LkAH N 017

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Nachlass Heinz Brunotte

Laufzeit 

1946-1984

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte 

Heinz Brunotte wurde am 11. Juni 1896 in Hannover als Sohn des Lehrers Karl Brunotte und seiner Frau Amalie, geb. Albrecht, geboren. Seine geistige und politische Entwicklung in seiner Jugend wurde maßgeblich von seinem Vater beeinflusst. Durch ihn wurde Brunotte zu einem liberal-demokratischen Denken erzogen.
Kurz vor dem Abschluss des Gymnasiums begann der Erste Weltkrieg. Brunotte meldte sich freiwillig zum Militärdienst und bekam ein Notabitur verliehen. 1919 wurde er als Leutnant der Reserve aus dem Dienst entlassen.
Daraufhin studierte Brunotte Theologie in Marburg, Tübingen und Göttingen. Nach seinem Abschluss besuchte er von 1923 bis 1925 das Predigerseminar Loccum. Anschliessend war Brunotte fast zehn Jahre lang als Pfarrer in Hoyershausen tätig. 1936-1946 arbeitete er als Oberkonsistorialrat in der Deutschen Evangelischen Kirchenkanzlei in Berlin. Gegen Kriegsende wurde er faktisch deren Leiter. Seine Haltung zum Nationalsozialismus ist umstritten, immerhin war er Mitglied der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt.
Von 1946-1949 war Brunotte als Oberlandeskirchenrat Mitglied des Landeskirchenamts Hannover und Dezernent für Diakonie und Schulwesen. Von 1949 bis 1965 leitete er als Präsident der Kirchenkanzlei die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), gleichzeitig leitete er von 1949 bis 1963 als Präsident des Lutherischen Kirchenamts die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD).
Nachdem er 1963 in den Ruhestand verabschiedet wurde widmete er sich kirchenhistorischer Arbeit. Brunotte starb am 2. Februar 1984 in Hannover.

Der vorliegende Teil des Nachlasses von Heinz Brunotte beinhaltet zum großen Teil von ihm verfasste Schriften, unter anderem Artikel für Zeitschriften zum Kirchenrecht und zur Kirchengeschichte.
Darüber hinaus enthält der Nachlass Manuskripte, Briefe und andere Dokumente aus der Zeit nach seiner Verabschiedung in den Ruhestand bis zu seinem Tod. Eines der wichtigen Themen hierbei ist Brunottes Verteidigunggegen Vorwürfe, er hätte mit den Nationalsozialisten zusammengearbeitet.

Der Nachlass gelangte über Gertrud Brunotte in das Landeskirchliche Archiv Hannover. Der Bestand ist uneingeschränkt benutzbar und wurde 2011 im Rahmen eines Praktikums verzeichnet.

Der dienstliche Nachlass von Heinz Brunotte befindet sich im Evangelischen Zentralarchiv Berlin, Bethaniendamm 29, 10977 Berlin (www.ezab.de).

Ergänzende Bestände: D 4 (Pfarrverein); E 6 (Bekenntnisgemeinschaft); L 2 (Kanzlei des Landesbischofs Marahrens); S 1 (Kirchenkampfdokumentationen)

Literatur 

Brunotte, Heinz: Die Grundordnung der Evangelischen Kirche in Deutschland: ihre Entstehung und ihre Probleme, Berlin, 1954; Brunotte, Heinz: Bekenntnis und Kirchenverfassung: Aufsätze zur kirchlichen Zeitgeschichte, Göttingen, 1977; Grundlach, Jens: Heinz Brunotte 1896-1984. Anpassung des Evangeliums an die NS-Diktatur. Eine biografische Studie, Hannover, 2010

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M. 

0,2

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: ja

vollständig verzeichnet