NLA BU H 20

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Justizkanzlei Rinteln

Laufzeit 

1652-1900

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Abteilung: Akten staatlicher Provenienz, Hessische Grafschaft Schaumburg, Zentrale Behörden.
Inhalt: Überwiegend Zivilprozesse und Testamente.
Umfang: 2,81 m.
Erschließung: Findbuch, EDV.

Bestandsgeschichte 

Die Justizkanzlei in Rinteln bestand von 1648 bis 1821. Sie wurde 1648 zugleich mit der Einrichtung der hessischen Verwaltung im Regierungsbezirk Schaumburg geschaffen. Aufgelöst wurde sie am 29. Juni 1821 durch das Gesetz zur Umbildung der bisherigen Staatsverwaltung (Kurhess. Ges. Slg. 1821, S. 39). Die Nachfolge übernahm das Obergericht in Rinteln (Akten siehe Bestand H 21). Ihre Tätigkeit wurde unterbrochen durch die Zeit des Königreichs Westphalen von 1807-1813 (siehe Bestand H 20 a).
Wie das spätere Obergericht scheint die Justizkanzlei erste Instanz für die privilegierten Staatsbürger und im übrigen Appellationsinstanz gewesen zu sein. Ihr Zuständigkeitsbereich war der Regierungsbezirk Schaumburg bzw. Rinteln einschließlich der hessischen Ämter Auburg, Freudenberg, Uchte.
Übernommen wurden die vorliegenden Akten zum Teil 1938 vom Staatsarchiv Marburg im Rahmen der Bestandsbereinigung zwischen Hannover und Marburg. Sie bildeten in Hannover einen Teil des Bestandes Obergericht Rinteln (Ha 71). Bei Aufstellung der Abteilung Schaumburg wurden sie aus ihrem bisherigen Zusammenhang gelöst und als Teil von H 20 (Obergericht, Kreisgericht und Procurator fisci) aufgestellt. Im Sommer 1958 wurde dann im Laufe der Ordnungs- und Verzeichnungsarbeiten der große unübersichtliche Block aufgelöst und wieder die einzelnen Provenienzen gebildet.
Zu dem kleinen Bestand "Justizkanzlei" kam im August 1958 eine weitere Ablieferung einschlägiger Akten aus dem Amtsgericht Rinteln. Am 27.1.1959 wurden vom Amtsgericht Rinteln weitere 12 Fach Akten und Bücher abgeliefert (Acc. 6/1959).
Der bereits 1938 übernommene Teil der Akten ist im Staatsarchiv Hannover bei der Überschwemmungskatastrophe 1946 durch Wasserschäden stark mitgenommen. Die Spezialakten des Bestandes werden durch das General-Personenregister der hessischen Justizakten erschlossen.

Hannover, im November 1959

Engel

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Ja

abgeschlossen