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StadtA H 1.NR.3.06

Description

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Title

Amt für Zivilschutz

Fonds data

History of creator

Nach den Verwaltungstelefonbüchern der LHH wird 1963 im Zuge der großen Verwaltungsreorganisation erstmalig das "Amt für Bevölkerungsschutz" mit der Ziffer 38 erwähnt. Es hat seinen Sitz in der Bödeckerstraße 60.
Leiter ist der städtische Verwaltungsrat Hulecke, Vertreter der Stadtoberinspektor Leddin. Organisatorisch zugeordnet ist das neue Amt der Rechts-, Sicherheits- und Ordnungsverwaltung mit der Ziffer 3 im Dezernat B (Stadtdirektor Neuffer), neben dem Hauptamt und dem Personalamt. 1966 besteht OE 38 - Amt für Bevölkerungsschutz aus den Abteilungen 0 Verwaltungsstelle, 1 Abt. für Schutzbau, Selbstschutz und Versorgungsmaßnahmen und 2 Abt. für Katastrophenschutz, Zivilschutz, Warn- und Alarmdienst.

1967 erfolgt die bis 1993 gültige Umbenennung der OE 38 zum "Amt für Zivilschutz", gleichzeitig mit dem Umzug in die Langensalzastraße 17. 1967 bestanden neben der Amtsleitung die Abteilungen für Verwaltung (38.0), Schutzbau (38.1) und Katastrophenschutz (38.2) mit jeweils 2 Mitarbeitern, insgesamt 8 Personen. 1992/1993 bestanden neben der Amtsleitung die Abteilungen für Allgemeine und Hausverwaltung (38.0) mit den Unterabteilungen Allg. Zivilschutz (38.11) und Selbstschutz/Schutzbau (38.12) sowie die Abteilung für Katastrophenschutz (38.2) mit je etwa 6 Mitarbeitern, zusammen ca. 20 Personen. Ab 1982 war das Amt in der Waldstr. 9 im ehemaligen Rathaus Misburg untergebracht.

1994 geht die Aufgabe Zivilschutz auf die Berufsfeuerwehr Hannover über, zunächst unter OE 37.9, Abteilung für Zivil- und Katastrophenschutz, später u.a. unter OE 37.04 Stelle für Zivilschutz (2000/2001), OE 37.5 Ausbildung, Zivilschutz usw. (2002) und seit Bildung der Fachbereiche im Jahre 2003 unter OE 37.13 Zivil- und Katastrophenschutz bzw. Zivilschutz (2003/2004, 2012/2013). Die Adresse Waldstr. 9 wird zuletzt 1995/1996 genannt.

Custodial history

Zur Aktenüberlieferung:
Die später dem Amt für Zivilschutz zugeordneten erhaltenen Akten und Berichte aus der Zeit
vor 1963 wurden wahrscheinlich im Zusammenhang mit den langwierigen und kontroversen Diskussionen über den Luftschutz in der Bundesrepublik (und seine Finanzierung) höheren
Orts gesammelt (bspw. im Hauptamt). Bereits im Juli 1955 erließ die Bundesregierung ein "vorläufiges Luftschutzprogramm".
Die Einrichtung des Amts für Bevölkerungsschutz 1963 passt zeitlich in den Gesetzgebungsprozess, der (spätestens) 1957 mit dem "Ersten Gesetz über Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung" begann, 1962 und 1963 mit Entwürfen zum Schutzbaugesetz fortgesetzt wurde und 1965 in das "Gesetz über bauliche Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung" (Schutzbaugesetz) mündete.

Das Vorwort wurde bearbeitet von Dr. Christian Heppner und Stefan Kleinschmidt.
Die Erschließung des Bestandes sowie die Erstellung der Klassifikation wurde von der Studentin Frau Tanja Hoogestraat im Rahmen ihres Praktikums im März 2016 durchgeführt.