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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Stadtkirchenverband Hannover

Laufzeit 

1895-1962

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte 

Nachdem 1900 ein Kirchengesetz der ev.-luth Kirche der Provinz Hannover die Bildung von Gesamtverbänden zuließ, wurde 1903 der Gesamtverband Hannover gebildet. Er hatte sich die Aufgabe gestellt, seinen Verbandsgemeinden durch Umlagen die Mittel zu gewähren, die sie zur "Erfüllung der ihnen obliegenden gesetzlichen Leistungen bedürfen und in Ermangelung eines zulänglichen Kirchenvermögens sich sonst nicht verschaffen" konnten. Durch diese Konzentration auf finanzielle Aspekte wuchs in den 1920er Jahren der Wunsch nach einem Verband, der die gesellschaftlichen, kirchlichen und religionspolitischen kirchlichen Anliegen auf städtischer Ebene vertrat. Nach seiner 1926 erfolgten Ernennung zum Superintendenten des Kirchenkreises Hannover-Linden trieb Karl Stalmann diese Idee voran; 1928 schließlich wurde ein Stadtkirchenverband gegründet, dessen Organe der Stadtkirchentag, der Stadtkirchenausschuss und der Stadtsuperintendent waren. Er sollte zuständige sein für die "Stärkung evangelischen Gesamtbewußtseins gegenüber anderen Religionsgemeinschaften, ... evangelische Pressearbeit ... [und] Geltendmachung kirchlicher Forderungen gegenüber Maßnahmen und Anordnungen der staatlichen und städtischen Verwaltung". 1933 wurde der Stadtkirchentag aufgehoben, die Aufgaben des Stadtkirchenverbandes schrumpften zusammen. In diesem Jahr wurde Friedrich Rademacher der Nachfolger von Karl Stalmann.

Dieser Bestand enthält die Akten des Stadtkirchenausschusses und des Stadtsuperintendenten. Aus der Zeit der Nachfolger Rademachers (Superintendent Fritz Trautmann (1939-1944) und Superintendent Gerhard Kunze (1945-1947)) liegen keine Unterlagen vor. Die Akten der Stadtsuperintendentur des Zeitraums von 1945 bis 1965 wurden 1989 vernichtet. Für die Zeit nach 1945 verwaltet die Stadtkirchenkanzlei ihre Akten selber. Seit der Bildung der Landessuperintendentur Hannover (1959) besitzt der Stadtkirchenverband eine neue Organisationsform mit veränderten Aufgaben. Daher wurden die Akten dieses Bestandes nicht mit den neueren Unterlagen der Stadtkirchenkanzlei zusammengelegt, sondern separat aufgestellt und zwischen 1990 und 1995 verzeichnet.

Ergänzende Bestände: E 2 (Landesverein für innere Mission), E 18 (Lutherischer Gesamtverband Hannover), N 5 (Nachlass Heinrich S. Grimm), N 64 (Nachlass OLKR Karl Stalmann)

Literatur 

Hans Otte: Loyalität und Modernisierung in der Krise. Die ev.-luth. Kirche und ihr politisches Umfeld im Hannover der Weimarer Republik. - In: Hannoversche Geschichtsblätter NF 48, 1994, S. 291-325.

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M. 

1,2

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: ja

vollständig verzeichnet