NLA OS Dep 121 b

  • Show associated objects
  • Print
  • Create link
  • Send
  • Improve

Description

Identification (short)

Title 

Stadt und Samtgemeinde Fürstenau

Life span 

1547-1929

Fonds data

Short description 

Das ältere Archiv der Stadt Fürstenau ist 2007 im Staatsarchiv deponiert worden. Das Archivgut der Stadt und Samtgemeinde Fürstenau wird seitdem kontinuierlich in den Bestand übernommen.

History of creator 

Historischer Abriss

Fürstenau entstand im Zuge der Errichtung der landesherrlichen Burg nach 1344. Bereits 1402 erhielt der Ort von Bischof Heinrich von Holstein ein Weichbildprivileg, 1642 verlieh Bischof Franz Wilhelm von Wartenberg das Recht zur Stadtnennung, 1652 erfolgte die Aufnahme in das Städtekolleg der Osnabrücker Stiftsstände. Zugleich diente die Fürstenauer Burg bis in das 17. Jahrhundert den Osnabrücker Bischöfen als Residenz. Nach dem Dreißigjährigen Krieg verlor Fürstenau diese Funktion, auch wurde die Festung nach 1680 nicht mehr mit einer Garnison belegt. Lediglich der Sitz des gleichnamigen Amtes verblieb in Fürstenau.

Die Bevölkerungszahlen Fürstenaus lagen im 16. und bis zum Ende des 18. Jahrhundert zwischen 600 und 900 Einwohnern. Erst nach 1828 wurden regelmäßig über 1000 Einwohner gezählt, 1912 waren es 2000 mit steigender Tendenz.

Für das Osnabrücker Nordland fungierte Fürstenau als wichtiger Handelsplatz und Marktort. Schon 1495 verlieh Bischof Konrad IV. von Rietberg ein erstes Marktprivileg, weitere Privilegien folgten im 17. und 18. Jahrhundert. Außerdem gehörte Fürstenau dem Hansebund an. In der Stadt gab es eine Schuster-, Schneider- und Kramergilde, daneben blieb aber die Landwirtschaft die Haupteinnahmequelle der Bevölkerung, während sich industrielle Betriebe erst nach 1900 ansiedelten.

Seit 1959 war Fürstenau wieder Garnisonsstadt, der Bundeswehrstandort Pommern-Kaserne wurde 2007 geschlossen. Im Zuge der Verwaltungs- und Gebietsreform von 1972 wurden die ehemals selbständigen Gemeinden Fürstenau, Hollenstede, Schwagstorf und Settrup zur Samtgemeinde Fürstenau zusammengelegt. Sitz der Verwaltung wurde das vom Land Niedersachsen erworbene Schloss, in dem bis dahin das zum 1.1.1972 aufgehobene Amtsgericht Fürstenau untergebracht war.

Custodial history 

Die Ordnung des alten Archivbestandes erfolgte 1904/06 durch den Osnabrücker Staatsarchivar Dr. Fink. Zu diesem Zeitpunkt war das Archiv im Fürstenauer Rathaus untergebracht. Aufgrund von mehrfachen Umlagerungen geriet es jedoch nach 1933 zunehmend in Unordnung und erlitt durch unsachgemäße Lagerung erhebliche Schäden. 1943/44 wurde das Archiv endgültig aus dem Rathaus ausgelagert und war bis 1946 auf verschiedene Kellerräume in der Stadt verteilt. Schließlich ging beim Brand des Ratshauses im Februar 1945 ein Teil der dort verbliebenen Akten und Amtsbücher, darunter die Archivalien aus der Zeit des Dreißigjährigen und des Siebenjährigen Krieges, verloren (Abschriften finden sich jedoch im Nachlass Schröder im Bestand). Die die Fink'sche Ordnung des Altbestandes stellte der Fürstenauer Archivar Dr. August Schröder nach dem Zweiten Weltkrieg anhand des erhaltenen Findbuchs wieder her.
Daneben wurden aber die Akten der im Rathaus untergebrachten laufenden Registratur und der Altregistratur der Fürstenauer Stadtverwaltung sowie des Rats, mit Ausnahme weniger Einzelstücke, beim Ratshausbrand vollständig zerstört, so dass für die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts eine archivalische Überlieferung fehlt.

Das Fürstenauer Archiv gelangte im Jahr 2007 als Depositum 121 in das Staatsarchiv Osnabrück und wird durch neuere Abgaben fortlaufend ergänzt. Das von Dr. August Schröder neu verfasste Findbuch des Altbestandes wurde von Mona Kukovic in die Datenbank Aida übertragen (Akz. 2007/046 Nr. 1-708). Den Zugang 2008/047 verzeichnete Archivreferendar Dr. Daniel Baumann.

Literature 

- Rothert, Hermann: Heimatbuch des Kreises Bersenbrück, Band I - Geschichte: XII. Schloß und Stadt Fürstenau, Quakenbrück 1949, S. 208-243.
- Schröder, August: Fürstenau. Burg und Stadt in Wort und Bild, Fürstenau 1970.
- Schröder, August: Geschichte der Stadt Fürstenau - in Kurzfassung, Quakenbrück, 1951

See

Corresponding archival items 

Rep 100, Rep 150 Fü, Rep 350 Fü, Rep 355, Rep 430, Rep 450 Bers, Rep 451 Bers, Rep 560 VI, Rep 561, Rep 950 Fü, Rep 950 Bers, Dep 86

Further information (fonds)

Person in charge 

Dr. Stephanie Haberer, Osnabrück, Mai 2010

Access 

Aufgrund der Verwendung personenbezogener Angaben sind teilweise Erschließungsdaten von Archivguteinheiten des Bestandes bis zum Ablauf der personenbezogenen Schutzfristen (vgl. § 5 Abs. 2 NArchG) für Benutzende nicht sichtbar.
Bitte wenden Sie sich für eine ausführlichere Recherche an den Standort Osnabrück des NLA (osnabrueck@nla.niedersachsen.de).

Information / Notes

Additional information 

teilweise verzeichnet

Geotagging

Name 

Fürstenau, Stadt [Wohnplatz]

Time from 

1

Time to 

1

Region_ID 

14424

Level_ID 

1