NLA ST Rep. 8

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Description

Identification (short)

Title 

Hochstift Verden - Akten

Life span 

1525-1653

Fonds data

Short description 

Reichs- und Kreissachen, Kriegssachen, Korrespondenzen, Verwaltungsakten des Bischofs als Landesherrn und des Domkapitels, Zoll-, Münz- und Jagdsachen, Staatsdiener, Militaria, Einnahmen, Justizsachen, Medizinalsachen, Verwaltungsakten der einzelnen Landesteile, Kirchen- und Schulwesen sowie Armenwesen. Folgeakten siehe Rep. 5a Fach 485-491.
Findmittel: Maschinenschriftliches Archivfindbuch 1946, handschriftliche Nachträge 1965 ff.
Umfang: 7 lfdm

Custodial history 

Bestandsgeschichte

Vom Stift Verden sind, im Gegensatz zum Erzstift Bremen, auch die ältesten Urkunden erhalten. Das Aktenarchiv dagegen hat sehr große Verluste erlitten. Die unruhige Zeit Erzbischof Christophs in der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts, die gegenreformatorische Restitution 1629-1631 und die münstersche Besetzung 1676-1680 sind nur die Zeiten der schwersten Verluste, die das Archiv hat über sich ergehen lassen müssen. Der Vergleich mit dem bremischen Archiv zeigt, wie viel verloren wurde; doch sind immerhin einige der wichtigsten Vorgänge grundlegender Art erhalten: Reichs- und Kreissachen, Kriegssachen, Korrespondenzen, Verwaltungsakten des Bischofs als Landesherr und des Domkapitels, Zoll-, Münz- und Jagdsachen, Staatsdiener, Militaria, Einnahmen, Justizsachen, Medizinalsachen, Verwaltungsakten der einzelnen Landesteile, Kirchen- und Schulwesen sowie Armenwesen, um nur die wichtigesten aus dem Bestand zu bearbeitenden Themengebiete zu nennen.
Über die Einrichtung des Archivs in bischöflicher Zeit sind wir nur mangelhaft unterrichtet. Die Übernahme nach Stade in schwedischer Zeit erfolgte erst 1667. Die beiden Zwischenregierungen 1630/31 und 1676-80 haben auch in den Herkunftsbistümern ihren Niederschlag gefunden. Im Staatsarchiv Osnabrück fanden sich im Bestand Rep. 100 mehrere Akten über die Berufung Bischof Franz Wilhelms und die Verdener Restitution aus den Jahren 1628-49 mit Vorakten seit 1556. Diese Akten wurden bis auf diejenigen zur Restitution, die als Verfilmung hier vorliegen (Rep. 81, Nr. 477K-487K bzw. Nr. 499K) 1965 an das Staatsarchiv in Stade abgegeben und hier eingeordnet (siehe auch die jeweiligen Angaben unter Vorprovenienz). Drei weitere Akten befinden sich im Privatbesitz des Verlags Waldo Krieg in Wien, die trotz Bemühungen in den Jahren 1952 (HStA Hannover: Tgb. 1715/1952, Akten Spez. B 5) und 1978 (StA Stade: Tgb. 8/1978,

Akten M-086) bisher nicht verfilmt werden konnten. Die Folgeakten der fürstlich münsterschen Regierung in Verden aus der Okkupationszeit (1676-80) sind nebst einigen älteren Vorgängen im Bestand des Schwedischen Archivs unter Rep. 5a, Fach 485-491 eingeordnet. Eine weitere, dazugehörige Akte aus dem Staatsrachiv Münster (StA Münster: Landesarchiv; B 525 Nr. 16) liegt ebenfalls verfilmt vor (Rep. 81, Nr. 491K). Aus dem Archivrepertorium von Dancker, Hempel, Stoltz aus den Jahren 1667-1712 kann man darüber hinaus noch Angaben über kassierte Verdener Akten vor Errichtung des Staatsarchivs Münster finden.

Es fehlen darüber hinaus folgende Akten, die bei der Neuverzeichnung 1946 noch vorhanden, bei späteren Überprüfungen in den Jahren 1964 bzw. 1990 nicht mehr zu finden waren (nach ihrer Altsignatur):
Fach 5, Nr. 5, Fach 12, Nr. 54a, Fach 14, Nr. Fach 18, Nr. 39, Fach 22 Nr. 18, Fach 22 Nr. 32a, Fach 25 Nr. 14+15

Literatur:
M. Bär: Geschichte des Kgl. Staatsarchivs zu Hannover, 1900, S. 44.
M. Bär: Übersicht über die Bestände des Kgl. Staatsarchivs Hannnover, S. 56 (Celle Br. Arch. Des. 108a).
E. Weise: Geschichte des. Nds. Staatsarchivs in Stade nebst Übersicht seiner Bestände, 1964, S. 59-68 und 240-41.

Die Akten wurden im August 2006 von Frau Emily Weidmann vom vorhandenen maschinenschriftlichen Findbuch von Erich Weise (1946) abgeschrieben und von Frau Christiane Friesen auf Numerus Currens umgestellt und korrigiert. Die Nacherschließung ist durch den U. in den Monaten Oktober bis Dezember 2008 erfolgt.

Stade, im Dezember 2008

Thomas

Bardelle

Information / Notes

Additional information 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet