StadtA GOE C 45 MPG

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Description

Identification (short)

Title 

C 45 MPG - Max-Planck-Gymnasium

Life span 

1802-1991

Fonds data

History of creator 

Die Schule erhielt ihren heutigen Namen 1947 am Todestag des Physikers Max Planck (23. April 1858 - 4. Oktober 1947), der kurz nach Ende des 2. Weltkriegs seinen Wohnsitz nach Göttingen verlegt hatte. Sie führt ihre Tradition ebenso wie die Universität auf das 1586 im aufgelösten Paulinerkloster aus Mitteln des Kalandsvermögens eingerichtete Pädagogium zurück.

Nach Gründung der Universität 1733 und vollständiger Übernahme der Pädagogiums-Gebäude durch sie entstand 1734 bis 1736 an anderem Ort (Wilhelmsplatz, Ecke Burgstraße) für die Zwecke des höheren Schulwesens die "Stadtschule", nach einer Schulreform von 1798 als "Große Schule" und ab 1830 als Gymnasium geführt, in dem Abitur-(Maturitäts-)Prüfungen abgelegt werden können.

Durch die Erweiterung des Gebäudekomplexes am Wilhelmsplatz konnten zusätzlich Realklassen für Schulabsolventen ohne Studienberechtigung eingerichtet werden, die 1868 zur "Realschule I. Ordnung", später "Realgymnasium" erhoben wurden. Dieser Schulzweig wurde 1897 aufgelöst, da inzwischen eine Entwicklung zu seiner Verselbständigung (heutiges Felix-Klein-Gymnasium) eingetreten war.

Stetig wachsende Schülerzahlen ließen Überlegungen für einen Neubau aufkommen, der erst nach einem Wechsel der Trägerschaft (vorher städtisch, seit 1877: Königliches Gymnasium) in Angriff genommen werden konnte. Die Schule bezog 1884 ihren heutigen Standort am Theaterplatz. Aus staatlicher Trägerschaft (ab 1919: Staatliches Gymnasium) wurde sie erst 1954 wieder entlassen und in die noch heute bestehende sachliche (nicht personelle) Zuständigkeit der städtischen Verwaltung überführt.

Die vorübergehende Zweckentfremdung als Lazarett während des 2. Weltkriegs hat die Schule ebenso verkraften können wie weitere Umbauten, organisatorisch-personelle Veränderungen, Schulreformen und politisch motivierte Schülerbewegungen in der Zeit danach.

Custodial history 

Das Stadtarchiv hat im Verlauf mehrerer Jahre Teile des Schularchivs des Max-Planck-Gymnasiums übernommen und diese geordnet und verzeichnet. Zunächst wurden die dort lagernden, durch Wasserschäden gefährdeten Karten und Pläne 1989 (Acc. Nr. 965/1989) übernommen und erschlossen (Bestand liegt sowohl in Kartei- wie in Findbuchform vor).

An weiteren Terminen hat das Stadtarchiv archivwürdiges Schriftgut in der Schule ausgesondert (Acc. Nrn. 1105/1992; 1172/1993; 1358/1997; 1554/2001; 2244/2017) und zu diesem Bestand, der ca. 21 lfd. Meter umfaßt, verarbeitet. Die Unterlagen erstrecken sich im wesentlichen über einen Zeitraum von der Einführung der Maturitäts-/Abiturprüfungen 1829 an bis zur 400-Jahrfeier 1986 mit Schwerpunkt im 19. Jahrhundert. Im Bestand sind auch Dokumente der "Realschule I. Ordnung" bzw. des Realgymnasiums enthalten, jedoch wegen der vorhandenen Verflechtungen mit dem eigentlichen Gymnasium nicht gesondert behandelt.

Der Anteil der Abiturprüfungen und -arbeiten (C 45 MPG Nr. 179) an der Überlieferung beträgt etwa 14 lfd. Meter. Sie sind mit Lücken von 1870 bis 1965 im Stadtarchiv vorhanden, jüngere Jahrgänge befinden sich noch in der Schule. Wegen ihres Umfangs wurde in diesem Fall von einer inhaltlichen Erschließung Abstand genommen.

Hervorzuheben sind ferner Materialien zu Jubiläen und Feiern, die im schulischen Rahmen begangen wurden, sowie zu Vereinen und Verbindungen von Lehrern, Schülern und Ehemaligen. Außerdem fand an der Schule zeitweise die Lehrerausbildung statt, ihr Direktor war in Personalunion Leiter des Pädagogischen Seminars. Deshalb schien es gerechtfertigt, die Vorgänge des Pädagogischen Seminars (ca. 1 lfd. Meter) hier in einer besonderen Gruppe zu verarbeiten und keinen eigenen Bestand dafür zu bilden.

Die Ordnungs- und Verzeichnungsarbeiten am Bestand erfolgten im Anschluß an die verschiedenen Akzessionen zwischen 1992 und 1998, das Findbuch wurde 1998 fertiggestellt und 2001 sowie 2017 ergänzt:

8. März 2001: Abiturarbeiten 1947 bis 1950 (Acc. Nr. 1554/2001, ca. 1 lfd. Meter)

15. November 2017: Abiturarbeiten 1951 bis 1965 (Acc. Nr. 2244/2017; 5 lfd. Meter).

Literature 

Henning Hennig u. a.: Max-Planck-Gymnasium. Festschrift zum Jubiläum des ältesten Göttinger Gymnasiums 1586-1986, hg. im Auftrag des Vereins der Freunde des Max-Planck-Gymnasiums e. V., Göttingen 1986 (mit weiteren Literaturhinweisen)
Bibliothekssignatur: Q 44

Siehe Göttingen-Katalog der Archivbibliothek unter "Schul- und Bildungswesen, Gymnasien" (u. a. Jahresberichte, III D 8)

See

Corresponding archival items 

Ergänzend zu benutzen wäre für die Zeit 16. bis Ende 19. Jahrhundert der städtische Bestand des Alten Aktenarchivs; darüber hinaus müssen die Magistratsakten der Alten Hauptregistratur (I D 4 und 5, zweite Hälfte 19. bis Mitte 20. Jahrhundert) sowie nach 1945 die Akten des städtischen Schulverwaltungsamtes beachtet werden. Das Schulverwaltungsamt ist in erster Linie zuständig für die sächliche Ausstattung und Versorgung der Schule (Geräte, Mobiliar etc.). In diesem Bestand finden sich auch - nicht provenienzgerecht - einige wenige ältere Akten aus der zweiten Hälfte des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die das Gymnasium betreffen. Es handelt sich um Magistratsakten (Aktenzeichen I D 5), die eigentlich dem Bestand Alte Hauptregistratur zuzurechnen wären.

Für den Bereich Bauunterhaltung und -maßnahmen kommen neben dem erwähnten Kartenbestand vor allem Unterlagen des Stadtbauamtes, nach 1960 des städtischen Hochbauamtes in Frage. Vom Staatshochbauamt Göttingen hat das Stadtarchiv über den Landkreis Göttingen vier Aktenordner zur baulichen Unterhaltung des Staatlichen Gymnasiums 1931 bis 1951 bekommen (Provenienz: Preuß. Staatshochbauamt bzw. Staatshochbauamt Göttingen, Acc.Nr. 901/1988; Lagerungsort beim Bestand Schulverwaltungsamt).

Information / Notes

Additional information 

Der Bestand wurde mit Hilfe des EDV-Archivprogramms "AIDA" erschlossen. Die Datensätze dieses Bestandes wurden im Mai 2015 von AIDA in die nunmehr verwendete Archivsoftware "Arcinsys" übertragen.