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Description

Identification (short)

Title 

Kriegs- und Friedenssachen nach dem Westfälischen Frieden

Life span 

1657-1730

Fonds data

Short description 

Umfang: 4,9 lfdm
Inhalt: Quellen zu Bündnis- und Friedensverhandlungen vom Ersten Rheinbund bis zum Frieden von Rijswick.

Custodial history 

Der vorliegende Bestand enthält Verhandlungsprotokolle, Gesandtschaftsberichte, diplomatische Korrespondenzen und Verträge aus der Zeit nach dem Westfälischen Frieden.
Im Mittelpunkt stehen die Außenpolitik Frankreichs und später Schwedens sowie die damit verbundenen Allianzen, Kriege und Friedensschlüsse.
Dazu gehörten mehrere Kriege, darunter der Devolutionskrieg zwischen Frankreich und Spanien (1667-68), der mit dem Frieden von Aachen endete.
Es folgte der Holländische Krieg (1672-1678). Ausgelöst wurde er durch einen Angriff des französischen Königs Ludwig XIV. und dessen Verbündeten auf die Vereinigten Niederlande. Um eine Hegemonie Frankreichs auf dem europäischen Kontinent zu verhindern, verbündeten sich Spanien und das Heilige Römische Reich mit den Niederlanden. Der Krieg endete mit dem Frieden zu Nijmwegen (verhandelt bis 1679). Der Friede von Celle, 5. Febr. 1679, erklärte den Beitritt Schwedens zum Frieden von Nijmwegen; dasselbe erhielt gegen Abtretung des Amtes Thedinghausen und der Vogtei Dörverden an Braunschweig-Wolfenbüttel das Herzogtum Bremen und das Fürstentum Verden zurück.
Der Bestand enthält auch Unterlagen zum Kongress der deutschen Fürsten in Frankfurt am Main im Jahre 1681, wo versucht werden sollte, der französischen Willkür entgegenzutreten (1681 Annexion Straßburgs); doch kam es infolge von Rangstreitigkeiten unter den Gesandten zu keinem Resultat.
Durch den Einfall Ludwigs XIV. in die Pfalz 1688, begründet durch einen Allodialerbanspruch, brach der Pfälzische Erbfolgekrieg aus. Gegen ihn standen die Mitglieder der Augsburger Liga, eines Bündnisses aus Kaiser Leopold I., Schweden, Spanien, Bayern, dem fränkischen und dem oberrheinischen Reichskreis. Im Mai 1689 ging aus der Augsburger Liga die Große Allianz hervor - Kaiser und Reich, die Generalstaaten, England, Spanien, Savoyen, und Schweden. Der Frieden von Rijswijk beendete1697

den Pfälzischen Erbfolgekrieg.
Das Vertragswerk umfasst die Einzelverträge zwischen den ehemaligen Kriegsparteien.
Weitere Teile des Bestandes betreffen den Nordischen Krieg (1700-1721), bei dem es um die Vorherrschaft im Ostseeraum ging.
Enthalten sind nicht nur Gesandtschaftsunterlagen der zu Wolfenbüttel residierenden Herzöge zu Braunschweig-Lüneburg, sondern auch der übrigen welfischen Herzogslinien, da sie sich teilweise durch gemeinsame Gesandte vertreten ließen.

Für die Benutzung wird empfohlen, den Vorgängerbestand 1 Alt 11 (Akten betreffend den Dreißigjährigen Krieg, 1602-1665) heranzuziehen sowie 1 Alt 15 (Niedersächsischer Kreis). Ein Parallelbestand ist außerdem 1 Alt 6 (Beziehungen zu nichtdeutschen Staaten, 1520-1801).
Im Hauptstaatsarchiv Hannover befinden sich etliche einschlägige Bestände. U. a. sei hier verwiesen auf Cal. Br. 24, Celle Br. 16 und Hann 9c.
Die Verzeichnung erfolgte im Juni 2007 durch die Unterzeichnende.

Lit.: Repertorium der diplomatischen Vertreter aller Länder seit dem Westfälischen Frieden, Bd. 1-3, 1936-65.

Wolfenbüttel, November 2007 Dr. Silke Wagener-Fimpel

(Archivoberrätin)

Information / Notes

Additional information 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet