StadtA GOE C 13

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Description

Identification (short)

Title 

C 13 - Dezernat VII

Life span 

1988-2000

Fonds data

History of creator 

Eine in den letzten Jahrzehnten wachsende Sensibilisierung der Bevölkerung für Probleme der Umwelt und die Anforderungen des Umweltschutzes führte zu verstärkten Aktivitäten auf dem Gebiet der Umweltpolitik, die von neu gebildeten Behörden und Institutionen umzusetzen waren.

Nach der Schaffung von Umweltministerien auf Bundes- und Landesebene 1986 beschloß der Rat der Stadt Göttingen am 4. November 1988, die vielfältigen kommunalen Umweltaufgaben in einem Umweltdezernat (Dezernat VII) zu bündeln. Dieses wurde zum 1. Januar 1989 installiert, seine Leitung übernahm im Beamtenverhältnis auf Zeit Dr. Gerhard Cassing. Dem Dezernat wurden folgende Ämter zugeordnet:
- Grünflächenamt (bisher im Baudezernat, Dez. VI),
- Stadtreinigungsamt (bisher im Baudezernat, Dez. VI),
- Gewässerschutzamt (neu seit Januar 1989 durch Ausgliederung von Teilbereichen des Tiefbauamtes),
- Umweltamt (neu ab Mai 1990).

Zum 1. Januar 1997 erfolgte die Umwandlung des Gewässerschutzamtes und des Stadtreinigungsamtes in Eigenbetriebe ("Stadtentwässerung Göttingen" bzw. "Stadtreinigung Göttingen"); Dezernent Dr. Cassing und die jeweiligen Amtsleiter wurden vom Rat zu Werksleitern bestellt.

Der Rat der Stadt Göttingen nahm den Ablauf der 12-jährigen Amtszeit von Dr. Cassing am 31. Dezember 2000 und dessen Eintritt in den Ruhestand zum Anlass, das Umweltdezernat - nicht zuletzt aus finanzpolitischen Erwägungen - aufzulösen. Die zugehörigen Ämter und Betriebe sind auf andere Dezernate verteilt worden (Umweltamt, Stadtentwässerung und Stadtreinigung zum Rechtsdezernat; Grünflächenamt zum Baudezernat).

Innerhalb der Amtszeit von Dezernent Dr. Cassing hat die Stadt eine Vielzahl von Projekten im Umweltbereich verwirklichen und in Angriff nehmen können (u. a. Mülltrennung, Kompostwerk, Kanal- und Kläranlagensanierung, Altlasten, Energieberatung). Dies spiegelt sich teilweise in dem hier vorliegenden, notwendigerweise stark auf die Person des ersten Umweltdezernenten bezogenen. Seine Mitwirkung in Verbänden, Institutionen und Gesellschaften (z. B. Regionalverband Südniedersachsen, Arbeitskreis der Umweltdezernenten/-innen im Niedersächsischen Städtetag, Kompostwerk Göttingen) wird ebenso transparent wie die Teilnahme am Verwaltungsreformprozess der 90er Jahre bei der Stadtverwaltung Göttingen.

Custodial history 

Doppelüberlieferung kann bei dem hier archivierten Schriftgut nicht ausgeschlossen werden, wie andererseits auch spätere Ergänzungen des Bestands möglich sind: ein Teil der gesichteten und für archivwürdig befundenen Unterlagen ist im Zuge der Abwicklung des Dezernats an die zuständigen Fachämter bzw. Eigenbetriebe übergeben worden (ca. 1 lfd. m.). In einem Aktenverzeichnis des Umweltdezernats sind die entsprechenden Positionen ebenso wie kassierte Akten kenntlich gemacht (s. Verwaltungsakte 2.2.05/Dez. VII).

Von ca. 20 im Umweltdezernat bewerteten lfd. m. Schriftgut sind etwa 7 lfd. m. in das Archiv übernommen (Acc. Nr. 1542/2000); darunter befinden sich wiederum 4 lfd. m. Protokolle, die vom Aktenbestand getrennt und den Protokollsammlungen zugeführt sind (Umweltausschuss, Werksausschuss im Original; Ortsräte Groß Ellershausen/Hetjershausen/Knutbühren und
Elliehausen/Esebeck in Kopie, Dr. Cassing war hier zuständiger Dezernent).

So verbleiben etwa 3 lfd. m. Akten, die zu diesem Bestand formiert sind und die gesamte Amtszeit Dr. Cassings umfassen. Sie sind mit Hilfe des EDV-Verzeichnungsprogramms AIDA zum Findbuch verarbeitet, das mit einem Index versehen ist. In jedem Fall ist bei einer Benutzung unter sachthematischen Gesichtspunkten die Überlieferung der genannten Fachämter und Betriebe hinzuzuziehen.

Göttingen, Juni 2001

Literature 

10 Jahre Umweltdezernat der Stadt Göttingen, "Modernisierung der Umweltdienste", hg. von der Stadt Göttingen - Umweltdezernat -, Göttingen, März 1999

Privatisierung wäre "fatale Fehlentscheidung", Interview mir Dr. Gerhard Cassing zur Auflösung des Umweltdezernats, Göttinger Tageblatt vom 30. Dezember 2000

Information / Notes

Additional information 

Der Bestand wurde 2001 mit Hilfe des EDV-Archivprogramms "AIDA" erschlossen. Die Datensätze dieses Bestandes wurden im Mai 2015 von AIDA in die nunmehr verwendete Archivsoftware "Arcinsys" übertragen.