Ritter Liborius von Bremen, Vogt zu Wildeshausen, bekundet, dass er die Güter und das Vermögen der am 21. Juni 1350 im Namen der Ratleute und der Gemeinde der Stadt Wildeshausen aus der Stadt vertriebenen Juden im Auftrag des Erzbischofs Moritz von Bremen, seines Herrn, beschlagnahmt und eine Zeitlang in Besitz behalten habe, endlich aber an Ratleute und Gemeinde die Hälfte davon zum Wiederaufbau und zur Verbesserung der Stadtmauern überlassen habe. Er verzichtet gegenüber der Stadt auf Klage oder Ansprüche wegen der Vertreibung der Juden in seines Herrn und seinem Namen und sagt zu, sich zusammen mit Ratleuten und Gemeinde bei eventuell vor geistlichen oder weltlichen Richtern gegen sie wegen der Vertreibung der Juden und Wegnahme und Verteilung ihrer Güter erhobene Klagen und angestrengte Prozesse zu verteidigen. Siegler: der Aussteller.
1350 Juni 27 (die dominica proxima ante festum beatorum Petri et Pauli apostolorum)
Ausfertigung, Pergament, 15 x 18 cm, Siegel: ja, Anzahl: 1, 3,5 cm , Beilagen: ja
Regest: Eckhardt, Findbuch Best. 105, S. 15 (Urk. Nr. 38)
27.06.1350
Best. 105 Urk. Orte Wildeshausen
OUB 5, Nr. 399
1350_06_27
| Typ | Bezeichnung | Zugang | Info |
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| Original | Urkunde | 1130 / 2 |
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Link: https://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v498259