NLA BU H 136c

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Forstamt Rinteln

Laufzeit 

1859-2001

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Abteilung: Akten staatlicher Provenienz, Hessische Grafschaft Schaumburg, Untere Behörden.
Inhalt: Verwaltungsakten mit Grenzsachen, Forstkulturen, Holzwirtschaft, Nebennutzung, Jagd, Fischerei u.a.m.
Umfang: 4,89 m.
Erschließung: Findbuch, EDV.

Bestandsgeschichte 

Nach dem Ende der staatlichen Selbständigkeit Kurhessens 1866 wurde die Forstinspektion Schaumburg 1867 der
preußischen Regierung in Minden angegliedert. In der Grafschaft Schaumburg wurden gleichzeitig vier
Oberförstereien gebildet, die jeweils zwei der alten kurhessischen Forstreviere umfassten (H 37 XXXVI Nr. 351).
Eine derselben war die Oberförsterei Rumbeck mit den Forstrevieren Rumbeck und Möllenbeck.
Am 1. April 1933 wurde die Forstverwaltung des Kreises Schaumburg (also die vier Oberförstereien) aus dem
Forstamtsbezirk in Minden an den Regierungspräsidenten in Hannover abgegeben (MBl Landwirtschaft, Domänen und Forsten 16/1933, Erl. v. 7.4.1933). Die zentrale Zuständigkeit lag vor 1878 beim preußischen Finanzministerium, danach beim Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten (Preuß. Gesetzessamml. 6/1879, Erl. v. 7.8.1878). Am 1. Dezember 1933 wurde die Forstverwaltung dem Landwirtschaftsministerium entzogen und als eigene Verwaltung dem preußischen Ministerpräsidenten zugeordnet. An ihrer Spitze stand in Preußen ein Oberforstmeister (Preuß. Gesetzessamml. 75/1933, Erl. v. 1.12.1933). Aufgrund des Gesetzes vom 1. Dezember 1933 wurde im folgenden Jahr die bisherigen Oberförstereien in Forstämter und die bisherigen Revierförstereien in Oberförstereibezirke / Oberförstereien umbenannt (Mbl Landwirtschaft u. Forsten 5/1934, Erl. v. 30.1.1934). Insgesamt bestanden folgende Oberförstereien:
- Goldbeck, 1967 aufgelöst (MBl. 42/1967, Erl. v. 30.10.1967)
- Schaumburg, 1967 vom Forstamt Oldendorf an Rinteln abgegeben (MBl. 42/1967, Erl. v. 30.10.1967)
- Wördeholz, 1967 an das Forstamt Oldendorf abgegeben (MBl. 42/1967, Erl. v. 30.10.1967)
- Frankenburg, 1967 vom Forstamt Obernkirchen nach Rinteln abgegeben (MBl. 42/1967, Erl. v. 30.10.1967)
- Friedrichsburg
- Dobbelstein / Rumbeck (Amtsblatt Kassel 11/1903, H 36 XXXVI 351))
- Taubenberg
-

Möllenbeck
Das Forstamt Rumbeck wurde 1966 in Forstamt Rinteln umbenannt (MBl. 40/1966, Erl. v. 8.11.1966).
Als Folge der Reform der Niedersächsischen Landesforstverwaltung sollte die Zahl der Forstämter landesweit von 80 auf 45 reduziert werden. Im Regierungsbezirk Hannover sank die Zahl von 22 auf 11 Forstämter. Dies bedeutete für das Forstamt Rinteln die Auflösung. Am 1. Oktober 1997 ging es mit Teilen der bisherigen Forstämter Hessisch Oldendorf und Coppenbrügge in dem neuen Staatlichen Forstamt Oldendorf auf. Das Forstamt Rinteln umfasste zuletzt 3700 Hektar Staatswald und 46 Hektar Betreuungsforsten (zwei Drittel Laubholz- und ein Drittel Nadelholzwald). Ein Drittel seiner Fläche lag im Nachbarkreis Hameln-Pyrmont. Dass es zuletzt das ertragreichste Forstamt in Niedersachsen war, lag nicht nur an der Holzwirtschaft, sondern auch an Pachteinnahmen aus drei Steinbrüchen und der Kiesgrube Möllenbeck.
Nach einer kleinen Abgabe von Akten des 19. Jhs. aus der Revierförsterei Dobbelstein (acc. 8/90) wurde der größte
Teil des Bestandes im Jahre 1997 anlässlich der Forstamtsauflösung übernommen. Darunter befanden sich zahlreiche Karten, die gesondert in die Kartensammlung S 1 eingeordnet wurden. Für die Altakten des neuen Forstamts Oldendorf ist künftig das Hauptstaatsarchiv in Hannover zuständig. Verzeichnung und Findbucherstellung erfolgte durch die Unterzeichnete.
Quellen:
Vorarbeiten von Dr. Ernst Böhme, Staatsarchiv Bückeburg
Schaumburger Nachrichten v. 31.10.1997
Schaumburger Nachrichten v. 28.08.1997.

Bückeburg, im Januar 2001
gez. Dr. Silke Wagener-Fimpel

Ergänzt wurden die später hinzugekommenen Akzessionen 2005/010 und 2011/023.
Bückeburg, Juli 2011
Dr. Hendrik

Weingarten

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Ja

abgeschlossen