NLA BU Dep. 29

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Stadt Obernkirchen

Laufzeit

1671-1994

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Abteilung: Akten nichtstaatlicher Provenienz, Deposita, allgemein.
Inhalt: Verwaltungsschriftgut der Stadt Obernkirchen, entstanden in Anlehnung an das Kloster (heutiges Stift) von 1167. Die Siedlung erhielt 1181 Markt- und Weichbildgerechtigkeit, 1565 Fleckensrechte, 1615 Stadtrechte und fiel bei der Teilung der Grafschaft von 1647 an Hessen. 1955 wurden Beeke und Rösehöfe, 1974 Gelldorf, Krainhagen, Röhrkasten, Vehlen und Teile von Liekwegen eingemeindet. Wirtschaftlich wurde bzw. wird Obernkirchen von Kohlebergbau, Sandsteinabbau und Glasindustrie geprägt.
Umfang: 47,30 m.
Erschließung: Findbuch, EDV.

Bestandsgeschichte

Die Ortschaft Obernkirchen entwickelte sich im 12. Jahrhundert in Anlehnung an das 1167 gegründete Augustinerinnenstift gleichen Namens. 1181 bekam das Stift von Kaiser Friedrich I. für den Ort die Markt- und Weichbildgerechtigkeit verliehen. Die enge Beziehung der Ortschaft zum Stift blieb bis zur Reformation erhalten. 1565 wurde die Leibeigenschaft der Einwohner durch Graf Otto zu Holstein-Schaumburg aufgehoben und dem Ort nach dem Vorbild Bückeburgs das Fleckenrecht verliehen. Zwar wurde Obernkirchen dann 1615 durch Graf Ernst zu Holstein-Schaumburg zur Stadt erhoben, doch hatte dies wenig Einfluß auf die Entwicklung des Ortes. Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts zählte er nur wenig mehr als 1000 Einwohner. Entscheidend für die Stadtentwicklung wurde der im 19. Jahrhundert forciert betriebene Kohlenbergbau, der neben dem Sandsteinabbau schon seit der frühen Neuzeit nachweisbar ist. Die vorhandenen Rohstoffvorkommen begünstigten die Ansiedlung von Industriebetrieben. Insbesondere Glashütten ließen sich in der sogenannten Bergstadt nieder. Innerhalb von 100 Jahren vervierfachte sich so die Bevölkerung Obernkirchens. Die Enge des Stadtgebiets zwischen der Grenze zu Schaumburg-Lippe und den Bückebergen verhinderte allerdings ein größeres Wachstum der städtischen Siedlung. Die weitere Entwicklung Obernkirchens verlief somit im Rahmen einer Kleinstadt.
Die Stadt Obernkirchen entschloß sich im Jahre 1983 zur Deponierung der städtischen Altregistratur im Nieders.
Staatsarchiv in Bückeburg. 1983 und 1985 wurden Akten der Stadtverwaltung ausgesondert, das Stadtarchiv umfaßt nunmehr etwa 60 lfd. m Akten. Die Laufzeit der Akten umfaßt den Zeitraum zwischen 1691 und 1979, wobei das Schwergewicht aber im 19. Jahrhundert und in der Zeit bis 1950 liegt. Hinzu kommen 16 Urkunden aus der Zeit zwischen 1570 und 1731. Eine eigene Abteilung bilden die Karten des Stadtarchivs, die

aus dem 19. und vor allem aus dem 20. Jahrhundert stammen. Die Urkunden wurden als gesonderter Bestand mit Findbuch aufgestellt (Orig. Dep. 29), die Karten in die Kartensammlung des Staatsarchivs eingeordnet (S 1 A/B 38000ff). Bei der Systematik des Bestandes konnte zwar auf die früheren Ordnungsschemata zurückgegriffen werden, leichte Veränderungen waren aber unumgänglich, um die verschiedenen Registraturschichten in ein handhabbares Sachschema zusammenzufassen. Bei der Bewertung der Akten wurde die Tatsache berücksichtigt, daß das Stadtarchiv Obernkirchen als Ersatzüberlieferung für die weitgehend vernichtete Überlieferung des Landkreises Grafschaft Schaumburg nach 1930 dienen kann. Die Verzeichnung des Hauptteiles der Akten wurde von Frau Ursula Wolf, Frau Dagmar Pape und Dr. Steinwascher durchgeführt, das Findbuch erstellten Frau Iris Laue und Frau Dagmar Köneke. Die Akzession 1/93 wurde im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme unter Aufsicht von Dr. Böhme von Herrn Peter Milz eingearbeitet.

Bückeburg, Juli

1996

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung

Obernkirchen, Stadt [Wohnplatz]

Zeit von

1

Zeit bis

1

Objekt_ID

5449

Ebenen_ID

1