LkAH D 57

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Description

Identification (short)

Title 

Ephoralarchiv Wittmund

Life span 

1708-1976

Fonds data

Custodial history 

Für das seit 1744 zu Preußen gehörende Ostfriesland wurde im April 1766 eine Inspektionsordnung erlassen, die sich schon in den alten preußischen Landesteilen als Ausführungsinstrument landesherrlichen Kirchenregiments bewährt hatte. Nach dem ersten Kapitel dieser Ordnung sind die lutherischen Kirchengemeinden Ostfrieslands und Harlingerlands in - zunächst - acht Inspektionen oder Aufsichtsbezirke eingeteilt worden. Geleitet wurde jede Inspektion von einem zum Inspektor ernannten Pastor aus dem jeweiligen Inspektionsgebiet, der nach 1806 Superintendent genannt wurde.

Die 8. lutherische Inspektion, der spätere Kirchenkreis Wittmund, wurde 1766 aus den Gemeinden Asel, Berdum, Blersum, Burhafe, Buttforde, Eggelingen, Funnix und Wittmund gebildet. 1776 vergrößerte die Neugründung Carolinensiel das Inspektionsgebiet. [1819] wechselten die Kirchengemeinden Ardorf aus der 1. und Leerhafe aus der 4. in die 8. Inspektion Wittmund, während die Kirchengemeinde Wilhelmshaven von ihrer Gründung 1886 bis zu ihrem Wechsel in die Ephorie Reepsholt 1915 der Inspektion angehörte. Die Zusammensetzung der Inspektion, deren Sitz immer Wittmund war, veränderte sich bis zur Vereinigung mit dem Kirchenkreis Reepsholt zum Kirchenkreis Wittmund am 1. Juli 1965 nicht mehr. Um die Reepsholter Gemeinden vergrößert ging der Kirchenkreis dann Anfang 1974 in die Fusion mit dem Kirchenkreis Esens zum Kirchenkreis Harlingerland.

Das Archiv des ehemaligen Kirchenkreises Wittmund in den Grenzen vom Juni 1965 liegt als abgeschlossener Bestand vor: Wie bei anderen Ephoralarchiven aus Ostfriesland ist die Repositur wenig umfangreich. Neben den Generalakten finden sich Spezialakten für die zur Inspektion gehörenden Kirchengemeinden (Ausnahme: Wittmund), die zeitlich meist nach der Inspektionsbildung beginnen. Akten und weitere Unterlagen zu Wilhelmshaven sind nicht vorhanden. Hervorzuheben sind noch das Inspektionsprotokollbuch und entsprechende Bücher für alle Kirchengemeinden außer Wittmund. Die Schriften wurden sofort nach Errichtung der Inspektion 1766 angelegt und sind im Handschriftenbereich verzeichnet.

Landgerichtsrat Lorenz hat das Ephoralarchiv 1948 in Wittmund geordnet und in einem Findbuch verzeichnet, welches später mehrmals aktualisiert worden ist. Nach Bildung des Kirchenkreises Harlingerland mit Sitz in Esens ist auch das Ephoralarchiv Wittmund 1974 nach dort verlegt und verwahrt worden. Im April 2009 erfolgte aus Platzmangel die Deponierung im Landeskirchlichen Archiv Hannover.

Literatur:
Ergänzende Bestände: A 6 (Pfarrbestellungsakten), A 8 (Corpora bonorum), A 12d (Generalsuperintendentur Aurich), D 53 (Ephoralarchiv Reepsholt), D 54 (Ephoralarchiv Esens), L 5i (Landessuperintendentur Aurich)

Further information (fonds)

Size in m 

7,5

Information / Notes

Additional information 

Abgeschlossen: ja

vollständig verzeichnet