Gut Schulenburg
1470-1916
Der kleine Bestand enthält neben dem Gutsarchiv Schulenburg vor allem Archivalien der Familie von Dincklage.
Die Schulenburg bei Badbergen (Landkreis Osnabrück) wurde vor 1300 vom Ritter Balduin von Varendorf erbaut, der 1292/93 als bischöflicher Drost belegbar ist. Mit dem Verkauf der Schulenburg 1379 durch Metteke von Varendorf, genannt von der Schulenburg, gelangte die Anlage an Balduin von Knehem. Wilhelm von der Recke erwarb 1561 die Burg von der Familie Knehem, dessen Witwe 1579 Schulenburg an Hermann von Dincklage verkaufte (vgl. Dep 39 a Nr. 46). Danach wurde die Schulenburg bis 1906 zum Stammsitz einer der beiden aus dem Raum Vechta stammenden Familienzweige der v. Dincklage. Während die Dincklage von Schulenburg mehrheitlich dem protestantischen Glauben anhingen, sind die von Dincklage auf dem Gut Campe im Emsland dem Katholizismus zuzurechnen.
Die Schulenburg war ein Lehen des Bischofs von Münster und wurde 1755 von Adam Levin von Dincklage zugunsten eines Gutsgebäudes umgstaltet.
Die Akten (NLA OS Dep 39 b) kamen 1940 als Depositum in das Staatsarchiv Osnabrück. Die Urkunden (NLA OS Dep 39 a) wurden 2013 als Ergänzung dem NLA Osnabrück übergeben und 2024 vom Archivrat Dr. Martin Schürrer vollständig verzeichnet.
Rudolf vom Bruch: Die Rittersitze des Fürstentums Osnabrück, Osnabrück 1930;
Hans Friedrich Georg Julius Sudendorf: Geschichte der Herren von Dincklage, Osnabrück 1842/44
NLA OS Erw B 5 Güter der Familie von Dincklage
LAV-Abteilung Westfalen (ehemals Staatsarchiv Münster): Archiv der von Dincklage-Campe (A 433b)
2 lfd. Regalmeter (94 Archiveinheiten)
Schulenburg (Badbergen) [Wohnplatz]
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Link: https://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b3519