NLA BU Dep. 17

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Evangelisch-reformierte Kirche Bückeburg / Stadthagen

Laufzeit

1612-2003

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Abteilung: Akten nichtstaatlicher Provenienz, Deposita, allgemein.
Inhalt: Vor allem Unterlagen der reformierten Gemeinde Bückeburg. Erster reformierter Hofprediger wurde 1638 Johannes Appelius; seine Gemeinde beschränkte sich weitgehend auf das Hofpersonal. Vom Ende des 17. Jh. bis zur Mitte des 18. Jh. gab es neben der deutschen eine französische Gemeinde. Zum Archiv gehören auch Unterlagen der reformierten Gemeinde Stadthagen, die seit 1910 von Bückeburg aus betreut wird.
Umfang: 10,14 m.
Erschließung: Findbuch, EDV.

Bestandsgeschichte

Im Jahre 1968 hinterlegten die Ev.-ref. Kirchen Bückeburg und Stadthagen sowie das Ev.-ref. Waisenhaus Bückeburg im Staatsarchiv ihre Altakten (acc. 10/68 und 9/70).
Die Akten waren unverzeichnet, zeigten jedoch zum Teil eindeutige Merkmale früherer Ordnungsversuche. Schon im 17. und 18. Jahrhundert wurden verschiedentlich die Aktenstücke durchnumeriert; vor allem wurden Besitz- und andere Rechtstitel so erfaßt.
Eine erste umfassende Ordnung der Akten der Bückeburger Kirche unternahm der Presbyter Dr. W.H. Fuchs, der seine Verzeichnung in einer "Übersicht" 1856 festlegte. Ein Teil der Akten, vor allem Synodalakten, Kirchen- und Armenrechnung, erhielten damals ihren Einband aus festen Pappdeckeln und Leinenbändern am Rücken. Der größere Teil der von Fuchs erfaßten Akten, also auch der nicht gebundenen, ließ sich wieder herausschälen.
In den folgenden Jahrzehnten wurde diese Aktenordnung nicht überall eingehalten, so dass der Presbyter und schaumburg-lippische Ministerialsekretär H. Uhle 1910 einen völlig neuen Registraturplan aufstellte. Es wurden dünnere Aktenhefte mit Aktenschwänzen angelegt, deren Inhalt meistens in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts beginnt; gelegentlich wurden einzelne passende Schriftstücke aus dem 18. Jahrhundert davorgeheftet. Außerhalb dieser Aktenordnung blieben die genannten festen Akteneinheiten von 1856 sowie Jahresrechnungen und Kirchen bücher. Das Uhlesche System erwies sich gelegentlich als zu kompliziert, so dass Schriftstücke eines Vorgangs auf benachbarte Aktenhefte verteilt wurden. Auch wurden in der Folgezeit nach Einführung der Schnellhefter nicht alle Aktenhefte forgeführt.
Eine saubere Trennung von Provenienzen innerhalb der Bückeburger Kirche war nicht möglich. Das gilt sowohl für das Nebeneinander der französischen und deutschen Gemeinde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, da hier später eine Vermischung

stattgefunden hat, als auch für Hofprediger und Presbyterium, die offenbar keine getrennte Registratur hatten. In der älteren Zeit lassen sich Schule und Waisenhaus nicht immer trennen, wenn sie gemeinsam mit Vermögen bedacht wurden.
Von diesen nicht sehr umfangreichen Fällen abgesehen, hatte das Waisenhaus nach seiner Stiftung 1670 einen eigenen Registraturkörper. Vermögensverwaltung und Rechnungsführung spielten hier eine bedeutendere Rolle; die seit 1679 fast ununterbrochen durchlaufenden Jahresrechnungen belegen dies.
Der größte Teil der sonstigen Akten wurde ebenfalls 1910 von H. Uhle in der genannten Weise geordnet. Einige ältere Sachen lagen mit Akten der Bückeburger Kirche im Gemenge, konnten aber getrennt werden.
Von der Stadthäger Kirche sind bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts fast keine Akten erhalten. Von da an gibt es Rechnungsbücher und wenige Schriftstücke zur Vermögensverwaltung.
Bei der Neuverzeichnung mußten die verschiedenen vorhandenen Systeme und die bisher nicht erfaßten Akten untereinander in Einklang gebracht werden.
Der Umfang beträgt drei Pergamenturkunden, 11 Fach Akten der Bückeburger Kirche, 1 Fach der Stadthäger Kirche und 7 Fach des Waisenhauses. (5,65 lfd. m)
Die Reinschrift des Findbuches besorgte Frau Christel Sebastian.
Bückeburg, im Oktober 1970 gez. Jähnig

Im Januar 1985 lieferten die Evangelisch-reformierten Kirchen Bückeburg und Stadthagen Kirchenbücher der Gemeinden ab. Diese Kirchenbücher werden als eigene Abteilung K dem Bestand hinzugefügt. Zu den Kirchenbüchern existiert eine Namenskartei. Im Index ist die Abteilung K nicht erfaßt.
Bückeburg, im Januar 1985 gez. Dr. Steinwascher

Im August 2010 wurde das Findbuch von Frau Edith Winkelhake in AIDA eingegeben. Zum Bestand gehören auch folgende bislang unverzeichnete Zugänge:
Acc. 1993/040
Acc. 1993/043
Acc.

1994/002
Acc. 2003/033

Bückeburg, im August 2010 Dr. Stefan Brüdermann

Die bisher unverzeichneten Zugänge wurden von Frau Marion Wolthusen verzeichnet. Einige Akten enthalten Vorgänge aus beiden Kirchen, in der Gliederung werden sie unter Bückeburg

geführt.

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung

Bückeburg, Stadt [Wohnplatz]

Zeit von

1

Zeit bis

1

Objekt_ID

5325

Ebenen_ID

1

Georeferenzierung

Bezeichnung

Stadthagen, Stadt [Wohnplatz]

Zeit von

1

Zeit bis

1

Objekt_ID

5579

Ebenen_ID

1