NLA HA Celle Or. 100 St. Hülfe

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Urkunden der Kirche St. Hülfe

Laufzeit

1320-1514

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

I. Bestandsinformation:
Die Kirche St. Hülfe in Nutlo, Kirchspiel Drebber, bei Diepholz war vom Ende des 14. Jahrhunderts bis zur Einführung der Reformation 1527 Wallfahrtskirche zum heiligen Kreuz. Die Urkunden lagen früher bei Celle Or. 14.

Akten: Celle Br. 73, 18

II. Umfang:
29 Urkunden, Wasserschäden

III. Erschließung:
EDV-Findbuch 2008

IV. Bemerkungen:
EDV-Erfassung der Urkunden bis 1500 in Vorbereitung.

Bestandsgeschichte

I. Kirchengeschichte

Der Sage nach ist die Kirche St. Hülfe in Nutlo (Nuttlo, Nuttel), Kirchspiel Drebber, Diözese Osnabrück von Karl dem Großen nach seinem Sieg bei Festehusen auf der Drebberhöhe über die heidnischen Sachsen unter Wittekind zum Dank für göttliche Hilfe gestiftet worden. St. Hülfe ist Gott selbst geweiht gewesen.

Die erste urkundliche Erwähnung als St. Hülfe stammt aus dem Jahre 1379. Doch bereits 1320 wird die Kirche erwähnt unter dem Namen St. Kreuz und St. Johann, den Namen St. Kreuz hat sie auch später beibehalten. Im Jahre 1388 erfolgte ein Kapellenneubau, der am Tage nach Fronchleichnam (29.5) von Bischof Diederich von Osnabrück feierlich eingeweiht wurde. Von dieser Zeit an war St. Hülfe ein häufig besuchter Wallfahrtsort. Die große Prozession fand jährlich am Maria Magdalenentag (22.7) zusammen mit einem großen Krammarkt statt. 1527 führte Patroclus Romling die Reformation in St. Hülfe ein, die Wallfahrten hörten auf und 1650 ist die Kirche bereits völlig verschwunden. Die Kirche hatte bedeutendes Vermögen an Grundstücken und Kapital, eine eigene Verwaltung, der sich auch die Grafen von Diepholz bedienten und ein eigenes Kirchensiegel, das Christus am Kreuz mit der Unterschrift 'Sigillum sacro sancte Crucis ecclesie in Nutlo' zeigte (gut erhalten an den Urkunden Nr. 28 und 28/1).


II. Literatur- und Quellenhinweise

Hoogeweg, Hermann, Verzeichnis der Stifter und Klöster Niedersachsens vor der Reformation, Hannover und Leipzig 1908

H.W.H. Mithoff, Kunstdenkmale und Altertümer im Hannoverschen, 5 Bd., Hannover 1878

C.H. Nieberding, Geschichte des ehemaligen Niederstifts Münster, Vechta 1967

Quellen:
Akten zur Klosterreform siehe Celle Br. 49 Nr. 414


III. Bestandsgeschichte

Von den 29 Urkunden des Bestandes wurden Vollregesten angefertigt. Als Kurzregesten sind sie bei Wilhelm von Hodenberg, Diepholzer Urkundenbuch,

Hannover 1842 gedruckt (nachgewiesen als: Diepholzer UB Nr. ). Die Signaturen dieses Bestandes wurden in das in der Dienstbücherei befindliche Exemplar (Bibliothektsignatur Sd 21) eingetragen, unvollständige Daten ergänzt und falsche verbessert.

Hannover, im April 1971
gez. P.

Bardehle

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet