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Description

Identification (short)

Title 

Hoftheaterintendantur/Braunschweigisches Landestheater

Life span 

1685-1980

Fonds data

Short description 

Umfang: 9,1 lfdm
Inhalt u.a.: Geschäftstagebücher, Abonnementslisten, Verhandlungen wegen Engagements, Angebote von Dramen u. Opern u. Bühnenstücken, Gagenbuch, Beurteilung von Künstlern, Personalakten.

Custodial history 

Das 1818 in der Stadt Braunschweig gegründete Nationaltheater wurde am 25. 3. 1826 Herzogliches Hoftheater. Es befand sich seit 1861 im Gebäude des heutigen Staatstheaters. Für das Hoftheater und die Hofkapelle war bis 1828 das Hofmarschallamt zuständig. Die Reskripte vom 14. und 16. 8. 1828 unterstellten sie der "provisorisch errichteten (Hoftheater-) Intendantur" (vgl. 2 Neu 60). Das Hoftheater wurde durch Gesetz vom 23. 12. 1918 (GuVS. 1919 Nr. 4) mit Wirkung vom 1. 12. 1918 unter dem Namen Braunschweigisches Landestheater vom damaligen Freistaat Braunschweig übernommen.

Auf folgendes Schrifttum sei hingewiesen:
1) Sievers, Heinrich, 250 Jahre Braunschweigisches Staatstheater, Braunschweig 1941
2) 275 Jahre Theater in Braunschweig, Braunschweig 1965

Die bis 1808 geschlossenen Betreffe des Fürstlichen Opernhauses (4 Nummern) konnten zu 90 Alt, die bis 1828 geschlossennen Akten (23 Nummern) zu 3 Neu gelegt werden. Da dem Oberhofmarschallamt ab 1834 (Reskript vom 29. 11. 1833 in 6 Neu 23) die Unterhaltung und Beaufsichtigung auch der Hoftheatergebäude unterstand, sind entsprechende Unterlagen in 3 Neu zu suchen. Einige Aktenstücke stammen aus der Registratur des Landestheaters ab 1. 12. 1918. Es handelt sich um folgende Nummern: 130, 152, 317 - 323 sowie um einige Vorgänge aus jüngeren Personalakten (Nr. 394 - 445). Mit einer größeren Abgabe der Nachfolgebehörde, des Braunschweigischen Staatstheaters, kann vorläufig nicht gerechnet werden, da im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit größere Verluste eingetreten sind (vgl. SR 6 Neu). Vgl. ferner VI Hs 17 Nr. 8 - 10 und 14.
Der Bestand gelangte in 2 Ablieferungen 1923 und 1940 ins Archiv. Für den ersten Teil lag ein Findbuch, für den zweiten ein Ablieferungsverzeichnis vor. Bei der Neuordnung durch den Unterzeichnenden 1964 - 1966 fand sich kein Aktenplan. Soweit erkennbar, wurden die Nummern von

Findbuch 1 neben den einzelnen Aktenbetreffen vermerkt. Kassiert wurden 3 Fächer Rechnungsdoppelstücke.

Die Reinschrift des Findbuches besorgte die Angestellte Fräulein Holst.

Wolfenbüttel, im November 1967
(Wilczek)
Archivoberinspektor

Literatur:
Hartmann Fritz: Sechs Bücher Braunschweigischer Theatergeschichte (Wolfenbüttel 1905): [S. III - VII: Hinweise auf die Bestandsgeschichte, Aktenverluste, ergänzender Material im Stadtarchiv Braunschweig, in der Bibliothek in Wolfenbüttel und in Privatbesitz)

Dieses Findbuch wurde im Rahmen der Programme zur Förderung der wissenschaftlichen Literaturversorgungs- und Informationssysteme der Deutschen Forschungsgemeinschaft (www.dfg.de/lis) digitalisiert.

_______________________

Vorwort zu späteren Zugängen (2006, 2007, 2009)

Die vorliegende Zugänge ergänzen den bisherigen Bestand Hoftheater-Intendantur/Landestheater (6 Neu, masch. Fb. von 1967). Der bisherige Bestand war in zwei Zugängen 1923 und 1940 an das Staatsarchiv gelangt.

An älteren Beständen sind die Musikalien des herzoglichen Theaters in Braunschweig (Opernhaus) (46 Alt), zu erwähnen, die 1929 an das Staatsarchiv gelangten. Bereits 1919 waren 38 Libretti abgegeben worden, die in die Dienstbibliothek inkorporiert wurden (dazu spezielles Zettelverzeichnis).

Das herzogliche Hoftheater wurde nach dem Ende des Ersten Weltkrieges in Landestheater umbenannt. Im Oktober 1938 wurde das Landestheater in Staatsheater umbenannt.

Die Abgaben Zg. 54/2006, 58/2006 und 59/2006 umfassen handgeschriebene und gedruckte Partituren sowie Orchesterstimmen von Opern, Operetten, Singspielen, Schwänken etc. Sie geben Aufschluss über die Spielpraxis des Opernhauses. Die Partituren und Stimmen enthalten zahlreiche Eintragungen und Hinweise, eingeklebte Theaterzettel etc. Im damaligen Repertoire überwiegen (der Zahl der überlieferten Partituren nach) bei

weitem heute nicht mehr gespielte Stücke. Darin liegt der besondere Wert dieser Materialien.

Wie aus einem Inventar im einzelnen nachgewiesen ist, war ein Teil der Partituren durch Kriegseinwirkung im Zweiten Weltkrieg vernichtet worden, ein anderer Teil musste seinerzeit als Altpapier weggeben werden; ein weiterer Teil gelangte 1965 an die Herzog August-Bibliothek in Wolfenbüttel (s. Zg. 28/2007 Nr. 40). Dieser Teil bildet zusammen mit älteren Abgaben die sog. "Theatersammlung" der Bibliothek. Sie umfasst ca. 3300 Werke, die aus dem Staatstheater stammen. Gedrucktes und handschriftliches Material ist darin gemischt: Textdrucke, Partituren, durchschossene Exemplare als Regie- Soufflier- oder Inspektionsbücher, Auszüge im Sinn von Rollenbüchern und Stimmhefte musikalischer Partien.

Die Verzeichnung der Zugänge von 2006 an das Staatsarchiv erfolgte ohne Einsicht in die Partituren und Stimmen. Deshalb fehlen durchweg Darin-Vermerke, die Besonderheiten hervorheben. Basis der Verzeichnung bildete die Ablieferungslisten des Theaters, erstellt von der dortigen Bibliothekarin Frau Heidrun Stoewer. Die Partituren und Stimmen tragen in der Regel keine Jahreszahlen. Als Laufzeiten wurden behelfsweise die Lebensdaten der Komponisten gewählt, die in den Ablieferungslisten in der Mehrzahl enthalten sind. In schwierigen Fällen half der Musikwissenschaftler Klaus Kindler, Münster, der seinerzeit den Bestand 46 Alt verzeichnet hatte (s. Dienstregistratur 56500 Kindler). Herr Kindler steuerte gelegentlich auch biographische Angaben zu den Komponisten und Erstaufführungsdaten bei. Die Orchesterstimmen wurden geordnet in folgender Reihenfolge (Hinweis Klaus Kindler): Streicher: Violine I, Violine II, Viola, Cello, Bass; Holzbläser: Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott; Blechbläser: Horn, Trompete, Posaune, Tuba; weitere Instrumente: z. B. Pauken, Klavier, Orgel, Harfe, Gitarre etc.

Besondere Instrumente wie Englisch Horn nach den Oboen, Saxophon nach den Klarinetten, große Trommel nach den Pauken.

Die Abgabe 28/2007 umfasst vor allem Bühnenbilder und Fotoalben. Klavierauszüge (wichtig für die Einübung von Singstimmen), Soufflierbücher, Inspektionsbücher und Regiebücher (bei Schauspielen meist durchschossene gedruckte Exemplare mit handschriftlichen Eintragungen) wurden bislang nur in Ausnahmefällen übernommen, in der Regel nur dann, wenn sie aus älterer Zeit handschriftlich vorliegen.

Entwürfe von Bühnenbildern sind selten überliefert, da sie in der Regel bei den Bühnenbildnern selbst aufbewahrt werden. Bühnenbilder des Hoftheatermalers Franz Rüger (1846-1928) gelangten aus Privatbesitz eines Enkels an das Staatstheater (jetzt Zg. 28/2007 Nr. 278-284). Aus dem Nachlass Franz Rügers gelangten auch Fotos und sonstige Materialien über das Staatstheater an das Staatsarchiv (Zg. 41/2007).

Überlieferungslücken vor allem bei den Verwaltungsakten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben ihre Ursache in Kriegsverlusten während des Zweiten Weltkriegs.

Das Findbuch wurde unter Beteiligung von Herrn Kustak (Abgaben aus 2006) vom Unterzeichnenden erstellt.


Literatur (Auswahl)

Theater Journal des Herzogl. Braunschw. Hoftheaters 1833-1881 (S 2240)

Theater-Almanach des Herzogl. Braunschw. Hoftheaters 1883-1895 (S 2240)

Almanach des Herzogl. Braunschw. Hoftheaters 1907-1915 (mit Abb.) (S 2245)

Landestheater Braunschweig. Jahrbuch 1926-1933 (mit Abb.) (S 2245a)

Fritz Hartmann, Sechs Bücher braunschweigischer Theatergeschichte, Wolfenbüttel 1905 (S 2232)

Erich Rosendahl, Geschichte der Hoftheater in Hannover und Braunschweig, Hannover 1927 (S 2233)

Heinrich Sievers u.a., 250 Jahre Braunschweigisches Staatstheater 1690-1940, Braunschweig 1941

Paul-Albrecht Schmücking, 1940-1954 im Staatstheater Braunschweig,

Zeilen zur Erinnerung, 1954 (Zg. 10/1977)

Bernhard Struckmeyer, Das Schauspiel am Hoftheater Braunschweig von 1800 bis 1918 und seine Vorbllder, Braunschweig 1969 (Q 923: A4)

275 Jahre Theater in Braunschweig. Geschichte und Wirkung, Braunschweig 1965 (Zg. 183/65)

300 Jahre Theater in Braunschweig 1690-1990 (Ausstellungskatalog), Braunschweig 1990 (Zg. 494/90)

Manfred Fuhrmann, Aus der Bahn geworfen. Die Stationen des jüdischen Theatermannes Dr. Hans Kaufmann. Mit einem Geleitwort von Martin Walser, Bielefeld 2003 (Zg. 218/2003)



Wolfenbüttel, im September 2006/November 2007

Dr. Ulrich Schwarz


Weiterer Zugang: Zg.

2009/11

Information / Notes

Additional information 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Geotagging

Name 

Stadt Braunschweig

Time from 

1974

Time to 

2000

Region_ID 

17

Level_ID 

120

Geotagging

Name 

Stadtkreis Braunschweig

Time from 

1941

Time to 

1974

Region_ID 

10

Level_ID 

1020

Geotagging

Name 

Braunschweig, Stadt [Wohnplatz]

Time from 

1

Time to 

1

Region_ID 

5

Level_ID 

1

Geotagging

Name 

Stadt Braunschweig

Time from 

1814

Time to 

1850

Region_ID 

1

Level_ID 

10220