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NLA HA Cal. Br. 35 Nr. 1

Beschreibung

Identifikation

Titel

Abschriften von Urkunden bezüglich auf den Deutschen Orden der Ballei (Ober- und Nieder-)Sachen sowie Ausfertigung von 1727

Laufzeit

1242 - 1727

Enthält

u.a. Urkundenabschriften:

1242 April 4 (secundo nonas Aprilis)
Die Richter in Nörten (iudices Nortunenses) Eberhard, Abt in Northeim, Lutter, Abt Steina, Ludolf, Propst in Katlenburg, Otto, Propst in Weende, beurkunden, dass der Edelherr Poppo von Plesse die Güter in Bilshausen einschließlich Patronat und Vogteirecht über die Kirche vor dem Nörtener Gericht dem Deutschen Orden übereignet hat.
Mit längerer Zeugenliste.
Beglaubigte Abschrift (17. Jh.).
Druck: Eichsfelder UB, Bd. 1, Nr. 303.

1242 Februar 13 (idus), Meißen.
Markgrafen Hermann von Meißen schenkt dem Deutschen Orden die Kirche in Bilshausen und alle Güter, die der Edelherr Poppo von Plesse innerhalb der Grenze (confinium) jener Kirche von ihm zu Lehen hat.
Undatiertes Vidimus durch Bertold, Dekan des Stifts der Apostel Simon und Jude in Goslar, und Hermann, Minoritenguardian in Goslar, beglaubigte Abschrift (17. Jh.).
Druck: Eichsfelder UB, Bd. 1, Nr. 302, S. 174

1242 Mai 19 (XIIII kal. Junii).
Bruder Dietrich von Bernersen, Deutschordensritter, belehnt den Bertold, Adelheids Sohn, in Moringen mit 1/2 Hufe Ordensland in Moringen. Stirbt Belehnter erbenlos, sollen die Söhne der Brüder Wedekind und Nodung von Bernersen das Lehen bekommen.
Zeugen: Bruder Eckerhard dictus de Tretzin, Bruder Dietrich de Ber, Bruder Werner von Goslar, Ropertus, Pleban in Moringen, Bertram, Pleban de Novali (Hardenberg ?), Johann, Pleban in Landolfsheim, Wedekind und Nodung, Brüder von Bernersen.

Beglaubigte Abschrift (17. Jh.).

1266 Februar 23 (septimo Cal. Marti), Plesse.
Edelherr Gottschalk von Plesse schenkt dem Deutschen Orden mit Zustimmung seiner Söhne Hermann, Otto und Gerhard seine Eigenleute (homines suos) in Bilshausen.
Beglaubigte Abschrift (17. Jh.).
Druck: Eichsfelder UB, Bd. 1., Nr. 461, S. 280; UB Plesse Nr. 221.

1299 April 18 (in vigilia Pasche).
Die (genannten) Ratsherren in Göttingen beurkunden einen Güterverkauf des Bürgers Hildebrand Lange in der Göttinger Neustadt.
Beglaubigte Abschrift (17. Jh.).
Druck: UB Stadt Göttingen, Bd. 1, Nr. 47.

1307 August 14 (in vigilia Assumptionis), Göttingen.
Herzog Albrecht von Braunschweig beurkundet eine Neuaufteilung der Pfarrsprengel der Albanikirche und der St. Marienkirche in der Neustadt Göttingen gegen eine Geldabgabe der letzteren an die erstere.

1318 Dezember 5 (in vigilia Nicolai), Göttingen.
Herzog Otto in Braunschweig schenkt für sein Seelenheil dem Deutschen Orden einen Teil der Neustadt.
Beglaubigte Abschrift (17. Jh.).
Druck: UB Stadt Göttingen, Bd. 1, Nr. 85.

1321 Februar 13 (in dem avende Sunte Valentines), Marienstein.
Die Brüder Gottschalk und Hermann, Edelherren von Plesse, beurkunden, dass bestimmte Eigenleute in Bilshausen von dem Verkauf des dortigen Gutes an die Edelherren seitens der Deutschherren ausgenommen sind, doch haben die Edelherren das Vorkaufsrecht auch für diese Leute und ihren Besitz.
Beglaubigte Abschrift (17. J.).
Druck: Joh. Wolf, Geschichte des Klosters Steine, Anlage S. 10, Nr. 7.

1321 Februar 13 (in den avende St. Valentini), Kloster Steina.
Die Edelherren Hermann und Gottschalk von Plesse überlassen dem Deutschen Orden genannte Besitzungen u.a. in Weende, Göttingen und Rosdorf, wofür der Orden den Hof in Bilshausen an die Plesser abtritt.
Abschrift (17. Jh.).

Regest: UB Stadt Göttingen, Bd. 1, Nr. 97.

1321 Februar 13 (in dem avende sunte Valentini), Marienstein.
Hermann und Gottschalk von Plesse, Edelherren, beurkunden den Verkauf verschiedener genannter Güter an den Deutschen Orden.
Beglaubigte Abschrift (17. Jh.).
Regest: UB Stadt Göttingen, Bd. 1, Nr. 97.

1323 März 6 (dominica Letare).
Ernst, Hermann und Heinrich von Uslar geben ihre Zustimmug, dass ihre Verwandten, die Brüder Henneco und Johann, dem Deutschordenshaus in Göttingen anlässlich der Einkleidung ihres Bruders Ernst 50 Hufen in Altengrone, die Thilo Monetarius in Göttingen von ihnen zu Lehen hat, geschenkt haben.
Beglaubigte Abschrift (17. Jh.).

1323 Juni 11 (Barnabe), Grone.
Dietrich, Ritter, und Johann, Knappe, Ministeriale in Grone, resignieren Kaiser Ludwig (dem Bayern) 6 1/2 Hufen vor Altengrone und das Patronat der Kapelle in Burggrone, bisheriges Reichslehen ihrer Familie, zugunsten des Deutschen Ordens.
Beglaubigte Abschrift (18. Jh.).
Druck: Sudendorf, Bd. 1, Nr. 377.

1323 Juni 15 (in Sunte Viti dage).
Abt Dietrich von Steina und Meister Albrecht, Richter in Nörten, beurkunden eine Teilung des Kirchlehen zwischen dem Ritter Dietrich von Grone und seinem Brudersohn Johann von Grone.
Beglaubigte Abschrift (17. Jh.).

1323 Juni 15 (St. Viti).
Johann von Grone schenkt dem Deutschordenshaus in Göttingen reichslehnbares Gut in Altengrone und das Patronat der Kapelle in Burggrone.
Beglaubigte Abschrift (17. Jh.).
Druck: UB Stadt Göttingen, Bd. 1, Nr. 102; Sudendorf, UB, Bd. 1, Nr. 378.

1326 Juli 23 (dusent twey -so!- hundert und sessentwintig, laterus dage S. Marien Magdalenen)
Gering (von Grone) "de Cruse" in Altengrone überlässt den Brüdern vom Deutschen Haus in Göttingen für sein Seelenheil die Lehnware von 16 1/2 Morgen Land (12 1/2 Acker und 4 Wiesen) vor Grone, die er und seine Vorfahren vom Reich hatten.

Beglaubigte Abschrift (17. Jh.).

1327 Januar 17 (Antonii).
Gering (von Grone) de Cruse in Altengrone überlässt mit Zustimmung seines Sohnes Friedrich dem Deutschordenshaus in Göttingen die Lehnware über 10 1/2 Morgen Reichsland vor Altengrone.
Zeugen: die Altstädter Bürger Heinrich Stor, Werner Makedor, Tile Cobbe und sein Sohn Henning, die Neustädter Jan Heren Regenboden (?), Degenhardt, Wedekind de Becker.
Begalubigte Abschrift (17. Jh.)

1328 Mai 10 (IV to idus Mai), Aschaffenburg.
Erzbischof Matthias von Mainz ersucht den Nörtener Offizial Magister Ekbert um Prüfung und Bericht der beabsichtigten Verlegung des links-leinischen Teiles des Albanikirchspiels in Göttingen an die Marienkirche in der Neustadt gegen Geldentschädigung.
Beglaubigte Abschrift (17. Jh.).

1334 Juni 2 (achte na des hilligen lychnames dage).
Der Rat in Göttingen beurkundet eine Abmachung mit dem Deutschen Orden über dessen Besitzungen in und bei der Stadt.
Beglaubigte Abschrift (17. Jh.).
Druck der Gegenurkunde: UB Stadt Göttingen, Bd. 1, Nr. 131 (mit falsch aufgelöstem Datum).

1338 Mai 21 (himmelfart).
Ritter Dietrich von Grone und Knappe Jan, sein Sohn, beurkunden, dass ihr Lehnsmann Werner Makedor dem Deutsch Orden in Göttingen eine Rente von 1/2 Mark Silber von 5 Vierteln (verndel) Land vor Altengrone wiederkäuflich verkauft hat.
Zeugen: Jan Regenbode, Conrad Hogeboldt, Konrad und Hans Stolte.
Beglaubigte Abschrift (17. Jh.).

1349 Juni 21 (Albani).
Herzog Ernst von Braunschweig, Albrechts Sohn, privilegiert die Deutschordenskommende in Göttingen.
Zeugen: Ritter Brunigerus de Woldershusen, Knappe Johannes Reyme, Magister Dietrich von Reddersen, "notarius noster" und Heinrich von Göttingen, sein socius. Das Löwensiegel des Ausstellers aus grünlichem Wachs (de glauca cera) mit grünen Seidenschnüren beschrieben.

Insert in Notariatinstrument des Notars Nicolaus Grip von 1368 Januar 29, beglaubigte Abschrift (17. Jh.).

1350 August 30 (crastino Joh. Bapt.).
Erzbischof Gerlach von Mainz bestätigt der Deutschordensprovinz Sachsen kraft der dem Orden erteilten päpstlichen Privilegien das Recht, die Pfarrstellen ihrer Patronatskirchen, und hier die Kirche St. Alban in Göttingen, mit priesterlichen Ordensbrüdern zu besetzen.
Beglaubigte Abschrift (17. Jh.).

1352 Juni 8 (feria sexta post festum Trinitatis).
Propst Hermann und Priorin Jutta von Lippoldsberg beurkunden, dass ihnen ihr Kaplan von Miltingefelde Güter in Ellingehausen für 30 Mark überlassen hat, wohingegen er vom Kloster Lippoldsberg die Hälfte des Klosterzehnten in Erbsen (Erpessen) für 35 Mark erwirbt.
Beglaubigte Abschrift (17. Jh.).

1353 September 5 (feria quarta ante nat. Mar.), Göttinger Neustadt (im Deutschordenshaus).
Dietrich Rufi, Kirchherr von St. Alban in Göttingen, reversiert sich gegen den Landkomtur der Deutschordensballei Sachsen, Genemund Busekist, und den Göttinger Deutschordenskomtur Johann Senkepil für die ihm verliehenen Pfarreinkünfte in Höhe von 2 Mark von 2 Hofstätten (allodiis) und 10 Hufen in Rostorf (Rostorpe).
Beglaubigte Abschrift (17. Jh.).

1355 April 28 (dienstages vor Walpurge), Siena (zu der Hohensein).
Kaiser Karl IV. bestätigt dem Deutschen Orden die Handfesten, Briefe und Freiheiten, die er von altersher vom Reich besessen hat, und nimmt insbesondere die Besitzungen des Ordens in der Ballei Sachsen in seinen Schutz.
Abschrift (16. Jh.).

Hinweis: Ein entsprechendes Mandat für den Deutschen Orden in Franken mit gleichem Datums bei Böhmer-Huber, Reg. Imp. VIII Nr. 2089.

1355 Januar 18 (in die beatae Prisce -so statt Petrissae zu lesen- virginis)
Abt Heidenreich von Kloster Steina beurkundet, dass Gunther Stockelef und seine Frau Olgardis ein Haus und eine Hofstätte (area) am Friedhof der Neustadt Göttingen, die sie einst vom Deutschen Orden gekauft hatten, zugunsten des letzteren aufgelassen haben.
Beglaubigte Abschrift (17. Jh.).
Druck: J. Wolf, Geschichte des Klosters Steina, Beilagen, Nr. 10.

1368 Januar 29, Goslar (im Deutschordenshaus).
Nicolaus Grip, Kleriker der Kamminer Diözese, transsumiert auf Bitten des Deutschordensprovizials Bruder Bruno von Mansfeld eine ihm vorgelegte Urkunde Herzog Ernsts von Braunschweig für die Deutschordenskommende in Göttingen von 1349 Juni 21, ausgestellt in Goslar.
Als Zeugen der Beurkundung sind zugegeben und siegeln mit Propst Johann von Georgenberg bei Goslar und Ludolf Razze, Dekan des Simon- und Judasstiftes daselbst.
Beglaubigte Abschrift (17. Jh.).

1369 Februar 2, Minden (in dote) (Marie purificationis)
Herzog Otto von Braunschweig schenkt dem Deutschen Orden die Kirche St. Alban in Göttingen mit dem Patronat.
Beglaubigte Abschrift (17. Jh.), mit deutscher Übertragung (16. Jh.).
Druck: UB Stadt Göttingen, Band 1, Nr. 254; Sudendorf, Bd. 3, Nr. 269.

1388 August 3 (Stephani als sin hilgedom gebunden wurde).
Gottschalk der Junge, Edelherr von Plesse, beurkundet einen Gütertausch mit den Deutschherren in Göttingen über Ackerland vor Altengrone.
Beglaubigte Abschrift (17. Jh.).

Alte Archivsignatur

Cal. Br. 35 A I Nr. 1

Repräsentationen

Typ Bezeichnung Zugang Info
Original Akte 0011 / 27
Sicherungsfilm Akte 0011 / 27