NLA HA RETRO Cop. Nr. 13

  • Show associated objects
  • Print
  • Create link
  • Send
  • Improve

Description

Identification (short)

Title 

Register des Hildesheimer Domkapitels

Life span 

1336-1374

Fonds data

Custodial history 

Die Pergamenthandschrift Cop. VI 01 wurde 1949 von dem Hildesheimer Stadtarchivar Dr. Rudolf Zoder auf dem von Wedemeyer'schen Untergut in Eldagsen entdeckt, für das Stadtarchiv erworben und bald darauf an das Staatsarchiv Hannover abgegeben (vgl. seinen Bericht "Ein Kopiar des Hildesheimer Domkapitels aufgefunden" in "Alt-Hildesheim" 22, 1951, S. 7-8). Es handelt sich um ein Auslaufregister für die Jahre 1342 bis 1355, in das Urkunden eingetragen wurden, die vom Domkapitel oder einzelnen Domherren, vom Hildesheimer Bischof meist mit Zustimmung des Kapitels, in wenigen Fällen auch von Dritten ausgestellt worden sind. Die Handschrift weist eine alte Blattzählung in römischen Ziffern auf, mit den Zahlen 16-69, 79, 81 und 82. Sie ist also nicht vollständig erhalten; einzelne Blätter und Lagen fehlen, und zwischen Blatt 54 und 55 ist ein beschriebenes Blatt offenbar schon früh, jedenfalls vor Anbringung der Blattzählung, herausgetrennt worden. Durch diesen Umstand sind mehrere Einträge unvollständig; ihnen fehlt entweder der Beginn oder der Schluss. Zwischen Blatt 50 und 51 ist eine Originalurkunde von 1336 mit ausgeschnittenem Siegel eingeheftet.

Wie schon Zoder festgestellt hat, sind von den insgesamt 356 Einträgen nur 66, das sind etwa 18 %, bereits gedruckt, zumeist in den Urkundenbüchern des Stifts und der Stadt Hildesheim, vereinzelt auch in anderen Urkundeneditionen. Davon gehen 23 Texte auf Daniel E. Barings "Clavis diplomatica", 2. Aufl. Hannover 1754, und damit indirekt auf Cop. VI 01 zurück, denn Baring hat die Handschrift nachweislich als Vorlage benutzt. Damit sind also 313 der Urkunden allein hier überliefert.

Viele der Einträge sind durch Streichung getilgt worden, offenbar dann, wenn das zugrunde liegende Rechtsgeschäft keine Geltung mehr hatte. Fast durchweg sind knappe Inhaltsangaben mit roter Tinte über die Einträge geschrieben; nur auf den letzten drei Blättern ist das unterblieben.

Zoder hatte geplant, die Urkunden regestenmäßig zu

erschliessen, ist dazu aber nicht gekommen; lediglich erste Ansätze dazu finden sich in seinem im Staatsarchiv Wolfenbüttel aufbewahrten Nachlass (Best. 308 N Nr. 99). Die vorliegenden Regesten habe ich im Winter 1995/96, den zugehörigen Index im Januar 1997 angefertigt. Das Findbuch entstand durch Kopieren meiner Regestenkarten, die in die Generalurkundenkartei des Hauptstaatsarchivs eingeordnet worden sind.

Hannover, 15.1.1997

Brosius

Information / Notes

Additional information 

Abgeschlossen: nein

teilweise verzeichnet