StadtA RHE Neues Archiv

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Description

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Title 

Neues Archiv der Stadt Rheine (1813 - 1945)

Fonds data

Custodial history 

Archiv der Stadt Rheine an der Ems

Neues Archiv - Altregistraturen 1816 - 1930 bzw. 1935

Vorbemerkung:
Durch das Hochwasser der Ems im Februar 1946 erlitten die
auch während der Kriegszeit (1939-1945) im Keller des
Rathauses verbliebenen Akten der städtischen
Altregistraturen (geheftete Akten) des 19./20. Jhs. zumeist
starken Feuchtigkeitsschaden. Da die städtischen
Verwaltungsstellen zu jener Zeit infolge der Kriegsschäden
am und im Rathaus im Waisenhaus untergebracht waren, fand
man im ersten Stock des Gebäudes genügend Platz, um die
durchnäßten bzw. angeschimmelten Altakten zur Durchlüftung
auf dem Boden auszulegen. Ende 1946 zogen die städtischen
Dienststellen ins wiederhergestellte Rathaus zurück. Zuvor
hatte man die getrockneten Altakten im Kellerflur des
Rathauses untergebracht, da ein zweckmäßigerer Raum nicht
zur Verfügung stand. Die gleichfalls stark
wassergeschädigten Archivalien (Altes Archiv) lagerten
damals noch zur Durchlüftung und Austrocknung auf dem
Dachboden der Städtischen Sparkasse. Zwecks besserer und
endgültiger Unterbringung des Archivs und der dem Archiv
zuzuführenden Altakten erwog die Stadtverwaltung die
Einrichtung eines Archivraumes im Erdgeschoß des
wiederherzustellenden Falkenhofes. Die Durchführung der dazu
erforderlichen Bauarbeiten stand jedoch noch in weiter
Ferne. Man entschloß sich daher, als es im Januar 1952 zur
Anmietung des ehemals als Bankgebäude (später Verwaltung der
"Arbeitsfront") dienenden Hauses Poststraße 26 als
zusätzliches städtisches Verwaltungshaus kam, im
Kellergeschoß dieses Gebäudes einen Archivraum einzurichten.
Nach Fertigstellung wurden dorthin zunächst die Bestände des
Alten Archivs gebracht. Im August und September 1952 sowie
im Januar 1953 führte Unterzeichneter dort die Säuberung,
Überprüfung und Ordnung der Archivalien durch (vgl. die
Archivgeschichtliche Einleitung im neuen Repertorium zum
Alten Archiv). Im Juli 1953 erfolgte die Säuberung der durch
das infolge des Hochwassers stark in den

Kellerraum
gedrängte Kanalisationsgewässer bis ins Innere hinein
verschmutzten und teilweise übelriechenden Akten sowie die
Verzettelung der aus den Registraturen des 19./20. Jhs. (bis
1912 bzw. 1935) noch vorhandenen Stücke. Das anschließend
unter Zugrundelegung der Alt-Signaturen angelegte
vorliegende Verzeichnis der nunmehr dem Archiv zugeführten
Aktenbestände erfaßt die Alt-Registratuen:
A. Registratur der Stadt Rheine, Allg. Verwaltung, 1816 -
1912,
B. Registratur der städtischen Verwaltung Rheine, 1816 -
1912,
C. Registratur der Stadt Rheine, 1912 - 1930,
D. Registratur der Stadt Rheine (Polizei- und
Aufsichtswesen), 1813 - 1935
E. Akten des Standesamtes Rheine,
F. Akten aus fremden Registraturen (a) Gymnasialkuratorium
Rheine, b) Steinfurter Kreisregistratur, c) Registratur der
Regierung Münster).

Vermißt werden insbesondere die Ratsprotokolle. Im sog.
Alten Archiv befinden sich neben den Ratsprotokollen des 17.
und 18. Jhs. (ab 1625 fast lückenlos) aus dem 19. Jh.
lediglich die Protokollbücher der Jahre 1800 bis 1809, im
Vorzimmer des Stadtdirektors die Protokolle 1914 bis 1938
und ab 1945. Es fehlen somit die Ratsprotokolle 1810 bis
1913 und 1939 bis 1944. Auch sonst weisen die in ihrer
ursprünglichen Signaturfolge wiederhergestellten
Altregistraturen manche Lücken auf. Ob solche Verluste durch
den Hochwasserschaden oder durch frühere Kassationen bedingt
sind, ist unbekannt. Die wesentlichen Vorgänge zu der
insbesondere um die Mitte des 19. Jhs. sich anbahnenden
Entwicklung der einstigen Ackerbürger- sowie Hausweber- und
-spinnerstadt zum bedeutenden Industrieort und
Verkehrsknotenpunkt sind jedoch auch heute noch aktenmäßig
zu belegen. Der Wert solcher für die Stadtgeschichte infolge
Fehlens der Ratsprotokolle allein aufschlußreichen und daher
besonders sorgfältig zu hütenden Akten wurde offenkundig,
als es galt, Stoff zu sammeln für die anläßlich der
Hundertjahrfeier des Bahnknotenpunktes Rheine in Erinnerung
an die 1856 erfolgte Eröffnung der

Eisenbahnlinien
Münster-Norddeich und Osnabrück-Rheine sowie anläßlich des
75jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt
Rheine im Jahr 1957 geplanten Festschriften. Als Betreuer
des zum Bereich seiner Heimat zählenden Stadtarchivs Rheine
schrieb Unterzeichneter unter Auswertung insbesondere der
Stadt Rheine Urkunden, Akten und Handschriften zu jenen
Jubiläen die Abhandlungen:

1.) Schienenwege ins Emsland. Beitrag zur Geschichte des
westfälischen Eisenbahnknotenpunktes Rheine

In: "Alle Fäden laufen durch Rheine". Eine
Verkehrsgeschichte des Emstales. Hrsg. von der Stadt Rheine
aus Anlaß des 100jährigen Jubiläums der Eisenbahnen
Osnabrück-Rheine-Emden und Hamm-Münster-Rheine. Rheine 1956.
S. 42-77, 127-128 (als Sonderdruck im Selbstverlag).

2. Brände und Feuerschutzmaßnahmen der Stadt Rheine im
18./19. Jahrhundert.
In: Feuerwehr-Jubiläumsschrift. Rheine 1957. S. 67-91.

Außerdem erfolgte vom gleichen Bearbeiter unter Auswertung
der Akten des 19. Jhs. die Abfassung der Schrift:
3.) Rheine um 1850. Aufsätze zur Geschichte des Verkehrs-
und Wirtschaftslebens der Emsstadt. Hrsg. vom Heimatverein
Rheine. 1956.

sowie der Einzelaufsätze:

1.) Das Rheiner Gewerbe im Jahre 1854. Ein Rückblick nach
100 Jahren.
In: Münsterländ. Volkszeitung 1953 (Ausg. v. 12. Dez.)

2.) 110 Jahre Straßenbeleuchtung in Rheine.
In: Münsterländ. Volkszeitung. 1954 (Ausg. v. 31. Aug.)

3.) Zur Geschichte des städtischen Schlachthofes in Rheine.
"Rheiner Volks-Bote" und Ausruf bei Schellenklang verkünden
die Eröffnung des zweitältesten städtischen Schlachthofes im
Reg. Bez. Münster.
In: Münsterländ. Volkszeitung. 1955 (Ausg. v. 23. März)

4.) Die Stadt Rheine um 1850. Ein Blick in das Leben der
Bürgerschaft vor Eröffnung des Eisenbahnverkehrs.
In: Münsterländ. Volkszeitung 1956 (Ausg. v. 7. Juni)

5.) Wegeverhältnisse vor Eröffnung des Eisenbahnverkehrs.
In: Münsterländ. Volkszeitung 1956 (Ausg. v. 12 Juni).

6.) Reisende Kaufleute im Rheiner Handel und Gewerbe um
1850.
In:

Münsterländ. Volkszeitung 1956 (Ausg. v. 19. Juni).

7.) Die Entwicklung der Emsstadt im 19. Jahrhundert zu einem
bedeutsamen Eisenbahnknotenpunkt.
In: Westfälische Rundschau. Sonderausgabe zur Verkehrswoche.
1956) Ausg. v. 23. Juni).

8.) Die wirtschaftliche Bedeutung der Emstalbahn.
In: Münsterländ. Volkszeitung. Sonderausgabe 100 Jahre
Eisenbahn in Rheine. 1956 (Ausg. v. 23. Juni).

9.) Rheiner Kaufleute und Gewerbetreibende zu Beginn des
Eisenbahnzeitalters.
In: Münsterländ. Volkszeitung. Sonderausgabe 100 Jahre
Eisenbahn in Rheine. (1956 Ausg. v. 23. Juni).

10.) 100 Jahre Eisenbahn Münster-Emden.
In: Münsterländ. Volkszeitung u. Westfälische Nachrichten.
Sonderausgabe 100 Jahre Eisenbahn in Rheine. 1956 (Ausg. v.
23. Juni).

Rheine, am 25. August 1959

gez. Dr. A. Schröder

Further information (fonds)

Access 

Wegen Restaurierung ist die Benutzung eingeschränkt: Bereits restaurierte Archivalien können im Original benutzt werden, für die anderen Archivalien ist die Einsicht im Mikrofilm möglich.

Information / Notes

Additional information 

Abgeschlossen: ja

vollständig verzeichnet