LkAH N 076

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Nachlass Karl Wagenmann

Laufzeit 

1886-1982

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte 

Aufgrund seiner Stellung als Oberlandeskirchenrat (seit 1943) und als Präsident des Landeskirchenamtes (1952-1970) war Dr. jur. Karl Wagenmann (1908-1982) maßgeblich an der Neugestaltung der Hannoverschen Landeskirche nach dem 2. Weltkrieg beteiligt. Abgesehen von seiner Funktion in der Synode als Bevollmächtigter des Landeskirchenamtes (1946-1970), war er Mitglied des in der 15. Sitzung der 15. Landessynode am 15.6.1954 einberufenen Verfassungskonventes. Dieser Verfassungskonvent war mit dem Entwurf der neuen hannoverschen Kirchenverfassung beauftragt.

Wagenmann war ebenfalls an führender Stelle an den Verhandlungen zum Staatsvertrag zwischen den Evangelischen Kirchen in Niedersachsen und dem Lande Niedersachsen vom 19.3.1955 beteiligt. Diese Tätigkeiten schlagen sich im Bestand in der Sammlung der Sitzungsprotokolle des Verfassungskonventes und einiger Korrespondenz mit Bemerkungen zu Synodensitzungen und zum Staatsvertrag nieder.

In erster Linie dokumentieren die Handakten aber Aufgaben, die er neben der Geschäftsführung des Landeskirchenamtes wahrnahm. Hier ist zunächst seine Funktion als Schatzmeister der Evangelischen Akademie Loccum (bis 1952 in Hermannsburg) zu nennen. Dieses Amt hatte er von 1946-1970 inne. Vor der Überführung der Akademie in eine "Einrichtung der Landeskirche" war der Konvent das Organ, das die Arbeit nicht nur in inhaltlicher, sondern auch in technischer Hinsicht zu tragen hatte. Dem Schatzmeister kam dabei naturgemäß eine herausragende Stellung zu. Daher sind hier ein großer Teil der Personal- und auch Bauakten der Akademie zu finden.

Darüber hinaus war er Mitglied des "Konventes des Gerhard Uhlhorn Studienkonviktes Göttingen" und des "Weiteren Vorstandes des Diakonissenmutterhauses Rotenburg/Wümme".

Wagenmann war außerdem auch auf EKD-Ebene aktiv. Von 1957 bis zu seiner Pensionierung gehörte er dem Beirat für die Militärseelsorge (seit 1964 als Vorsitzender) an. Der Bestand enthält daher die Sitzungsprotokolle des Beirates, begleitendes Material und vorbereitende Korrespondenz. Der Erwähnung wert ist noch eine relativ vollständige Sammlung von Rundschreiben der Kanzlei der EKD aus den Jahren 1946-1947.

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: ja

vollständig verzeichnet