NLA HA Cal. Or. 100 Weende

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Urkunden des Klosters Weende

Laufzeit 

(1162) 1180-1613

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Urkundenbestand des 1162 in Nikolausberg errichteten, zwischen 1180 und 1184 nach Weende bei Göttingen verlegten Augustiner-Chorfrauenstifts, das Ende des 16. Jahrhunderts aufgehoben wurde. Ein Teil der Urkunden von 1547 bis 1621 befindet sich im NLA am Standort Wolfenbüttel.

Beschreibung 

Die üblichen Titelaufnahmen sind hier um die für das UB Weende transkribierten Urkundentexte selbst sowie zu deren Erschließung um die auf Personen und Orte bezogenen Indexbegriffe ergänzt worden; auch die Indexbegriffe zu den Siegelführern der erhaltenen Siegel sind aufgeführt. Sofern der Text zu lang für das Titelfeld ist, wird er im Enthält-Feld fortgesetzt. Außerdem sind ausführliche Angaben zur Beschreibung des Stückes (mit Druck-, Regesten- und Abschriftennachweisen) aufgenommen. Durch die mit dem Verzeichnungsprogramm verbundenen Einschränkungen kann der Text allerdings nicht wie im Druck dargestellt werden: hochgestellte Fußnoten werden nach einem Leerzeichen auf der Zeile wiedergegeben, hochgestellte Buchstaben ebenfalls auf der Zeile, bei übergeschriebenen Buchstaben nach einem Schrägstrich (/), e caudata als "e/,". Querverweise sind auf die Signaturen (statt der laufenden Nummern des Urkundenbuchs) umgestellt. Diese Form der Darstellung ersetzt nicht die Benutzung des gedruckten Urkundenbuchs, doch es erleichtert einen schnellen Überblick über den gesamten Inhalt einer Urkunde und eröffnet umfangreiche neue Recherchemöglichkeiten.

Stand: August 2015

Geschichte des Bestandsbildners 

Das Augustiner-Chorfrauenstift St. Nikolaus in Weende, heute Stadt Göttingen, hat seinen Anfang im nahegelegenen Nikolausberg genommen, von wo es um das Jahr 1180 ins Leinetal verlegt wurde. Wolfram erscheint 1180 noch als Propst in Adelradeshusen, wie der Ort hieß, bevor man seinen Namen von der dortigen Nikolaikirche ableitete, und ist 1184 erstmals als Propst in Weende bezeichnet. Die Gründungslegende will die Anfänge des Stifts ins 11. Jahrhundert verlegen, wahrscheinlicher ist jedoch die Entstehung und erste Ausstattung nur wenige Jahrzehnte vor der Verlegung. Die dort beschriebene, zeitweilige Abhängigkeit von Stift Fredelsloh ist durch Urkunden nicht belegt, erscheint aber möglich. Die Verbindung zur Kirche in Nikolausberg, die besonders im 15. Jahrhundert als Wallfahrtskirche für den Raum Südniedersachsen/Nordhessen einige Bedeutung besaß, blieb in der Folgezeit bestehen, und später wurden dem Stift auch die Pfarrkirchen in Weende (1260/67) und Obernjesa (1284/87) inkorporiert. Zugleich gelang es dem Stift, in Weende neben dem Zehnten auch umfangreichen Besitz zu erlangen, sodass es dort zu den größten Grundeigentümern gehörte - weitere Güterkonzentrationen lassen sich bei dem Vorwerk in (+)Reinoldeshusen, heute Reinshof, und in Nikolausberg feststellen.

Der Mainzer Erzbischof, zu dessen Diözese das Stift gehörte, legte die Zahl der aufzunehmenden Stiftsfrauen im Jahr 1252 auf 38 fest, wenige Jahrzehnte später wurde sie auf 40 erhöht. Nur vereinzelt sind ihre Namen überliefert - teils gehörten sie dem Adel des Umlandes an, teils der bürgerlichen Oberschicht in Göttingen. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde der Einfluss, den der Erzbischof von Mainz auf das Stift Weende besaß, durch die einsetzende welfische Landesherrschaft zurückgedrängt.

Fortan empfing das Stift nicht nur herzogliche Schenkungen und Vergünstigungen, sondern war auch finanziellen Forderungen und hoheitlichen Einflussnahmen durch die Landesherren ausgesetzt. In diese Zeit fällt wohl auch die Urkundenfälschung zum Jahr 1189, mit der das Stift u.a. offenbar die Vogtfreiheit erreichen wollte, während eine 1196 ausgestellte Urkunde des Erzbischofs von Mainz nur von einem Vorschlagsrecht für einen durch ihn zu bestellenden Prokurator oder Defensor spricht.

In den Jahren 1462 und 1501 wurden im Stift mit herzoglicher Zustimmung Reformen durchgeführt. Mit der Einführung der Reformation im Jahr 1542, als die Calenberger Stifte und Klöster durch Visitatoren bereist und das Stift Weende im Beisein der Herzogin Elisabeth der neuen Ordnung zugeführt wurde, löste ein landesherrlicher Klosterverwalter den bisherigen Propst ab. Während die neue Lehre noch nicht dauerhaft eingeführt blieb, sondern auf Widerstand bei den Stiftsfrauen stieß und das Stift nicht nur nach dem Übertritt Herzog Erichs II. zum katholischen Glauben, sondern auch 1629-1632 nochmals rekatholisiert wurde, war der wirtschaftliche Zugriff auf das Stiftsvermögen von Dauer. Zunächst hatte das Stift jedoch unter Übergriffen während des Dreißigjährigen Krieges zu leiden.

Mit der Heranziehung zur Ausstattung der Universität Helmstedt im Jahr 1629, gemeinsam mit den Klöstern Mariengarten und Hilwartshausen, und später zur Finanzierung der Universität Göttingen begann, was in den als Sondervermögen verwalteten Klosterfonds und die im 19. Jahrhundert errichtete Klosterkammer als gesonderter Behörde mündete; spätestens mit dem Tod der letzten Stiftsfrauen (nach 1640) hatte der Konvent aufgehört zu bestehen und war nur noch das sogenannte Klostergut Weende als Wirtschaftsbetrieb übrig (vgl. den Bestand NLA HA, Hann. 301, 13).

In den Urkunden, aber auch in der Literatur wird das Stift oft als Kloster Weende angesprochen, obwohl es sich jedoch streng genommen um ein Stift handelt, daher ist hier die Bezeichnung entsprechend gewählt.
(vgl. Einleitung zum UB Weende)

Stand: Juli 2014

Bestandsgeschichte 

Zugleich mit der Visitation bei Einführung der Reformation ließ Herzogin Elisabeth von den Urkunden der calenbergischen Klöster Regesten anfertigen. Den Zugriff auf die Urkunden musste sich der landesherrliche Klosterverwalter mit Domina und Schaffnerin teilen. Während des Dreißigjährigen Krieges, seit 1625, wurden die Urkunden im Haus des Stifts in der Weender Straße in Göttingen im Zimmer der Domina verwahrt. Dies ist der Grund, den der Verwalter Heinrich Hornhardt dafür anführt, dass er den herzoglichen Aufforderungen vom 27. März und 22. Oktober 1628, die Urkunden ohne Wissen der Domina nach Wolfenbüttel oder Einbeck zu schicken, nicht nachkommt. Nachdem die Klöster Hilwartshausen, Mariengarten und Weende im März 1629 der Universität Helmstedt zum finanziellen Unterhalt übertragen worden waren, wurde offenbar die Einsendung der Urkunden nach Helmstedt durchgesetzt. Am 12. August 1629 quittiert dann die Registratur in Wolfenbüttel dem Helmstedter Professor Johann Lueders den Empfang von zwei verschlossenen Laden und zwei versiegelten Säcken mit den Urkunden der Klöster Weende, Mariengarten und Hilwartshausen, die der Universität zukünftig "gegen einlieferung dieser recognition [...] hinwieder außgefolget werden sollen."

Noch im 17. Jahrhandert gelangten die Urkunden in Folge der letzten welfischen Teilung nach 1635 von Wolfenbüttel ins Archiv nach Hannover, wo sie zum Jahr 1661 nachzuweisen sein sollen. Sie bildeten hier den Bestand Cal. Or. Arch. Des. 45, dessen Unterbringung im Neubau des Archivs nach 1725 zunächst in den Schränken 37 bis 39 vorgesehen war. Wie die alten Archivsignaturen zeigen, war der Bestand später in Schrank 28 in der zweiten Kammer eingelagert.

Der Bestand Cal. Or. 100 Weende des Stiftsarchivs, der heute im Magazin Pattensen lagert, umfasst die laufenden Nummern 1 bis 363 aus den Jahren 1166 bis 1613, wobei fünf Nummern (Nr. 44/1, 133/1, 225/1, 232/1, 258/1) eingeschoben sind und zwei Nummern (Nr. 83, 114) fehlen. Von diesen sind unter Berücksichtigung der zeitlichen Begrenzung bis 1542 im Urkundenbuch Weende 347 Urkunden abgedruckt. Die Urkunden haben durch das Leinehochwasser von 1946 zum Teil erheblich gelitten und mussten bis 1950 wieder neu geordnet werden. Die notwendige Restaurierung der Stücke wurde 1967 in der Werkstatt des Hauptstaatsarchivs begonnen und 1999 fortgesetzt unter Überarbeitung der bereits zuvor behandelten Urkunden. In manchen Fällen hat dies durch das Ablösen von der Leinwand, auf die einzelne Urkunden aufgezogen waren, dazu geführt, dass die alte Archivsignatur, wie sie aus dem Findmittel von Hubert Höing in die Beschreibung übernommen wurde, inzwischen nicht mehr erhalten ist. Die ursprüngliche Ordnung nach Ortsbetreffen spiegelt sich in den auf der Rückseite der Urkunden in Quadrangeln notierten Nummern, mit denen noch die in der Revision von 1816/18 und in späteren Editionen gemachten Angaben korrespondieren. Die Neuordnung in chronologischer Reihenfolge geht auf Richard Doebner zurück, der im Oktober 1880 für die "Regestierung von 332 Originalurkunden des Closters Weende" sorgte. Das damals erstellte Repertorium ist bei dem Brandbombenangriff 1943 verbrannt. Hubert Höing fertigte 1993 ein vorläufiges Findmittel (mit Transkriptionen der Urkunden bis zum Jahr 1519), das die Grundlage für die Edition des Urkundenbuchs bildete.
(vgl. Einleitung zum UB Weende)

Stand: Juli 2014

Enthält 

Fondsedition:
Urkundenbuch des Stifts Weende, bearbeitet von H. Krösche nach Vorarbeiten von H. Höing, Hannover 2009. (Signatur der Dienstbibliothek in Hannover: BS VI 151 bzw. Se 60,1) - Nachgewiesen als: UB Weende.

Drucke und Regesten sind bei den jeweiligen Urkunden mit folgenden Bezeichnungen nachgewiesen:

Böhme, Weende
E. Böhme/M. Scholz/J. Wehner: Dorf und Kloster Weende von den Anfängen bis ins 19. Jahrhundert. Göttingen 1992.

Th. Frenz: Papsturkunden des Mittelalters und der Neuzeit (Historische Grundwissenschaften in Einzeldarstellungen 2). Stuttgart 1986.

Gatz 1
E. Gatz (Hrsg.): Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1198 bis 1448. Ein biographisches Lexikon. Berlin 2001.

Grotefend
C. L. Grotefend: Beiträge zur Geschichte der Hannoverschen Klöster der ehemaligen Mainzer Diözese. In: ZHistVNdSachs, 1858, S. 141-175 (Weende und Nikolausberg ab S. 156).

Hann. gelehrte Anzeigen 1753
Einige Nachrichten von dem Grafen Theoderico von Wirten, Markgraf Albrecht des Bären Sohn. In: Hannoverische Gelehrte Anzeigen vom Jahre 1753. Sammlung kleiner Ausführungen aus verschiedenen Wisschenschaften [...] der im Jahre 1753 wöchentlich ausgegebenen Hannoverschen Anzeigen. Band 3 (1754), 94-96. Stück, Sp. 1393-1432.

May, Erzdiözese Mainz
G. May, Die Organisation von Gerichtsbarkeit und Verwaltung in der Erzdiözese Mainz vom hohen Mittelalter bis zum Ende der Reichskirche, 2. Band: Die Kommissariate (Quellen und Abhandlungen zur mittelalterlichen Kirchengeschichte 111). Mainz 2004.

Mainzer UB 2, 2
P. Acht: Mainzer Urkundenbuch, Bd. 2, 2: 1176-1200. Darmstadt 1971.

Regesta Thuringiae II, III, IV
O. Dobenecker: Regesta diplomatica necnon epistolaria historiae Thuringiae Bd. 2 (1152-1227), Bd. 3 (1228-1266), Bd. 4 (1267-1288). Jena 1900-1939.

Regesten Ebf Mainz I, 1
Regesten der Erzbischöfe von Mainz von 1289-1396, 1. Abteilung, Bd. 1: 1289-1328, bearb. von E. Vogt. Leipzig 1913 (Fotomechanischer Nachdruck 1970). 1. Abteilung, Bd. 2: 1328-1353, bearb. von H. Otto. Darmstadt 1932-1935 (Neudruck Aalen 1976). Namensverzeichnis von W. Kreimes. Darmstadt 1958.

Rep. Germ. VI
J. F. Abert/W. Deeters: Verzeichnis der in den Registern und Kameralakten Nikolaus V. vorkommenden Personen, Kirchen und Orte des Deutschen Reiches, seiner Diözesen und Territorien 1447-1455. 2 Bände. Tübingen 1985.

Rep. Germ. VIII, 1
D. Brosius u.a.: Verzeichnis der in den Registern und Kammeralakten Pius II. vorkommenden Personen, Kirchen und Orte des Deutschen Reiches, seiner Diözesen und Territorien 1458-1464. 1. Teil: Text, 2. Teil: Indices. Tübingen 1993.

Scheidt, Adel
Ch. L. Scheidt: Historische und diplomatische Nachrichten von dem hohen und niedern Adel in Teutschland [...] Hannover 1754.

Scheidt, Mantissa
Ch. L. Scheidt: Mantissa documentorum, wodurch die historischen und diplomatischen Nachrichten von dem hohen und niedern Adel in Teuschland [...] erwiesen werden. Hannover 1755.

Schwarz, Papsturkunden
B. Schwarz: Die Originale von Papsturkunden in Niedersachsen 1199-1417, Vatikanstadt 1988.

Schwarz, Regesten
B. Schwarz: Regesten der in Niedersachsen und Bremen überlieferten Papsturkunden 1198-1503 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen XXXVII, 15). Hannover 1993.

Schwennicke, Plesse
D. Schwennicke: Zur Genealogie der Herren von Plesse. In: Burgenforschung in Südniedersachsen, hrsg. v. P. Aufgebauer. Göttingen 2001, S. 113-124.

Spilcker
B. Ch. v. Spilcker: Nachrichten von dem Kloster Weende bei Göttingen. In: Neues Vaterländisches Archiv Jahrgang 1824, S. 113-143 u. 255-279.

Stumpf, Acta Maguntina
K. F. Stumpf: Acta Maguntina saeculi XII: Urkunden zur Geschichte des Erzbisthums Mainz im zwölften Jahrhundert. Innsbruck 1863.

UB Boventen
J. Dolle: Urkundenbuch zur Geschichte der Herren von Boventen (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen XXXVII, 16). Hannover 1992.

UB Eichsfeld
A. Schmidt: Urkundenbuch des Eichsfeldes, Teil 1 (Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und des Freistaates Anhalt N.R. 13). Magdeburg 1933.

UB Fredelsloh
M. Hamann: Urkundenbuch des Stifts Fredelsloh (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen XXXVII, 6). Hildesheim 1983.

UB Göttingen I, II, III
G. Schmidt: Urkundenbuch der Stadt Göttingen, Band 1: bis 1400, Band 2: 1401-1500, Band 3: bis 1533. Hannover/Göttingen 1863-1881.

UB Grubenhagen
G. Max: Urkundenbuch zur Geschichte des Fürstenthums Grubenhagen. Hannover 1863.

UB Hochstift Hildesheim I
K. Janicke: Urkundenbuch des Hochstifts Hildesheim und seiner Bischöfe, Teil 1: bis 1221 (Publicationen aus den K. Preußischen Staatsarchiven 65). 1896 (Neudruck Osnabrück 1965).

UB Hochstift Hildesheim III, VI
H. Hoogeweg: Urkundenbuch des Hochstifts Hildesheim und seiner Bischöfe, Teil 3: 1260-1310 (Quellen und Darstellungen zur Geschichte Niedersachsens 11). Hannover/Leipzig 1903; Teil 6: 1370-1398 (Quellen und Darstellungen zur Geschichte Niedersachsens 28). Hannover 1911.

UB Mariengarten
M. v. Boetticher: Urkundenbuch des Klosters Mariengarten (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen XXXVII, 8). Hannover 1987.

UB Plesse
J. Dolle: Urkundenbuch zur Geschichte der Herren von Plesse (bis 1300) (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen XXXVII, 26). Hannover 1998.

UB St. Walkenried
C. L. Grotefend: Die Urkunden des Stiftes Walkenried aus den Originalen des Herzogl. Braunschw. Archivs zu Wolfenbüttel u. sonstigen Quellen für den historischen Verein für Niedersachsen zusammengestellt. Band 2,1: bis 1400. Hannover 1855.

UB Uslar-Gleichen
H. Frh. v. Uslar-Gleichen: Urkundenbuch der Freiherren v. Uslar-Gleichen 1011-1965. Urkunden zur Familiengeschichte der Freiherren v. Uslar-Gleichen. Dokumente Band 1: kurz gefasste und kurze Dokumente. Bremen 2000.

UB Weende
Urkundenbuch des Stifts Weende, bearbeitet von H. Krösche nach Vorarbeiten von H. Höing, Hannover 2009.

Westfälisches UB IV
R. Wilmans/H. Finke: Die Urkunden des Bisthums Paderborn vom J. 1201-1300 (Westfälisches Urkundenbuch 4). Münster 1877-1894.

Nachweis abschriftlicher Überlieferung:

NLA HA, Cop. III, 6: Auslaufregister bzw. Kopialbuch Herzog Otto Cocles', um das Jahr 1400 angelegt und bis 1463 fortgeführt.

Kotzebue
NLA, StO Wolfenbüttel, VII C HS 2: Das Manuskript Christian Ludwig Kotzebues Antiquitates Weendenses aus dem Jahr 1698 enthält zunächst auf fol. 1-35 eine lateinische Beschreibung der Stiftsgeschichte mit neun Urkundenabschriften (zitiert: Kotzebue fol.); darauf folgt auf fol. 36-59 ein Anhang (Tabulae et documenta monasterium Weendense concernentia numero CXL) mit 140 vor allem Urkundenregesten, aber auch elf Urkundenabschriften.

Gruber I und II
SUB Göttingen, 2° Hist. 1 XXX fol. 74 - XXXI fol. 86: Nachlass des Bibliothekars Daniel Gruber aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts (Gruber I für Hist. 1 XXX und Gruber II für Hist. 1 XXXI).

Gruber III
GWLB Hannover, MS XXIII Nr. 801: Konvolut von 73 Blatt mit insgesamt 55 Urkundenabschriften, davon 47 in den Zeitraum bis 1542 fallend, die offenbar ebenfalls aus dem Nachlass Grubers stammen.

Gruber IV
GWLB Hannover, MS XXIII Nr. 833: Osterodana aus dem Nachlass von Gruber.

Hodenberg
NLA, StO Hannover, Dep. 37 S Nr. 213: Im Bestand der Lüneburger Ritterschaft befinden sich zwei Konvolute mit Urkundenabschriften aus einem heute verlorenen Kopiar, z.T. nach den Originalen verglichen, die im Auftrag Wilhelm von Hodenbergs Mitte des 19. Jahrhunderts für sein geplantes Göttinger Urkundenbuch als Teil des unvollendet gebliebenen Calenberger Urkundenbuchs angefertigt wurden.

FB
NLA HA, Findbuch zum Bestand Cal. Or. 100 Weende: Das von Hubert Höing zum Bestand Cal. Or. 100 Weende gefertigte Findmittel mit Transkription der Urkunden bis zum Jahr 1519.

Literatur 

H. Krösche, Artikel Weende, in: Niedersächsisches Klosterbuch. Verzeichnis der Klöster, Stifte, Kommenden und Beginenhäuser in Niedersachsen und Bremen von den Anfängen bis 1810, hrsg. von J. Dolle, Teil 3: Marienthal bis Zeven (Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen Band 56,3), Bielefeld 2012, S. 1498-1505.

E. Böhme/M. Scholz/J. Wehner: Dorf und Kloster Weende von den Anfängen bis ins 19. Jahrhundert. Göttingen 1992.

Übersicht über die Bestände des Niedersächsischen Staatsarchivs in Hannover. Bd. 1, bearb. von C. Haase und W. Deeters (Veröffentlichungen der Niedersächsischen Archivverwaltung 19). Göttingen 1965, S. 38-39.

Findmittel 

EDV-Findbuch 2014

Siehe

Korrespondierende Archivalien 

Aktenüberlieferung: Cal. Br. 7 Nr. 1668-1778; Hann. 94 Nr. 7801-7926.
Niedersächsisches Landesarchiv, Standort Wolfenbüttel: Bestand 137 Urk (Urkunden von 1547 bis 1621).

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M. 

367 Urkunden, Wasserschäden

Bearbeiter 

Dr. Hubert Höing (1993)
Hildegard Krösche (2010, 2014, 2015)

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Ja