NLA WO 235 N

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Description

Identification (short)

Title 

Familie Pini

Life span 

1592-1978

Fonds data

History of creator 

Das Geschlecht der Pini war seit dem 15. Jahrhundert in Hildesheim ansässig und gehörte der dortigen Honoratiorenschicht an. Bekanntester Vertreter war der Dänische Beamte und Seefahrer Didrik Pining, der als möglicher "Entdecker" Amerikas vor Kolumbus gilt. Die vorliegenden Urkunden dokumentieren zusammen mit dem korrespondierenden Bestand NLA WO 124 Urk die Familiengeschichte der Pini ab dem späten 16. Jahrhundert. Dabei wird deutlich, dass diese Sippe ab dem 18. Jahrhundert (höhere) Beamtenpositionen im Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel einnahm und trotz bestehender Bindungen zu Hildesheim ihre Wirkungsstätte in dieses Gebiet verlagerte. Aus diesem Umstand ist auch die Verwahrung der Archivalien im NLA - Abteilung Wolfenbüttel zu erklären.

Custodial history 

Im vorliegenden Bestand befinden sich die Unterlagen der Familie Pini (auch: Pyning oder Pining) seit dem späten 16. Jahrhundert. Ein umfassender Schriftwechsel dokumentiert Lehens- und Güterangelegenheiten der Familie, insbesondere die regelmäßige Belehnung mit dem Polmannschen Gut bei Gronau, und ergänzt somit den korrespondierenden Urkundenbestand (NLA WO 124 Urk). Zahlreiche Archivalien befassen sich mit dem sogenannten Cramerschen Stipendium. Dieses wurde 1595 von Andreas Cramer, Kanoniker und Thesaurar in Nordhausen (Harz), für die Stadt Seesen gestiftet und sollte mittellosen jungen Männern ein Studium finanzieren. Da eine familiäre Beziehung zu Cramer ausschlaggebender Punkt für die Zuweisung des Stipendiums sein sollte, entzündeten sich Auseinandersetzungen um dessen Vergabe. Zudem führte dieser Vergabemodus dazu, dass sich zahlreiche Stammbäume und genealogische Herleitungen innerhalb des Bestandes finden, welche den Anspruch auf das Stipendium prosopografisch legitimieren sollten. Drei Stammbücher zeugen von den Studienjahren einiger Familienmitglieder (vgl. auch die Stammbuchsammlung: NLA WO VI Hs 13). Gegen Ende des 19. Jahrhunderts interessierte sich der Baurat Ferdinand Pini für die Geschichte seiner Familie. Er stellte einen umfassenden Stammbaum des Geschlechts zusammen und kommentierte ihn in Form eines Druckes. Weitere Abhandlung zur Familiengeschichte der Pini aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts finden sich ebenfalls innerhalb des Bestandes.

Im Jahre 1931 gab der in Braunschweig wohnende Kaufmann Ernst Pini die Unterlagen seiner Familie an das Landeshauptarchiv Wolfenbüttel ab. Anfang der 1980er Jahre folgte eine weitere, kleinere Abgabe durch Oberstleutnant a. D. Paul Pini (insbesondere: NLA WO 235 N Nr. 13 und Nr. 15). Dieser als NLA WO 235 N zusammengefasste Bestand wurde im September 2019 durch einen Praktikanten unter Anleitung von Stefan Luttmer in das Archivprogramm Arcinsys übertragen. Dabei fiel auf, dass unter dem Archivale Nr. 1 insgesamt 27 Urkunden zusammengefasst worden waren. Aus bestanderhalterischen und ordnungstechnischen Gründen hat der Archivrat Dr. Philip Haas hieraus den Bestand NLA WO 124 Urk gebildet und die dazugehörigen Urkunden regestiert. Die Verzeichnung des vorliegenden Bestandes wurde angepasst, zum Teil wurden Titel modifiziert und Enthält-Vermerke ergänzt.

Stand: September 2019

Includes 

Unterlagen der Familie Pini, Dokumentation von Lehenssachen (vgl. auch NLA WO 124 Urk), Verwaltung und Vergabe des Cramerschen Studien-Stipendiums der Stadt Seesen, Studentische Stammbücher (Alba Amicorum), Stammbäume (aus dem 18. Jahrhundert und vom Ende des 19. Jahrhunderts) und familiengeschichtliche Abhandlungen (aus dem 19. und 20. Jahrhundert)

Further information (fonds)

Size in m 

0,2

Person in charge 

Dr. Philip Haas (2019)

Information / Notes

Additional information 

Abgeschlossen: ja

Geotagging

Name 

Braunschweig, Stadt [Wohnplatz]

Time from 

1

Time to 

1

Region_ID 

5

Level_ID 

1

Geotagging

Name 

Seesen, Stadt [Wohnplatz]

Time from 

1

Time to 

1

Region_ID 

1111

Level_ID 

1