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NLA OS Dep 63 b

Description

Identification (short)

Title

Stadt Meppen

Life span

1374-2009

Fonds data

Short description

Das Archiv der Stadt Meppen ist seit 1970 im Staatsarchiv deponiert.

Custodial history

Der Ort Meppen ist in Anlehnung an eine karolingische Missionszelle und zwei Corveyer Haupthöfe entstanden. Er wird im 9. Jh. als "oppidum" erwähnt, erhielt 945/46 Zoll- und Münz-, Bann- und Marktrechte und entwickelte sich in der zweiten Hälfte des 14. Jh. zur Stadt (Befestigungsprivileg für das Weichbild 1360). Meppen war in der Folgezeit wirtschaftlicher (Emsschifffahrt, Brücken über Ems und Hase) und politischer (Paulsburg, später Festung) Hauptort des münstersches Emslandes und wurde im 19. Jh. Sitz der Amts- bzw. Kreisverwaltung.

Das städtische Archiv wurde im Mai 1970 als Depositum in das Staatsarchiv überführt (Akz. 18/70). Eine erste Ordnung und Verzeichnung der Urkunden und Akten hatte bereits Ende des 19. Jh. stattgefunden. Sie wurde in den Jahren 1939/40 durch Archivrat Dr. Beins und 1952 durch Archivrat Dr. Schröter überprüft und fortgeführt. Dabei sind die alten Registraturschichten als Teilbestände A-E erhalten geblieben. Diesen Gruppen wurde 1970 eine weitere Gruppe F angehängt, die das vor der Deponierung aus den städtischen Registraturen ausgesonderte archivwürdige Aktenmaterial enthält. Diese Gruppe wurde von dem Oberamtmann i.R. Schubert in Meppen verzeichnet.

1996/1997 wurden die vorhandenen Aktentitel mit dem Verzeichnungsprogramm AIDA aufgenommen und um einen Index erweitert. Das vorliegende Findbuch enthält also großenteils noch die überkommenen Aktentitel. Dabei blieben die früheren Registraturschichten auch weiterhin erhalten, d.h. aus A wurde 02 (Altes Reich und Franzosenzeit, bis 1815), aus B wurde 03 (Hannoversche Zeit, 1815-1866), aus C wurde 05 (Preußische Zeit, 1866-ca. 1900), aus D wurde 04 (Armenkolleg Meppen), die Protokolle in E wurden zu einer alle Zeitschichten durchlaufenden Serie in 01 zusammengefügt, und aus F wurde 06 (Ende des Kaiserreichs, I. Weltkrieg, Weimarer Republik und Nationalsozialismus, ca. 1900-1945). Um der

gewachsenen kommunalen Aufgabenvielfalt nach dem II. Weltkrieg Rechnung zu tragen, wurde mit der Klassifikationsgruppe 07 ein weiterer Registraturschnitt in das Jahr 1945 gelegt (Nachkriegszeit und Bundesrepublik Deutschland, 1945ff.). Neu verzeichnet wurden die seit 1992 übernommenen Akzessionen von Dr. Bettina Schmidt-Czaia und weiteren Bearbeiter(inne)n (siehe Bestandsakte).


Literatur und Quellen zur Stadtgeschichte in Auswahl:

Altmeppen-Többen, Hans: Die Geschichte des Kruppschen Schießplatzes und der Wehrtechnischen Dienststelle in Meppen, Meppen 1988

Geschichte der Stadt Meppen. Hrsg. von der Stadt Meppen (Endred.: Regina Holzapfel), Meppen 2006

Meppen in alter und neuer Zeit. 834-1984. Eine Festschrift i.A. der Stadt Meppen zusammengestellt und hg. von Carl Knapstein, Meppen 1983

Meppen im Spiegel historischer Quellen. Hrsg. von Michael Herrmann im Auftr. d. Stadt Meppen, Meppen 2003

Pardey, Karl: Meppen 1750 bis 1826. Geschichten zur Geschichte einer Stadt, Meppen 1992

Pardey, Karl: Meppen 1827 bis 1877. Geschichten zur Geschichte einer Stadt, Meppen 1996

Remme, Stefan: Einwohnerverzeichnis der Stadt Meppen, 3 Teile, in: Emsländische Geschichte 3-5, hg. von der Studiengesellschaft für emsländische Regionalgeschichte, 1993-96

Simon, Hans, Meppen 1946-2001 - die Zeit der Stadtdirektoren. Ein Beitrag zur Meppener Stadtentwicklung, hg. von der Stadt Meppen, Meppen 2007

St. Maria zum Frieden. Meppen-Esterfeld 1945-1995. Geschichte einer Kirchengemeinde und eines Stadtteils, hg. von der Katholischen Kirchengemeinde St. Maria zum Frieden in Meppen-Esterfeld, Meppen 1995

Verfassungsstatut der Stadt Meppen, Meppen 1914

Wenker, Hermann (Bearb.), Meppener Urkundenbuch, Meppen

1902

Information / Notes

Additional information

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Geotagging

Name

Meppen [Wohnplatz]

Time from

1

Time to

1

Region_ID

12302

Level_ID

1