NLA OS Dep 106

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Description

Identification (short)

Title 

Universität Osnabrück - Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA)

Life span 

1972-2005

Fonds data

Short description 

Bislang ist nur ein kleiner, sehr heterogener Aktenbestand des ASTA in das Depositum im Staatsarchiv gelangt. Er enthält überwiegend Protokolle und Informationsmaterial aus den Referaten.

Custodial history 

Gesetzliche Grundlage des Allgemeinen Studentenausschusses (AStA) ist § 51 Abs. 1 des Niedersächsischen Hochschulgesetzes (NHG, in Kraft getreten am 1.10.1978), wonach Organe der Studentenschaft das Studentenparlament, der Allgemeine Studentenausschuß sowie die Fachschaftsorgane nach Maßgabe der Satzung sind. Gemäß § 50 Abs. 2 NHG hat die Studentenschaft das Recht auf Selbstverwaltung und wirkt an der Selbstverwaltung der Hochschule mit. Über Studentenparlament und AStA hinaus ist die Studentenschaft noch in den drei Gremien akademischer Selbstverwaltung: Konzil, Senat und Fachbereichsrat vertreten.

Die Vorläufige Satzung der Studentenschaft der Universität Osnabrück vom Januar 1979 verpflichtet den AStA, jährlich einen Haushaltsentwurf vorzulegen und für die Ausführung des Haushalts verantwortlich zu sein. Der AStA vertritt die Studentenschaft und ist in seiner Tätigkeit auf die Wahrnehmung der Aufgaben der Studentenschaft beschränkt, ein Punkt, der jahrelang und landesweit Anlaß für Verwaltungsstreitigkeiten war. Gewählt wird der AStA alljährlich vom Studentenparlament, der wiederum jährlich von der gesamten Studentenschaft gewählt wird. Hauptaufgabe des Studentenparlaments ist neben der Wahl des AStA die Bewilligung des Haushaltes. Bedingt durch die beiden Standorte der Universität bis zum 1.8.1994 gab es ein Gesamt-Studentenparlament, das sich aus den beiden Abteilungs-Studentenparlamenten Osnabrück und Vechta zusammensetzte. Ebenso gab es einen Gesamt-AStA, einen AStA Abteilung Osnabrück und einen AStA Abteilung Vechta, die mit Aufnahme des akademischen Lehrbetriebes an der Universität Osnabrück im Frühjahr 1974 aus dem Örtlichen Studentenausschuß (ÖStA) der Pädagogischen Hochschule Niedersachsens (PHN) hervorgingen.

Der AStA ist aufgeteilt in Referate, die gleichberechtigt nebeneinanderstehen. Die Anzahl der Referate legt das Studentenparlament fest,

lediglich das Referat für Finanzen ist verbindlich vorgeschrieben. Über die Arbeit in den Referaten hinaus bietet der AStA Serviceleistungen wie Bafög- oder Rechtsberatung an, außerdem vergibt er Kredite an in Not geratene Studenten. Die Referenten der autonomen Referate wie das Ausländerreferat oder das Frauenreferat werden nicht von der gesamten Studentenschaft, sondern nur von den Ausländern bzw. Frauen innerhalb der Studentenschaft gewählt. Alle Referenten müssen Studierende an der Universität sein, Mitgliedschaft im Studentenparlament ist keine Voraussetzung. Um die studentische Selbstverwaltung des AStA zu garantieren, ist jeder Student an der Universität zur Entrichtung eines Studentenbeitrags verpflichtet, aus dem die Tätigkeit des AStA ebenso finanziert wird wie die monatliche Referentenentschädigung. Neben einer festen täglichen Arbeitszeit der Referenten im Rahmen der Öffnungszeiten des AStA findet einmal wöchentlich eine öffentliche Sitzung statt. Sitz des AStA ist das Schloß, seit Frühjahr 1989 das Anwesen Alte Münze 12.

Der Bestand AStA Universität Osnabrück Standort Osnabrück befand sich zum Zeitpunkt der Übernahme durch das Staatsarchiv Osnabrück im Dezember 1994 in unvollständigem und ungeordnetem Zustand. So existieren z.B. Protokolle der AStA-Sitzungen nur für den Zeitraum von 1972 - 1979 und einige des Jahres 1991, letztere in der Akte "Fachschaftswahl und Studentenparlamentswahl 1991/92". Bei der Ordnung wurde dennoch weitestgehend der Überlieferungszustand gewahrt, lose Blätter und Magazine wurden geordnet und - wenn möglich - den Akten zugeordnet. Die erste Aussonderung des Aktenbestandes führte Dr. Steinwascher auf Grundlage des am 19.12.1994 geschlossenen Depositalvertrages durch, ca. 1,5 lfd. Meter wurden für archivwürdig befunden und unter der Akzession 29/94 ins Archiv übernommen. Ordnung und Verzeichnung des Aktenbestandes führte

Archivinspektoran-
wärter Jürgen Diehl unter Aufsicht von Dr. Steinwascher im Sommer 1995 durch.

Osnabrück, im August 1995 Jürgen Diehl


Nachtrag:
Ein weiterer Zugang wurden als Akz. 2007/013 in den Bestand

übernommen.

Information / Notes

Additional information 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Geotagging

Name 

Osnabrück, Stadt [Wohnplatz]

Time from 

1

Time to 

1

Region_ID 

10484

Level_ID 

1