine kleine Auswahl der in dem betreffenden Zeitraum wirklich abgeschlossenen Obligationen dar. Durch welche Kriterien diese Auswahl bestimmt wurde, läßt sich nicht mehr ohne weiteres feststellen, weil weder Unterlagen zur Bestandsbildung noch sonstige Informationen über die Bestandsgeschichte vorliegen. Eine Stichprobe im ältesten Stadt-Obligationenbuch (B 8242) ergab folgendes Ergebnis.

Stichprobe zum Verhältnis "Urkundenoriginale / Obligationenbuch"

Urk.-Abt. III; Nachweis in: B 8242
Nr. 42; Seite 107
Nr. 43; nicht vorhanden
Nr. 44; nicht vorhanden
Nr. 45; Seite 134
Nr. 46; Seite 136
Nr. 121; Seite 445f.
Nr. 122; Seite 450f.
Nr. 123; Seite 468
Nr. 124; Seite 474

Zufallsfunde an entlegenen Stellen wie im Ratsdenkebuch von 1451-1514 (B 8264) zeigen, daß die im vorliegenden Urkundenbestand zusammengefaßte Überlieferung von Obligationen nicht genau eingegrenzt werden kann: im Ratsdenkebuch ist ein Pergamentbrief eingebunden: Bürgermeister und Rat der Stadt Lübeck an Bürgermeister und Rat der Stadt Hannover: Loskündigung von hannoverschen Renten in Lübeck (Ausfertigung, 1509 -Mittwoch negest oculi).

Ein beträchtlicher Teil des Bestandes wurde 1956/57 von H. Mundhenke aus den Kämmereiregistern bzw. den dazu überlieferten Belegen herausgezogen; vergleiche dazu die unten folgenden beiden ÜBERSICHTEN. Die Bände sind in der Neuen Abteilung B verzeichnet.(10) Für insgesamt 108 Urkunden kann diese Herkunft auf Grund der Regesten genau ermittelt werden. Das sind ca. 13% (108 Stück). Neben den oben genannten ca. 11% der Urkunden aus dem Großen Schrank bleibt somit noch ein Klärungsbedarf für etwa 76% der Urkunden dieser Abteilung. Ihre Herkunft läßt sich zur Zeit nicht eindeutig identifizieren.

ÜBERSICHT
Herkunftsnachweis: aus Neue Abt. B in Urk.-Abt. III
B-Nr. = Urk.-Abt. III, Nr.
7 430 = 660, 666, 685, 748, 757, 764
7 931 = 512, 638
16 924 = 218a, 519, 589, 674, 707, 718
16 966 = 586, 765
17 075 = 663, 713
17 430 = 788
17 486 = 553, 582, 802
17 492 = 618, 658, 732, 741, 744, 789, 804
17 512 = 92,165,192,443,482,499,760
17 634 = 302
17 674 = 128, 481, 700, 725, 738, 743, 755, 758, 800, 808, 809, 810, 813
17 685 = 622 ,680, 720, 754, 817
17 852 = 607, 655, 772, 786
17 927 = 643, 724, 746, 770, 773, 798
17 945 = 683, 774
17 964 = 639, 711, 714, 769
18 088 = 805
18 102 = 749, 811
18 126 = 631, 665
18 134 = 763
18 417 = 717a
18 430 = 733
18 492 = 510, 637, 781, 815
18 730 = 590, 703, 778, 812
18 811 = 161, 166, 227, 588, 740
18 956 = 600, 701, 702, 818
19 078 = 616
19 292 = 814
19 998 = 626, 672, 785
20 053 = 198, 467, 585, 716, 753, 784, 806

B. Nr. = Urk. Nr.
92 = 17 512
128 = 17 674
161 = 18 811
165 = 17 512
166 = 18 811
192 = 17 512
198 = 20 053
218a = 16 924
227 = 18 811
302 = 17 634
443 = 17 512
467 = 20 053
481 = 17 674
482 = 17 512
499 = 17 512
510 = 18 492
519 = 16 924
553 = 17 486
582 = 17 486
585 = 20 053
586 = 16 966
588 = 18 811
589 = 16 924
590 = 18 730
600 = 18 956
607 = 17 852
616 = 19 078
618 = 17 492
622 = 17 685
626 = 19 998
631 = 18 126
637 = 18 492
638 = 7 931
639 = 17 964
643 = 17 927
655 = 17 852
658 = 17 492
660 = 7 430
663 = 17 075
665 = 18 126
666 = 7 430
672 = 19 998
674 = 16 924
680 = 17 685
683 = 17 945
685 = 7 430
700 = 17 674
701 = 18 956
702 = 18 956
703 = 18 730
707 = 16 924
711 = 17 964
713 = 17 075
714 = 17 964
716 = 20 053
717a = 18 417
718 = 16 924
720 = 17 685
724 = 17 927
725 = 17 674
732 = 17 492
733 = 18 430
738 = 17 674
740 = 18 811
741 = 17 492
743 = 17 674
744 = 17 492
746 = 17 927
748 = 7 430
749 = 18 102
753 = 20 053
754 = 17 685
755 = 17 674
757 = 7 430
758 = 17 674
760 = 17 512
763 = 18 134
764 = 7 430
765 = 16 966
769 = 17 964
770 = 17 927
772 = 17 852
773 = 17 927
774 = 17 945
778 = 18 730
781 = 18 492
784 = 20 053
785 = 19 998
786 = 17 852
788 = 17 430
789 = 17 492
798 = 17 927
800 = 17 674
802 = 17 486
804 = 17 492
805 = 18 088
806 = 20 053
808 = 17 674
809 = 17 674
810 = 17 674
811 = 18 102
812 = 18 730
813 = 17 674
814 = 19 292
815 = 18 492
817 = 17 685
818 = 18 956


Bestandsbildung (11)

Die übrigen Urkunden-Abteilungen des Archivs, die anscheinend mit Ausnahme von Abteilung I von H. Mundhenke gebildet worden sind, haben folgende Titel:

Urkunden-Abteilung Titel
I Urkundenselekt aus der Alten Abteilung A
II Schuldurkunden der Bürger / Rentenkauf
III Schuldurkunden des Rates / Obligationen
IV Personenstandsurkunden: Wappen-, Geburtsbriefe u. a.
V Urkunden der Familie von Lüpke
VI Urkunden der Familie von Issendorff
VII Urkunden regierender Fürsten und Herren
VIII Urkunden niedersächsischer Städte und Bürger
IX Urkunden geistlicher Personen und Körperschaften
X Urkunden niedersächsischer Adeliger
XI Gilden- und Ämterurkunden
XII Urkunden unterschiedlicher Herkunft

Bestandsumfang, -revision und -bearbeitung
Im Zuge der Ordnung und
Regestierung der Urkunden wurden von Herbert Mundhenke insgesamt 822 laufende Nummern vergeben:
- Davon wurden nicht besetzt die lfd.Nrn: 255, 256, 668, 696 (insgesamt 4).
- Durch Literierung (angehängtes "a" etc.) bezeichnen folgende Nummern mehrere Urkunden: 171a 218a, 717a, 717b (insgesamt 4).
- Zwei a-Nrn. (60a und 166a) sind "unecht" und verweisen nur auf ein Transsumpt in Nr.167 (insgesamt 0).
- In zwei Urkundentüten (Nr.659 und 762) liegen Rückzahlungsquittungen bei.
Summarisch enthält die Urkunden-Abteilung III somit 822 Urkunden; bei bisherigen Zahlenangaben wurde die laufende Endnummer (822) mit der Stückzahl identifiziert.(12)

Die Arbeiten für das Regesten-Findbuch hat die Praktikantin Lilian Ehrhardt im Oktober 1990 durchgeführt; sie kopierte die Regestenkartei H. Mundhenkes auf DIN-A4-Seiten um und erarbeitete anschließend den Index der Sachen, Orte und Personen auf der Grundlage der Regesten. Bei der Bestandsüberprüfung stellte sie fest, daß alle verzeichneten Urkunden im Bestand vorhanden sind. Das Register hat Frau Finck vom Stadtarchiv in maschinenschriftliche Form gebracht. Die Restaurierungswerkstatt des Archivs hat das Findbuch gebunden.
Eine elektromagnetisch gespeicherte Fassung dieses Textes befindet sich im Besitz des Verfassers: Betriebssystem: MS-DOS; Programm: Star-Writer-PC, Datei mit Steuerzeichen.

Für den Umzug des Archivs 1992 wurden diese und die anderen Urkunden-Abteilungen in stehende Archivkartons umgelagert. Die (häufig siegellosen) Urkunden der Urk.-Abt. III verteilen sich auf 38 Kartons mit durchschnittlich etwa 22 Urkunden pro Karton (vgl. Findbuch Urk.-Abt. II). Zwei vor dem Umzug nicht vorhandene Urkunden - Urk.-Abt. III, Nr. 318 u. Nr. 414 (Festgestellt durch Herrn Heske am 22.4.92.) - waren verstellt und sind am 22. 9. 1994 vorhanden.

Hannover, 1991 (überarbeitet 1994) K. Kreter

(1) Vgl. im Bestand die Nummern: 472 / 476 / 489 / 504 / 617. Kämmerei als Vertragspartei: Nr. 498.
(2) Bei diesem Bestand ist es nicht leicht, mit Sicherheit zwischen den Fällen der absichtlichen Zerstörung des Siegels aus rechtlichen Gründen und der Zerstörung des Siegels aus anderen Gründen (wie falsche Lagerung, Unachtsamkeit etc.) zu unterscheiden.
(3) Diese Abweichung von der Regel führte zu irrigen Angaben über die Gesamtlaufzeit des Bestandes bei: Manfred Hamann / Klaus Mlynek (Hg.), Hannovers Archive, Hannover 2.1985. Zum Stadtarchiv Hannover sind die entsprechenden Angaben zu korrigieren (S. 21). Der selbe Trugschluß auf die Gesamtlaufzeit auch bei: Helmut Zimmermann, Übersicht über Quellen und Literatur zur Personengeschichte bis 1874 in der Landeshauptstadt Hannover, in: HGBl. N.F. Bd. 29 (1975), S. 165-190, hier S. 169.
(4) Siehe unten das Beispiel: Urk.-Abt.III, Nr.492 mit Nachtrag "Fach 21,6".
(5) Weitere Einzelheiten hierzu in der Einleitung zum Findbuch Urk.-Abt. II.
(6) Die Altäre bildeten in Grupens Systematik eine selbständige Abteilung, die hier (1886) eingearbeitet worden ist. Vgl. zu den Altarfächern: Beständeübersicht, Arbeitsausgabe, S. 30 f.
(7) Dieses Fach hat bei Grupen keine Bezeichnung.
(8) Vgl. hierzu auch die Einleitung im Findbuch Urk.-Abt. II.
(9) Vgl. Beständeübersicht, Arbeitsausgabe, S.101 f.
(10) B-Kartei, Abschrift, S.88ff.
(11) Vgl. hierzu auch die Einleitung im Findbuch Urk.-Abt. II.
(12) Der Fehlschluß (von der Nummer auf die Stückzahl) findet sich bei: Manfred Hamann / Klaus Mlynek (1985) und Zimmermann (1975) wie Anm. 2. In diesem Fall führen unterschiedliche Faktoren dazu, daß die Schlußzahl der vergebenen laufenden Nummern mit der errechneten Zahl der Urkundenstücke gleich ist.
(13) 1994 konvertiert in: MS Word für Windows 6

Information / Notes

Additional information 

teilweise verzeichnet