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StadtA WOB G.1.8

Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Nachlass Georg Kugland

Laufzeit

1956-2009

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners

Der herausragende Sportfunktionär und langjährige Bereichsleiter der Volkswagen AG für das Zentrale Tarifwesen wurde 1922 im ostpreußischen Friedland geboren. Nach Abitur und Kriegsdienst durchlief er verschiedene berufliche Stationen und arbeitete mehrere Jahre als Regierungsrat im nds. Vertriebenenministerium. In dieser Funktion kam er 1957 nach Wolfsburg, wo Wohnraum für Flüchtlinge zu schaffen war. Durch Verhandlungen mit Führungskräften des VW-Werkes war man dort auf ihn aufmerksam geworden und gewann ihn für leitende Aufgaben im Personal- und Sozialwesen des Werkes. 1970 übernahm Kugland als Hauptabteilungsleiter das Personal-, Sozial- und Tarifwesen. Nur kurze Zeit später gelang ihm der Aufstieg zum Bereichsleiter für das Zentrale Tarifwesen - eine Position, die er bis 1984 innehatte.

Im sportlichen Sektor engagierte sich Georg Kugland als Vorsitzender des Wolfsburger Ruderclubs, dessen Ehrenvorsitzender er 1979 wurde. Er gehörte zu den Begründern des Stadtsportbundes, den er 20 Jahre leitete (1976-1996). Auf Landesebene fungierte Kugland zeitweise als Vizepräsident des Landessportbundes. Sein umfangreicher Sachverstand war immer gefragt, so beispielsweise als Berater des Präsidenten des VfL Wolfsburg bei der Ausgliederung des Profifußballs in eine wirtschaftlich selbständige GmbH. Er vertrat 5 Jahre den Sport im NDR-Rundfunkrat und ARD-Programmbeirat. Die Interessen von Georg Kugland gingen darüber hinaus, denn z. B. als stellv. Vorsitzender setzte er sich für die Interessengemeinschaft der VW-Aktionäre ein. Zudem war er 11 Jahre Schulelternrats­ Vorsitzender der Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule und stellv. Vorsitzender des Landeselternrates.

Im gesellschaftlichen Leben der Stadt Wolfsburg war besonders von Bedeutung der langjährige Vorsitz Kuglands im Stadtsportbund, der größten Interessengemeinschaft mit über 40.000 Mitgliedern in der Stadt. Er setzte sich für eine vorbildliche Förderung des Breiten­ und Spitzensports ein, die Wolfsburg den Ruf einer "Sportstadt" einbrachten.