NLA BU Orig. 3

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Hessische Grafschaft Schaumburg, Urkunden

Laufzeit 

1632-1842

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Abteilung: Urkunden.
Inhalt: Urkunden der Hessischen Grafschaft Schaumburg betr. Ritterschaft, Landtagsabschiede, Kloster Obernkirchen, Städte, Kirchen und Schulen, Lehen, Verträge u.a.m.
Umfang: 235 Stück.
Erschließung: Findbuch, EDV

Bestandsgeschichte 

Der Bestand (Schb.) Orig. 3 ist eine künstlich nach dem 2. Weltkrieg (1939 - 1945) zusammengefügte Sammlung; sie enthält die vom Staatsarchiv Marburg abgegebenen Urkunden betreffend den nach der Teilung der Grafschaft Schaumburg 1647 an Hessen-Kassel gefallenen Anteil und einen Bestand aus dem Staatsarchiv Hannover "Schaumburgische, später hessische Aktivlehen in Hannover". Der Bestand setzt sich demnach aus folgenden 2 Teilen zusammen:

1.) Die nach der Aufteilung des Schaumburger Samtarchivs 1870/73 im Staatsarchiv Marburg aufbewahrten Urkunden.
Sie wurden 1939 von Marburg im Zuge einer Archivalienbereinigung unter den preußischen Staatsarchiven an Hannover abgegeben. Die Ablieferung umfaßte sowohl Urkunden aus der Zeit vor wie nach der Teilung der Grafschaft (1640/47). Bei der Aufarbeitung der Schaumburger Urkunden durch Dr. Engel im Jahre 1955 wurden sie mit den aus Bückeburg (Schaumburg-Lippe) gekommenen Originalen wieder vereinigt und bildeten hinfort den Bestand "(Schb.) Orig. 1 C". Dabei wurden die hessischen Urkunden vor 1648 in das Schema des alten Samtarchivs eingegliedert, während diejenigen aus der Zeit nach der Teilung zwar im Sonderband C in Regesten erfaßt wurden, aber ohne eigene Signatur blieben.

2.) Neben diesem aus Marburg gekommenen Bestand lag im Staatsarchiv Hannover ein Fonds "Schaumburgische, später hessische Aktivlehen in Hannover" (Cal. Or. 6a C). Dieser Bestand (jetzige Abteilung L b) wurde zusammen mit zwei kleineren Ablieferungen des Staatsarchivs Marburg (die jetzigen Abt. Da u. Dc) als "(Schbg.) Orig. 3 " aufgestellt.
Die Lehnsurkunden (Abt. L b) haben 1946 während der Leine-Hochwasserkatastrophe im Staatsarchiv Hannover schwerste Schäden erlitten und sind entweder größtenteils oder aber ganz unleserlich geworden. Am besten erhalten blieben die Pergamenturkunden des 17. Jh. und die Papierurkunden des 19. Jh. Diejenigen des

18 Jh. sind ausnahmslos verdorben, weil sich die Kalkschicht (also die Schreibschicht) vom Pergament gelöst hat und als kleinste Teilchen abfällt.
Die im Repertorium festgehaltenen Daten sind größtenteils aus den Rückvermerken zusammengetragen. Oftmals blieb nichts anderes übrig als Fragezeichen zu machen, weil einerseits gar nichts mehr zu lesen war, ich mich aber andererseits scheute, die Pergamente auszusortieren und zu vernichten. Die wörtliche Überlieferung dieser Urkunden dürfte für alle Zeiten verloren sein.
Soweit nichts anderes vermerkt ist als Aussteller und Empfänger, handelt es sich immer um den zuletzt aufgeführten Lehnskomplex.

Durch die Neuverzeichnung sollten die Urkunden des Hessischen Teils als Einheit erfaßt werden, um so einen Überblick über die Überlieferung aus der Zeit nach der Teilung der Grafschaft aus diesem Raum zu bekommen. Dabei wurde die von Dr. Engel 1955 gewählte Aufgliederung beibehalten.

Die Vorurkunden dieses Bestandes liegen im Bestand Orig. 1.

Bückeburg, im November 1967 gez. Lathwesen

Das maschinenschrifltiche Findbuch wurde im Mai 2011 von Edith Winkelhake in die EDV eingegeben. Nicht identifiziert wegen starker Beschädigung sind die Nummern: Lb 26, 28, 34, 52, 65, 79, 80, 81, 93, 99 und 100.

Bückeburg, im Juli 2011 Dr.

Brüdermann

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Ja

abgeschlossen