NLA ST Rep. 3 Lilienthal

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Zisterzienserinnenkloster Lilienthal - Urkunden

Life span 

1232-1624

Fonds data

Short description 

Das Kloster Lilienthal bei Bremen wurde 1229 gegründet, 1650 wurde es mit Auflösungsvertrag säkularisiert.
Findmittel: Repertorium des Königlichen Archives zu Stade, 1. Theil, enthält das chronologische Verzeichniß des Originalarchivs, geordnet und verzeichnet von D[iedrich] Möhlmann, 1847 (maschinenschriftlich).
Umfang: 678 Nummern

Custodial history 

1. Vorwort des Bearbeiters

Das vorliegende Findbuch umfasst lediglich alle Urkunden bis einschließlich des Jahres 1500. Nicht berücksichtigt sind die Urkunden aus dem Zeitraum 1501-1624 (Umfang ca. 80 Stück).

Das vorliegende Findbuch zum Bestand Rep. 3 Lilienthal basiert nahezu vollständig auf dem gedruckt vorliegenden Urkundenbuch: Horst-Rüdiger Jarck, Urkundenbuch des Klosters Lilienthal 1232-1500 (Schriftenreihe des Landschaftsverbandes der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden, Band 20 gleichzeitig Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen, Band 211), Stade 2002. Ausführliche Angaben zum Autor, Inhalt und Bearbeitungszeitraum finden sich im nun folgenden Text.

Mit der Edition der Urkunden des Lilienthaler Zisterzienserklosters hat der Bearbeiter im Jahre 1969 begonnen. Damals hatte der Leiter des Stadtarchivs Stade, Dr. Bernhard Wirtgen, einen Teil der von Wilhelm v. Hodenberg gefertigten Abschriften an das Staatsarchiv in Osnabrück zur weiteren Bearbeitung gesandt. Das Unternehmen geriet aber schon 1970 ins Stocken.

Hans-Heinrich Jarck, der Vater des Bearbeiters, hat dann vornehmlich nach Fotos der Urkunden von 1982 bis zu seinem Tode 1986 eine Edition vorbereitet und schon fast vollendet. Dem Staatsarchiv in Stade und seinen Mitarbeitern sei hier für die ihm gewährte ganz außerordentlich gute Betreuung herzlich gedankt. Die Stunden gemeinsamer Beratungen mit ihm über unsichere Lesungen, inhaltliche Fragen und die Lokalisierung von Ortsangaben werden dem späteren Herausgeber des Urkundenbuches immer in dankbarer Erinnerung bleiben.
Seit 1990 hat dann die als letzte redaktionelle Betreuung des vom Vater übernommenen Manuskriptes gedachte Endbearbeitung mehr als 10 Jahre Zeit in Anspruch genommen. Sie geriet durch den technischen Fortschritt und die sich als Wissenschaft verfeinernde Editionskunde bedingt über die

Jahre zusehends mehr zu einer Neubearbeitung. Ermutigungen seitens kompetenter Ratgeber, hier nenne ich besonders und in zeitlicher Reihenfolge der unter dem Vorzeichen des Urkundenbuches geführten Gespräche Herrn Archivdirektor Dr. Heinz-Joachim Schulze, Herrn Professor Dr. Hans G. Trüper, Herrn Dr. Bernd Kappelhoff, ab 1991 Leiter des Staatsarchivs Stade, und Herrn Dr. Jan Lokers, der 2000 sein Nachfolger in diesem Amt wurde, halfen dem gelegentlich sinkenden Mut wieder auf. Es wurden nach Aufnahme der Urkunden in den Computer, der sich einem Einscannen der mit vielen Korrekturen versehenen Schreibmaschinentexte widersetzte, noch vier weitere Bearbeitungs- und Kollationierungsgänge nötig.
Ein herzlicher Dank gilt den Personen, die das Bearbeiten der Urkunden durch aktive Hilfestellung und durch ihren Rat, vornehmlich bei Lese- und Interpretationsproblemen, unterstützt haben. Herr Dr. Ulrich Schwarz und Herr Dr. Rudolf Meier, beide Wolfenbüttel, sowie bei vielen Beratungen Herr Dr. Josef Dolle, Braunschweig, und bei einem letzten Kontrollgang Herr Dr. Adolf Hofmeister, Bremen, haben ganz besonders geholfen. Auch bei dem vierten Korrekturgang 2001-2002 konnten noch einmal Fehler eliminiert werden, so dass der Bearbeiter - trotz (oder wegen) vieljähriger Beschäftigung mit den Urkunden - noch mehr Respekt vor Editionsprojekten bekommen hat.
Dem Staatsarchiv Stade, seinem jetzigen und seinen früheren Leitern und allen Mitarbeitern sei ein ganz besonderer und persönlicher Dank ausgesprochen. Das Archiv mit den darin in Kontakt zum Benutzer arbeitenden Personen hat den Bearbeiter vor Dezennien als Doktoranden in seinen Bann gezogen und hat seinen Berufsweg zum Archivar bestimmt. Es blieb in dessen Erinnerung an die prägende Begegnung immer ein Beispiel für die gute Betreuung seiner Benutzer.

Der Landschaftsverband der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden,

vertreten durch Herrn Dr. Bernd Kappelhoff und Herrn Dr. Hans-Eckhard Dannenberg, hat dieses Urkundenbuch in seine Schriftenreihe aufgenommen. Für die jederzeit erfahrene Unterstützung und nachdrückliche Förderung der Edition und auch der Arbeit daran sei hier gedankt.


2. Zur Geschichte des Klosters

Erzbischof Gerhard der II. von Bremen gründete das Kloster Lilienthal als Gedächtnisstiftung für seinen am 25. Dezember 1229 im Kampf gegen die Stedinger gefallenen Bruder, den Grafen Hermann zur Lippe, und sorgte für die umfangreiche Gründungsausstattung. Die Gründungsurkunde, in welcher der Erzbischof diesen umfangreichen Grundbesitz zehnt- und vogtfrei dem Zisterzienserorden zur Errichtung eines Nonnenklosters schenkte, ist in zwei Ausfertigungen überliefert. Mit gleichem Datum, ebenfalls zweifach, bestätigt eine Urkunde von Dompropst, Dekan und Domkapitel in Bremen die Schenkung. Vom 25. Oktober 1234 datiert ein päpstliches Schutzprivileg, von dem berichtet wird, dass es vom Bremer Dominikaner-Mönch Wilhelm durch eine Reise an die Kurie in Rom eingeholt wurde. Die Bedeutung der Gründung wurde noch weiter bekräftigt durch einen kaiserlichen Schutzbrief vom September 1235.1

Über die Vorgänge bei der Gründung und die ersten Jahrzehnte des Klosters unterrichtet eine auf zwei Wegen nur abschriftlich überlieferte, jedoch anhand der überprüfbaren Angaben erkennbar korrekte klosterinterne Aufzeichnung kurz nach 12702. Danach datiert der Beginn des mehrstufigen Gründungsvorgangs 1230. Mit den praktischen Vorarbeiten, vielleicht auch begleitet von einer Landschenkung 3, begann ein Bremer Bürger, Helwicus Turingus, mit seiner Frau und drei Töchtern am 25. März 1230.

Die genaue Lage der ersten Klostergründung, im Gründungsbericht nur zwei Mal mit Northusen angegeben, ist wohl im Gebiet Trupe und Wallerbroke (später Niederende, St. Jürgen, Oberende), nicht aber

genauer belegt. Drei Annahmen für den Gründungsort werden zur Zeit noch diskutiert: 1. Gründungsort ist der Standort der späteren Truper Kapelle ca. 1,8 km westlich von der späteren Klosterkirche Lilienthal. Argumente dafür sind, dass die Kirche Trupe ab 1283 urkundlich belegt ist und dass schon zu dieser Zeit der Kapellan des Klosters Geistlicher der Truper Pfarrkirche ist 4. Der Ort Trupe, 1232 noch vage zu präzisieren, wird in den folgenden 3 Jahrhunderten regelmäßig benannt und erkennbar mit dem noch heute bestehenden Ortsteil Trupe identifiziert. 2. Möglichkeit, die von D. Fliedner angedeutet und von D. Gerdes mit Argumenten belegt ist 5: auf der Höge, einer höhergelegenen Düne ca. 3 km nördlich vom späteren Ortsmittelpunkt, die später einen Wirtschaftshof des Klosters trug. Sie ragt etwa 2 m aus dem umliegenden Niederungsgebiet heraus und lag unmittelbar an der alten Wörpe, bot auch die Möglichkeit zur Anlegung einer Wassermühle. Das gäbe auch für den Namen Northusen im Gründungsbericht einen Sinn und könnte auch erklären, warum dieser Platz nördlich des alten Wörpelaufs immer zum Kloster Lilienthal gehörte. 3. Möglichkeit: Die Lage der jetzigen Klosterkirche war auch schon Standort der Gründungskirche 6. Dagegen spricht die Lage außerhalb der alten schon zur Gründungszeit vorhandenen Gemarkungsgrenze antiqua sidewendindige 7. Auf jeden Fall war das großräumige Gründungsgelände nicht verlassen worden. Der steinerne Kirchenbau ab 12488, als der Konvent noch in Wollah war und zugleich die aktive Äbtissin Sophia schon die Rückkehr betrieb, deutet neben vielen anderen Belegen darauf hin.

Der Erzbischof gab seiner Gründung den Namen Vallis liliorum, Lilienthal, und holte durch Briefe und Boten die ersten vier Nonnen nach Trupe. Sie kamen 1231 aus dem Zisterziensernonnenkloster Walberberg bei Bonn 9. Dieses Zisterzienserinnenkloster gehörte über sein Vaterkloster

Heisterbach und Himmenrod zur Filiationslinie Clairvaux. Äbtissin war in Walberberg von 1197 bis 1224 eine Margareta, die unter die Heiligen des Zisterzienserordens gezählt wird und der Cäsarius von Heisterbach seine Homilien widmete 10. In Heisterbach wirkte als Vaterabt von 1208 bis 1240 der studierte Kleriker Heinrich von Berge, der in Deutschland höchstes Ansehen genoss 11. Mit der Auswahl dieses Konvents als Mutterkloster ließ Erzbischof Gerhard II. von Bremen ein anspruchsvolles Programm für seine Gründung erkennen. Gleichzeitig bestellte er den Bremer Domkanoniker Johannes de Berversate zum Propst.
Die Familie der Grafen zur Lippe, die in Erzbischof Gerhard II. den entscheidenden Förderer des Klosters stellte, wird in ihrer Verbindung zu den Kirchen und Klöstern des norddeutschen Raumes in einer von Gerhard selbst 1244 ausgegebenen Urkunde vorgestellt und zeigt den kirchenpolitischen Zusammenhang der Gründerfamilie 12 und damit auch der jungen Klostergründung auf. Genannt werden der Vater Gerhards, der Edle Bernhard zur Lippe und einstige Bischof von Semgallen, seine Mutter Heilewidis und seine Brüder, die Bischöfe Otto von Utrecht und Bernhard von Paderborn, der Propst Dietrich von Deventer, der Edle Hermann von der Lippe und die Schwestern, die Äbtissinnen Hethelent von Bassum, Gertrud von Herford, Kunigunde von Freckenhorst, Adelheid von Elten sowie die Gräfinnen Heilewidis von Ziegenhain und Beatrix von Lauterberg. Der erwähnte Vater Gerhards II., Bernhard zur Lippe, war noch im Alter von 70 Jahren Mönch geworden und als Zisterzienser Abt von Dünamünde und Bischof von Semgallen. Das weite zur Entwässerung und Kolonisation anstehende Klosterland überforderte schon nach kurzer Zeit den Konvent. Nach zwei Jahren, 1234 wenn man dem Gründungsbericht folgt, spätestens 1235 zog der Konvent nach Wollah. In diesem Ort, ca. 4 km nördlich Lesums gelegen, hatte

Erzbischof Hartwich II. 1188 einen Hof zur Gründung eines Zisterziensernonnenklosters gekauft 13. 1235 schenkte ihn Erzbischof Gerhard II. zusammen mit der Pfarrkirche in Lesum dem Kloster Lilienthal, das auf seinen Wunsch -wie der Grüngungsbericht festhält- dorthin umzog 14. Mit Urkunde vom 18. Januar 1235 teilte Erzbischof Gerhard dem Domdekan G[ernand] mit, dass er mit Zustimmung des Domkapitels dem Kloster Lilienthal die Kirche in Lesum übertragen und den Geistlichen Johannes verpflichtet habe. Am 22. März 1235 wies er bei der Schenkung Wollahs auch auf die Übertragung der Kirche Lesum hin 15.

Lesum war schon seit fränkischer Zeit Grafensitz gewesen. Als Reichslehen wurde der Hof Lesum 1062 von Heinrich IV. an Erzbischof Adalbert von Bremen geschenkt 16. Die Martinskirche, die 1235 dem Kloster übertragen wurde, geht in diese Zeit zurück, das Martinspatrozinium ist erstmals 1264 urkundlich belegt 17. Der Einflussbereich dieser alten zentral gelegenen Parochie war recht bedeutend und wichtig für den jungen noch ungefestigten Nonnenkonvent.

Dass die Durchsetzung in Lesum nicht ohne Komplikationen verlief, ist wohl daraus zu schließen, dass Erzbischof Gerhard die Kirche Lesum sich persönlich in Bremen im Dom in Gegenwart des Domdekans vom Priester Johannes resignieren ließ, um sie wiederum persönlich am 28. März 1238 in Lesum dem Nonnenkonvent zu freiem Besitz zu übergeben. Die Äbtissin Bertheidis übertrug daraufhin im Chor der Kirche dem Priester sein Amt als Aufgabe, nicht als Belehnung 18. Die Kirche in Lesum wurde zur Klosterkirche. In fünf Urkunden 1238 und zuletzt 1240 ist der Klosterstandort Lesum belegt 19.

Die Kirche Lesum mit den schon festgefügten Wirtschafts- und Verwaltungsstrukturen auf diesem an der Weser gelegenen Geestrücken gefiel dem Kloster nicht als Dauerstandort. Nach Verlauf von 6 Jahren zog der Konvent wieder ab und behielt die Kirche

als Pfarrkirche. Aus dem Jahre 1259 ist ein Streit des Klosters mit den iuratis et parrochianis der Lesumer Kirche überliefert, den Erzbischof Hildebold dahin schlichtete, dass Einkünfte aus bestimmten Besitzungen für die Verbesserung von Bauwerk und Beleuchtung der Lesumer Kirche festgelegt wurden 20.

Ein neuerlicher Ortswechsel nach Wollah ist wohl 1241 erfolgt. Die curia Wolda und die Pfarrkirche Lesum werden in einer Urkunde genannt 21. Eine neue Bezeichnung des Konvents, dominabus eiusdem ordinis de Walda, weist auf den neuen Standort hin. Motiv und genauerer Zeitpunkt, auch eine Genehmigung des Generalkapitels, Vaterabtes oder Erzbischofs für diesen Schritt ist nicht zu erkennen.

Es bleibt die Frage, ob Wollah nur als Zwischenlösung oder aber als endgültiger Standort für das Kloster angestrebt wurde. Die Schenkung der curia Wollah und der Kirche in Lesum in einer Urkunde, die Bestätigung dieser Schenkung, wiederum in einer Urkunde zusammen, lassen den Wechsel Wollah - Lesum - Wollah als eine Einheit erscheinen 22. Bei einer umfangreichen und dreifach überlieferten Zusammenfassung der Besitzurkunden und Privilegienbestätigung durch den Erzbischof von Bremen 1244 wird der Besitz Wollah an den Anfang gestellt. Der Gründungsbesitz in Trupe steht an unauffälliger Stelle in der Urkunde bestätigt als ceterum terram illam que vocatur Trupa 23. Das legt den Schluss nahe, dass im Kloster zu diesem Zeitpunkt der Umzug als endgültig angesehen wurde.

Inzwischen war - noch in Lesum, spätestens also 1241, - mit Sophia für das entstehende Kloster eine besonders impulsgebende Persönlichkeit gewählt worden. Der Gründungsbericht erwähnt, dass unter ihrer Initiative die Kirche deutlichen Aufschwung nahm 24. Das Kloster führte jetzt nur noch den Namen "Lilienthal" und beantragte 1247 beim Generalkapitel die Zustimmung zur Rückkehr in das Gründungsgebiet 25.

Ein erster

Holzbau der Klosterkirche sollte 1248 neu in Stein errichtet werden. Zur Unterstützung dieses Werkes spendete Wilhelm Bischof von Sabina und päpstlicher Legat in einer in Bremen ausgestellten Urkunde 40 Tage Ablass 26. Man begann also 1247/48 mit dem Ausbau der Klostergebäude und der Errichtung einer steinernen Kirche. Der Gründungsbericht hält auch den aktiven Anteil des Propstes Albert und die Initiative des Konversen Volquinus bei der Kultivierung des ehemaligen Gründungsortes des Klosters fest 27.

1257 ließ das Kloster sich erneut in zweifacher Ausfertigung seine Besitzungen und Privilegien bestätigen 28. Im Jahr darauf erwarb es nahe dem Gründungsbesitz ein Stück des Wasserlaufs zwischen Trupe und Wilstedt 29. Von Herzog Albrecht von Braunschweig ließ der Konvent sich in zwei nur in der Aussage gleichen Urkunden 30, die dem Seelenheil der herzoglichen Eltern und Geschwister gewidmet sind, das Eigentum von zwei Höfen in Borgfeld übertragen. Die Nonnen erweiterten damit ihren direkten Klosterbesitz und konnten damit gleichzeitig einen weiteren bedeutenden Förderer vorweisen.

Eine Bitte der Äbtissin Sophie um endgültige Genehmigung zum Umzug von Wollah an den neuen und nahe dem alten Gründungsort Trupe gelegenen Sitz ist durch die Erlasse des Generalkapitels überliefert. Die Versammlung der Zisterzienseräbte beauftragte 1258 die Äbte von Mariental bei Helmstedt und Loccum, eine Inspektion des Ortes, wohin die Äbtissin das Kloster zu verlegen wünschte, vorzunehmen 31. Diese Ortsprüfung ist von den Äbten Dietrich von Mariental, Hermann von Loccum und Sifridus von Hude vorgenommen und darauf der Umzug von ihnen genehmigt worden. Das Kloster begann mit dem Gebäudebau 32.

Die vierte Äbtissin, Jutta, wurde vom Visitator, dem Vaterabt Sifridus von Hude, am 2. Dezember 1259 in ihr Amt ordiniert. Nachdem schon ein Teil des Klosters vor Weihnachten 1261 umzog, kam

der Konvent unter Äbtissin Jutta am 24. April 1262 nach Trupe ins das inzwischen neu errichtete Kloster zurück. Erzbischof Hildebold von Bremen übergab den Klosterort an die Nonnen am 10. Juni 126333. Kloster Lilienthal war bei der Fundation mit umfangreichem Landbesitz in einem Gebiet ausgestattet worden, welches unmittelbar an die im 12. Jahrhundert entstandenen Hollerkolonien in den Kirchspielen Horn und Oberneuland angrenzte 34. Die Bremer Erzbischöfe hatten die Ansiedlung holländischer Kolonisatoren im Niederungsgebiet der Weser und Wümme gefördert. Diese waren mit der Tendenz zu möglichst großer Selbständigkeit auf Hufen von ungefähr 48 ha angesetzt worden 35. Aus den Freiheiten und der angestrebten "hereditas" der Erbleihebauern entstand eine Spannung zu den geistlichen, ministerialischen und bürgerlichen Grundherren. In dieses entstehende Spannungsfeld hinein, das im Stedingeraufstand sogar zum gewaltsamen Tod des Bruders von Erzbischof Gerhard II. geführt hatte, setzte der Erzbischof das Kloster Lilienthal in ein nur mit einzelnen Höfen besiedeltes Gebiet. Die Gründungsurkunde weist darauf hin, dass in einem genannten Sprengel das Kloster allen Besitz zehnt- und vogtfrei haben solle außer dem, der schon zu Lehen vergeben ist 36. Kloster Lilienthal ist als geistliche Gründung für den Gründer zugleich im zu kolonisierenden Niederungsgebiet des Gründungsgeländes eine hilfreiche Einrichtung zur Territorienbildung.
Die ersten Jahrzehnte Lilienthals waren von aktiver Hilfe durch den Bremer Dominikanerkonvent zu St. Katharinen in Bremen begleitet 37. Dieser Konvent steht mit seinem Prior oder mehreren Konventsangehörigen in den ersten zwei Jahrzehnten des Lilienthaler Klosters in 15 von 25 Urkunden in der Zeugenreihe. Bruder Wilhelm ist dabei in 11 Fällen beteiligt 38.

Auf den jährlichen Generalkapiteln klagten die Zisterzienseräbte seit 1212 zunehmend über das

Anwachsen der Frauenkonvente im Orden 39. Restriktive Maßnahmen bewirkten, dass es ab etwa 1220 nur noch in Ausnahmefällen zur festesten Form der Ordenszugehörigkeit, der Inkorporierung von Nonnenklöstern, kam. Kriterien für das Bestehen dieser "Pleno-iure-Inkorporation" waren die schriftlich verzeichnete Aufnahme des Klosters in den Zisterzienserorden, die Behandlung seiner Angelegenheiten auf den Generalkapiteln und regelmäßige Visitationen durch einen Vaterabt 40.

Lilienthal ist in den Generalkapitelsbeschlüssen genannt worden, wobei die Äbte von Mariental und Loccum mit Aufsichtspflichten erkennbar sind. Laut Gründungsbericht wurde Abt Konrad von Mariental der erste Vaterabt, der jedoch seine Aufgabe wegen der räumlichen Entfernung an den Abt Osmundus von Kloster Hude weitergab 41. Das Ende des Huder Paternitätsverhältnisses setzt der Gründungsbericht in das Jahr 1270. Spätere Urkunden von 1324 und 133342 zitieren aber weiter den Huder Abt als Visitator. Danach trat häufiger Kloster Loccum in Kontakt zum Lilienthaler Konvent 43, den noch 1536 Abt Wolterus von Loccum bei einer Visitation als Tochterkloster benannte 44.

Da regelmäßige Visitationen und Aufsicht durch den Vaterabt ebenso nachzuweisen sind wie die Behandlung Lilienthaler Angelegenheiten auf dem Generalkonvent, darf man von einer auch in anderen Fällen häufiger zu belegenden mündlichen Zusage der Inkorporation durch den Abt von Citeaux ausgehen 45. Sollte hier die Begründung liegen für die spätere Beschreibung der Fundation, welche neben der Aufführung von Mutter- und Vaterklöstern im Zisterzienserorden ausdrücklich benennt, dass Bischof und Domkapitel für die Inkorporation sorgten?46

Lilienthal hat als ein dem Zisterzienserorden inkorporiertes Kloster unter Aufsicht der Vateräbte und in schriftlich bestätigter Beziehung und Abhängigkeit zum Generalkapitel gestanden. Da Nachrichten über Mangel

an Disziplin oder mangelnden Glaubenseifer trotz außerordentlich guter Quellenlage nicht vorliegen, ist davon auszugehen, dass im Kloster die Ordensregeln ohne Übertreibungen und ohne Mängel befolgt wurden. Schwierigkeiten gab es gelegentlich aus einzelnen Anlässen, so als es zusammen mit Kloster Hude als erste Rate einer zweijährigen Hilfszahlung für den apostolischen Stuhl 30 Goldflorenen zahlen musste 47 oder 1377 den von Papst Gregor XI. auferlegten Sechsten mit leichter Verspätung zahlte 48. Querelen und Schriftwechsel mit der Kurie, die bis zur Exkommunikation von Propst, Äbtissin und Konvent führten 49, entwickelten sich auch 1394 bis 1399 um die von Rom aufgezwungene Besetzung der Pfarre in Lesum, bei der sich das Kloster trotz erheblichen Widerstandes nicht durchsetzen konnte 50.

Schon kurz nach der Gründung hatte das Kloster einen umfangreichen Schatz von Reliquien erworben. Diese befanden sich im Haupt eines Marienbildes in dem alten 1738 abgebrochenen Lilienthaler Klosteraltar 51. Sie waren, wie eine Aufschrift auf dem Marienbild zeigte, zu Ostern 1256 vom Bischof Johann von Lübeck geweiht worden 52.
Für Kloster Lilienthal ist schon von O. May eine eigene Klosterschreibstube nachgewiesen worden 53. Mit Sicherheit sind schon Urkunden von 1235 und 1236 von einer Schreiberhand gefertigt, die zuletzt 1240 54 belegt ist. Die Ausstellung von Urkünden für das Kloster, sogenannte Empfängerbeurkundung, ist bis in den Beginn des 14. Jh. nachzuweisen 55. Für die Zeit bis 1430 konnte anhand zahlreicher zunächst nicht mit dem Kloster in Zusammenhang stehenden Urkunden auch die Ausstellung klosterfremder Urkunden in der Lilienthaler Schreibstube bestätigt werden 56. Es ist anzunehmen, dass in dieser Klosterwerkstatt im 13. Jahrhundert Handschriften für den kirchlichen Gebrauch gefertigt wurden. Sie sind anlässlich der Wirren des Dreißigjährigen Krieges nach Bremen

ausgelagert worden, erlitten Plünderungen von Soldaten und gelten als verschollen 57.

In den Kontext dieser Schreibstube ist vielleicht auch die von dem bremischen Archivar Ehmck gefundene Lilienthaler Sammlung zu setzen, die im Staatsarchiv Bremen zu Umschlägen von Accisebüchern verwendet war. Zuerst berichtete darüber W. von Bippen 58 und druckte einen Teil der Sammlung ab, konnte sie aber noch nicht herkunftsmäßig einordnen. B. U. Hucker gelang es, einen Teil der Sammlung als aus Lilienthal stammend zu bestimmen. Der formelhafte Charakter und zugleich das Vorhandensein von Briefen und Antworten kann auf Schreibübungen und Schülerarbeiten hindeuten. Hucker hält die Herstellung in der Klosterschreibstube und ihre Bestimmung für den Unterricht in der Klosterschule für wahrscheinlich 59. Einen Schulunterricht hat es gegeben. Aus einer Urkunde von 1379, die den Schulkindern eine jährliche Rente zuweist 60, ist jedoch nicht erkennbar, ob über den engeren Klosterbereich hinaus unterrichtet wurde.

Vom Generalvikar der reformierten Holländischen Kongregationen des Dominikanerordens, Cornelius de Suekis, wurde der Lilienthaler Konvent 1507 in die Gebetsbrüderschaft aufgenommen 61. Dieses Dokument im Klosterarchiv und die damit bezeugte Verbindung zu den Domininikanern der Holländischen Reformbewegung gibt einen Hinweis auf die im Kloster vorhandene Bereitschaft zur Erneuerung.

Abt Wolterus von Loccum, der väterliche Visitator im Jahre 1536, dankte dafür, dass er das Kloster vorgefunden hat in genochsamener loffliken unde geistliken levende sowol in geistliken alß in tyddtliken dinghen und sah nur bei den Laienschwestern ein paar Dinge zu ermahnen, etwa dal se bynnen effte buten closters nicht scholen luttersche dudessche salme noch wartlike lede syngen 62. Zwei Jahre später kam Abt Hartmann von Loccum herbeigeeilt, um den jetzt erkennbar gewordenen drohenden Brand

nicht entstehen zu lassen 63. Die alte Äbtissin Tibbeke Louwen, wollte ihr Amt resignieren aus Alters- und Gesundheitsgründen und aliasque causas pregnantes. Und um nicht in dieser stürmischen Situation, his procellosis, Gefahr entstehen zu lassen, ließ er neu wählen. Welche Not hier vorlag, ist wegen der seit 1522 von der Stadt Bremen ausgehenden reformatorischen Unruhen nur zu erahnen. Die neue Äbtissin wurde ordiniert und ist zuletzt 1571 urkundlich erwähnt, da aber als de olden frouwen Lucke Nuttes 64. Es regierte schon ihre Nachfolgerin Abel Schönfeld.

Ein Bericht von 1629, der anlässlich der Restitution des Klosters bei der Befragung der Nonnen erstellt wurde, beschreibt rückblickend das Datum der Reformation, nämlich dass diese vor 64 Jahren beschehen sein soll 65. Damit lässt sich dieses Ereignis mit etwa dem Jahre 1565 errechnen. Ein Datum, welches auch durch andere Indizien bestätigt wird. Die Nonnen sagten aus, dass nach der Reformation die alte Äbtissin im Kloster blieb, so wie das durch die oben schon erwähnte Urkunde von 1571 bestätigt wurde.

Seit 1568 war nach über drei Jahrzehnten erstmals auch wieder ein Propst aktiv und benannt, der protestantische Bremer Domherr Otto v. Düring, bei seiner ersten Nennung Domherr zu Bremen und Verweser des Klosters 66. Dass die Reformation zwar zu einem festen Termin aber dennoch friedlich vor sich gegangen ist, kann einem weiteren Verhör entnommen werden, wo eine Nonne berichtete, daß wir auch fuer Jahren bey Zeiten der Reformation dieses Cloesters verschiedtliche catholische Conventualinnen, so nirgendts hingewust, guthwillig bey unß geduldet undt biß in ihren todt im cloester undterhalten 67.

Mit dem Restitutionsedikt von 1629 und der Anordnung des Kaisers zur Rückführung zur katholischen Lehre begannen für das Kloster Jahre großer Prüfungen 68. Mit einer am 20. September 1629 (n. St.) ausgefertigten und

am 4. Oktober (n. St.) nachts ausgehändigten Etictal-Citation wurde das Kloster aufgefordert, am 9. Oktober in Verden zur Rechtfertigung zu erscheinen 69.

Dem Versuch der Nonnen, Zeit zu gewinnen und ihrem offenherzigen Bericht, sie hätten die Briefschaften und Siegel ausgelagert 70, folgt am 15. Dezember 1629 (n. St.) eine ultimative Aufforderung zur Herausgabe der Register und Briefschaften oder zur Rückkehr zum katholischen Glauben. Frist ist der 2. Februar 1630 (n. St.)71. Die schriftlich vorgetragenen Klagen, dass man unter Kriegslasten zu leiden gehabt habe und die bei Lutter a. B. Verwundeten fast ein Jahr lang gepflegt habe, halfen nicht 72. Mit weiteren Dekreten vom 5. März 1630 (n. St.) und 24. März 1630 (n. St.) durch den Osnabrücker Bischof Franz Wilhelm v. Warttenberg wurde die Restitution auch gegen den Protest der Nonnen nachdrücklich gefordert 73 und deren Durchführung den Subdelegierten, nämlich Dieterich Siekmann, Albert Treckell und Thomas Rungius aufgetragen 74. Als diese weiterhin erfolglos sich um den Auszug der Nonnen bemühten, bestellte Bischof Franz Wilhelm am 16. Mai 1630 (n. St.) zur Durchsetzung der Restitution des Klosters als Subdelegierte die Doctores der Rechte Philipp Lüttringhausen und Albert Treckel 75.

Am 5. April 1631 (a. St.) kamen gegen Mittag diese genannten Subdelegierten mit Soldaten auf den Klosterhof und ließen Türen, Tore und Pässe besetzen 76. Nach einer Frist zunächst bis zum selben Abend, dann bis zum folgenden Sonntag, wurde am 9. April 1631 das Kloster gewaltsam geräumt 77. Über diesen erzwungenen und gewaltsamen Auszug aus dem Kloster auf 13 Wagen liegt der anklagende Bericht der Äbtissin vor 78. Die bischöflichen Beauftragten Dietrich Sickmann und Albert Treckel berichteten zuvor am 7. April an Bischof Franz Wilhelm v. Warttenberg mit dem Blick aus ihrer Sicht, dass die Nonnen nicht zum Gehorsam zu zwingen

seien 79. Nach diesem dramatischen Auszug bereiteten Äbtissin und Konvent mit Datum vom 2. Mai 1631 (22. April a. St.) einen notariellen Schriftsatz für das Gericht vor, wo sie angaben, in Bremen am Großen Domshof in der Dombaumeisterei ihre Wohnung genommen zu haben 80. Der Konvent konnte erst 1635 wieder in sein Kloster zurückkehren, da zunächst nach dem Abzug der Truppen der Liga sich der Bremer Erzbischof des Klosters bemächtigt hatte. Erst die Intervention der Landstände ermöglichte den Nonnen die Rückkehr 81.

Nach dem Westfälischen Frieden fiel mit dem Erzstift Bremen auch Kloster Lilienthal an die Krone Schweden. Die daraus sich ergebende Säkularisierung des Klosters und Alimentation der Klosterangehörigen wurde ausgeführt mit dem Auflösungsvertrag vom 15. April 1650. In Gegenwart von 10 genannten „Säkularisierten Konventualinnen“ wurde die Alimentation der im Kloster Verbliebenen geregelt 82. Den vier noch vorhandenen exspectanten junfferen wurden auf Lebenszeit 30 Rtlr zugesagt. Die 6 Laienschwestern erhielten 18 Rtlr. Rente, die eine, Hibbel Luenß welche damals über 100 Jahre alt und blind war, 20 Rtlr. 83. 1720 lebten noch zwei der Klosterangehörigen 84.
Königin Christine von Schweden hatte zunächst 1650 das aufgelöste Kloster Lilienthal dem Grafen Casimir de la Gardie übertragen. Die Verwaltung wurde bis dahin von dem Amtmann Heinrich Krüger geführt 85. Einem Schreiben des Grafen vom 30. Dezember 1650 aus Stockholm an die schwedische Regierung in Stade ist zu entnehmen, dass er gegen deren Willen seinen Günstling Schmieder mit Vollmacht und Instruktion als Amtmann nach Lilienthal abgesandt hatte 86. Es kam zum Dissens und für den Grafen zum Verlust des Amtes, an dem er jedoch nicht schwer getragen zu haben scheint 87.

Königin Christine von Schweden schenkte mit Urkunde vom 17. Februar 1651 dem mit Ihrer Cousine Eleonora Catharina vermählten

Generalmajor Landgraf Friedrich zu Hessen-Eschwege für seine Kriegsdienste das Kloster Lilienthal als Lehen in männlicher und weiblicher Erbfolge 88.

Vor Dr. Niklas von Höpken, Direktor beim Konsistorium in den Herzogtümern Bremen und Verden, und dem Osterholzer Amtmann David Pollius erschienen zur Durchsetzung dieser Belehnung am 13. Januar 1652 vor dem Amtshaus in Lilienthal die Amtsuntertanen 89. Heinrich Krüger wurde wieder eingestellt und durch einen Handschlag verpflichtet 90.

Nach dem Tode des Landgrafen Friedrich am 24. September 1655 übersiedelte seine Witwe Eleonora Catharina in ihre Ämter Osterholz und Lilienthal und nahm den Kampf um die Durchsetzung ihrer Erbansprüche auf. König Karl X. von Schweden erweiterte am 29. Dezember 1657 (a. St.) das Lehnspatent über die Klöster Osterholz und Lilienthal ausdrücklich auch auf die Töchter 91. Ihr wurde wenige Jahre später, 1663, das Patronatsrecht für die Klöster Osterholz und Lilienthal und die darunter belegenen Kirchen bestätigt 92.

Klöster Osterholz und Lilienthal ausdrücklich auch auf die Töchter 91. Ihr wurde wenige Jahre später, 1663, das Patronatsrecht für die Klöster Osterholz und Lilienthal und die darunter belegenen Kirchen bestätigt 92.
Die ruhige und anerkannt fürsorgliche Regentschaft der Landgrafenwitwe in ihren Ämtern erfuhr nur eine herbe Unterbrechung, als die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg sich im Reichskrieg gegen Schweden verbanden 93. Sie belagerten Stade und besetzten am 25. Mai 1677 (a. St.) auch Lilienthal 94. Gottfried Seyfert von Sternthal, Hofmeister und Drost der Gräfin von Hessen-Eschwege, wurde in Celle vorstellig 95. Am 2. Oktober 1678 wurde ihm resolviert, dass die Landgräfin Eleonora Catharina die Güter wieder in Besitz genießen und zudem von Weihnachten 1677 an 800 Rtlr. pro Jahr haben solle 96. Allerdings ließ die endgültige Rückgabe durch den

braunschweig-lüneburgischen Regierungsrat Hackeberg als Sonderbeauftragten der Herzöge Georg Wilhelm und Rudolf August von Braunschweig-Lüneburg noch bis zum 14. Dezember 1679 (a. St.) auf sich warten 97.
Nach dem Celler Frieden vom 5. Februar 1679 setzte König Karl X. eine Kommission ein zur Einrichtung der Deutschen Provinzen und belehnte die Landgräfin am 8. Juli 1684 (a. St.) erneut, allerdings nur auf Lebenszeit 98.
Am 3. März 1692 starb Eleonora Catharina. In Form eines Handstreichs versuchte am 19. März Rat Wulffius im Namen der „fstl. Erben zu Osterholz“ den Besitz zu nehmen 99, wurde aber von der kgl. Regierung in Stade zurückgewiesen. Auch eine Reise ihrer Tochter Christine von Braunschweig-Lüneburg nach Schweden im Juli 1692 hatte nur bedingten Erfolg. Einem zunächst vom König zugestandenen Gratialgeld, einer Rente von 1.500 Rtlr. courant gegen Auslieferung der Urkunden und Verbriefungen 100, hielt sie dem König in Schweden vor Ort seine bei ihrer Familie offenstehenden Schulden von 34.500 Rtlr. entgegen 101, der daraufhin sein Angebot vom 4. Juli 1692 verärgert expressis verbis aufhob 102. Die Angelegenheit wurde endgültig an das kgl. Reduktionskollegium verwiesen 103. Lediglich einzelne Summen an die Erben wie etwa 5.000 Rtlr Brautschatzgelder 1693 und das Leichenbegängnis für die Landgräfin wurden bezahlt 104.

Einer Verpfändung des Klosteramts Lilienthal für 25.717 Taler 105 an den hannoverschen Oberkämmerer von Schilden 106 folgte im Nordischen Krieg eine zeitweilige Okkupierung durch die Dänen 107. Im Frieden von Stockholm 1719 fiel Bremen-Verden und damit auch Lilienthal an Hannover. Erst 1733 wurde der Pfandinhaber von Schilden abgefunden 108.


3. Die Quellen

Der Archivbestand des Klosters Lilienthal ist unmittelbar nach der Aufhebung des Klosters 1650/1651 nach Stade in das Archiv gelangt und gehört zum reichhaltigsten im Stader Archiv

109. Am 1. August 1704 schloss der Stader Archivar Dietrich v. Stade d. Jüng. bereits das zweite Findbuch, die „Registratur B“ ab. Es enthielt Urkunden aus verschiedenen Fonds, u.a. „7. das Archiv des Klosters Lilienthal“110. Die Übernahme aus Stade in das Staatsarchiv Hannover geschah zusammen mit dem schwedischen Archiv in zwei Stufen 1869/70 und 1898. Zwar ist das Klosterarchiv Lilienthal erhalten, dagegen wurde in Hannover die Abteilung der Kopiare und Handschriften bis auf ganz wenige Reste durch Kriegseinwirkung im Brand am 8./9. Oktober 1943 zerstört 111. Nach der Einrichtung des Staatsarchivs in Stade 1959/60 kehrten die Archivalien nach Stade zurück 112.

Im einzelnen sind folgende für das ehemalige Kloster vorhandenen Unterlagen herangezogen:

StA Stade:
Rep 3 Nr. 1-678 (= Urkunden Kloster Lilienthal 1232-1624 Nr. 1-678);
Rep 5a (Schwedisches Archiv) Fach 423 Nr. 1-10;
Rep 5b (= Erzstiftisch Bremisches Archiv) Fach 75 Nr. 77, 78, 80;
Dep 10 (Depositum Stader Geschichts- u. Heimatverein) Fa 3/1 Urkundenbuch des Klosters Lilienthal;
Fa 3/13 Chronologisches Repertorium der Urkunden, 1847 v. Heinrich Böttger aufgestellt;
Fa 3/14 Inventarium von 1651 - Verzeichnis aller Documente, Briefschaften etc., welche 1651 aus dem Archive des aufgehobenen Klosters Lilienthal nach Stade in das Archiv geschafft worden sind.
Es sind folgende drei Kopiare bekannt geworden, die auch nachweislich bis zu ihrer Zerstörung 1943 benutzt wurden:
Cop. II, 148
lag als "Copiarius Liliendalensis" bei der Bearbeitung des Bremer UB vor und wird auf 1512 datiert. Es wird im Bremischen Urkundenbuch ausführlich beschrieben (Bremisches UB I S. XVI f.). Dort heißt es "Der Codex enthält bis f. 200 (incl.) 355 Urkunden des Klosters Lilienthal, von diesen sind bis fol. 187a mit Ausnahme zweier später nachgetragenen sämmtliche Urkunden von der gleichen Hand geschrieben. Die ältesten

der aufgenommenen Urkunden sind die des Erzbischofs Gerhard II. und des Domkapitels von 1232 [UB Nr. 1], die jüngste von der Hand des ersten Schreibers ist vom 5. Januar 1512 ... Der Codex wird also wahrscheinlich um 1512 angelegt sein". Es befand sich möglicherweise zuvor im Besitz des Homer Pastors Kohlmann, der noch 1862 in einem Aufsatz von einem Kopiar schrieb, das sich in seinem Privatbesitz befinde 113. Nach seinem Tod 1864 ist es vermutlich in das Staatsarchiv gekommen.
Cop. II, 149
Es scheint sich bei diesem Kopiar um eine Abschrift des Cop. II, 148 gehandelt zu haben, die - soweit nachvollziehbar - Fehler übernimmt. Eine Überprüfung an den Originalen ist nicht erfolgt. Das Kopiar enthielt nur 310 der in Cop. II, 148 vorliegenden 355 Urkunden 114.
Es wird erstmals 1847 zitiert, dann im Auftrag des Landschaftsdirektors v. Hodenberg vom "Candidaten theol. Fromme" zum Großteil abgeschrieben. Die Abschriften wurden von Bibliothekssekretär Dr. Böttger kollationiert 115. Zu den Abschriften v. Hodenberg / Frommes s. u. StA Stade, Dep. 10, Fa-3, Nr. 1 (Hodenberg, UB Lilienthal; 19. Jh.).
Cop. II, 150
Das dritte bis 1943 in Hannover gelagerte Kopiar ist im 17. Jahrhundert entstanden und enthält Auszüge aus Cop. II, 148. Dem Bearbeiter hat durch Vermittlung von Herrn Oberkreisdirektor Gottschalk, Osterholz, noch 1968 ein Manuskript eines Archivtagebuchs von O. H. May Vorgelegen, in dem May, der zuletzt 1926 alle drei Kopiare in Hannover untersucht und verglichen hat, diese Feststellung niedergeschrieben hat 116.

Im Staatsarchiv Stade überliefert:
Dep. 10, Fa-3, Nr. 1
Wilhelm von Hodenberg, Archiv des Klosters Lilienthal (19. Jh.). Abschriften vornehmlich nach +Kopiar Lil. II, 149, aber gelegentlich auch nach Cop. II, 150, sowie Vogt, monumenta inedita, und auch vereinzelt nach der Originalausfertigung.
Die Abschriften wurden im Auftrag des

Landschaftsdirektors v. Hodenberg vom "Candidaten theol. Fromme" zum Großteil abgeschrieben. Die Abschriften wurden von Bibliothekssekretär Dr. Böttger kollationiert. Eine Beschreibung des Kopiars und des zunächst vorgesehenen Konzepts seiner Veröffentlichung gibt Hodenberg, Geschichtsquellen, S. Vf.

StA Bremen: Trese 26 An Bl. 1.

Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (StUB Gött.):
StUB Gött., Cod. MS Hist. 1 (Historische Abschriften aus dem Nachlass von J. D. Gruber; 18. Jh.; Bd. 1-33; hier Bd. XVIII Bl. 164r-257v; 2º). Es handelt sich um eine von mindestens 3 Abschreibern wohl auf Anweisung J. D. Grubers zusammengetragene Urkundenabschriftensammlung aus Kopiaren. Die Textüberschriften und Anfänge sind jeweils von der Hand Grubers. Die Abschriften basieren erkennbar auf LB Hann., MS XXIII Nr. 1052117.

Landesbibliothek Hannover (LB Hann.):
Ms XXIII Nr. 1079
Sog. ,Neukloster-Kopiar'; 17. Jh.; 2º; 564 S.: "Des Closters Neuencloster im Herzogthum Bremen Copiarium, so aus einem alten auff Pergament geschrieb. exemplari abcopiiret".
Darin f. 169 bis 252 Urkundenabschriften des Klosters Lilienthal (17. Jh.). Diese Handschrift lag, wie Mindermann nachgewiesen hat, der folgenden MS XXIII Nr. 1052 als Vorlage zugrunde 118.
MS XXIII Nr. 1052

Nds. Landesbibliothek Hannover: Diplomatarium Bremense; 17. Jh.; 2º; 265 Bll. Die Handschrift ist, wie zuletzt A. Mindermann, Repertorium I, S. 35 f. nachweist, wohl im 17. Jahrhundert von MS XXIII Nr. 1079 abgeschrieben worden. Beiden Handschriften, Ms XXIII Nr. 1052 und 1079 lag aller Wahrscheinlichkeit nach Cop. II, 150 zugrunde 119.
MS XXIII 1077
Kloster Lilienthal. Abschr. von Urkunden s(ub) a(nno) und de 1257 und 1258 (4º). Es handelt sich um 3 Urkundenabschriften, wohl aus MS XXIII 1079 (Abschrift 18. Jh.?).
KlosterA Loccum: II 2/29 (Visitation).

StA Osnabrück: Rep 100, 1, Nr. 66 (Restitution des

Klosters) f 369-411.

StA Wolfenbüttel: 1 Alt 20 (Herzöge Braunschweig-Bevern wg. Christine, Tochter des Landgrafen Friedrich von Hessen-Eschwege) Nr. 62-68 und 77.


4. Zur Bearbeitung der Urkunden

Die Edition folgt in formaler Hinsicht dem Urkundenbuch des Klosters Scharnebeck 120. Sie konzentriert sich damit auf den Abdruck einwandfreier Texte und ihre Erschließung durch den Index der Orts- und Personennamen sowie einen Index ausgewählter Sachbegriffe. Im Falle mehrfacher Überlieferung sind die Texte grundsätzlich nach dem Wortlaut des Originals wiedergegeben. Fehlte das Original, so wurde die zuverlässigste, d. h. in der Regel älteste vorhandene Überlieferung abgeschrieben.

Das Zeilenende der Vorlagen ist durch Schrägstrich gekennzeichnet, um bei einer später wahrscheinlichen Vorlage aller Urkunden per Mikrofiche die Benutzung zu erleichtern. Zudem ermöglicht die Kennzeichnung der Zeilenenden im Zusammenhang mit der Angabe des Formats eine gewisse Vorstellung vom Aussehen der Urkundenausfertigung.
Großbuchstaben sind nur bei Satzanfängen und Eigennamen verwendet worden. In lateinischen Texten ist j stets als i wiedergegeben, u und v werden nicht nach dem Befund der Vorlagen sondern nach ihrem Lautwert als Vokal oder Konsonant verwendet. Die Interpunktion versucht eine logische Binnengliederung der Sätze zu erreichen.
Übergeschriebene Vokale und Lautzeichen werden übernommen, wenn sie eine Diphtongierung oder einen Umlaut anzeigen.

Auflösungen werden, falls verschiedene Auflösungsmöglichkeiten gegeben sind, durch runde Klammern (..) gekennzeichet. Die gilt insbesondere für die Ausschreibung abgekürzter Orts- und Personenamen.
Nicht lesbare Stellen werden durch [...] angezeigt. Die Zahl der Punkte zwischen den Klammern soll annähernd der Zahl unlesbarer Buchstaben entsprechen. Auslassungen und aus Schadstellen bedingte Fehlstellen des Originals

werden im Falle relativ wahrscheinlicher oder eindeutiger Ergänzungsmöglichkeiten in [...] ergänzt. Familiennamen werden im knappen Kopfregest in heute gebräuchlicher Form wiedergegeben, wenn eine solche Auflösung belegt ist oder zumindest bekannt ist.

Der Auflösung der Daten wurde der Weihnachtsstil zugrunde gelegt. Urkunden ohne Tagesangabe sind an das Ende des jeweiligen Jahres gestellt.

Rückvermerke sind nur dann berücksichtigt, wenn sie einen inhaltlich über den Urkundentext hinausführenden Hinweis enthalten.

Durch die außerordentlich hilfreiche Arbeit von Professor Hans G. Trüper über die Ministerialität des Erzstifts Bremen 121 und die zahlreichen beschriebenen und abgebildeten Wappen wurde die Prüfung der den Urkunden anhängenden Siegel erst möglich. Es sind in der Urkundenbeschreibung die Siegelführer in Anlehnung an den Urkundentext des Schlussprotokolls genannt. Nur bei dem Bekanntsein verschiedener möglicher Wappen wurde das vorhandene zugeordnet. Nur Abweichungen bei Trüper wurden vermerkt.


5. Zitierte Urkunden- und Regestenpublikationen

Berges u. Rieckenherg, Grabstein = Berges, W. und Rieckenberg, H. J., Der Grabstein der Lilienthaler Äbtissin Gertrud Schene von 1385. Ein Nachtrag. In: Stader Jahrbuch 1950, S. 110.
Berner, Grabstein = Berner, Wilhelm, Der Grabstein der Lilienthaler Äbtissin Gertrud Schene von 1385, in: Stader Jahrbuch 1948, S. 49-51. von Bippen, Briefsammlungen = Bippen, W. von, Zwei Briefsammlungen des 13. Jahrhunderts. In: Bremisches Jahrbuch Bd. 8, 1876, S. 144-172.
Bremisches UB = Bremisches Urkundenbuch. Bd. I-VII. Hg. von R. Ehmck / Wilhelm v. Bippen (Bd. I-V), Hermann Entholt (Bd. VI), Adolf E. Hofmeister / Andreas Röpcke (Bd. VII). Bremen 1873-1992.
Dehlwes, Lilienthal gestern und heute = Dehlwes, Wilhelm (Hg. in Zusammenarb. mit E. Buchwald), Lilienthal gestern und heute, Lilienthal 1977. Darin mehrere

Abhandlungen, auch über das Kloster, u.a. Die Gründung im Jahre 1232 (S. 36-49) von F. Frerichs und Die Reformationszeit (S. 50-54) von E. Buchwald.
Dehlwes, Lilienthal und seine Einwohner = Dehlwes, Wilhelm (Hg.), Lilienthal und seine Einwohner. Lilienthal 1981. Darin mehrere Abhandlungen, u.a. Das Kloster Lilienthal (S. 10-20) von W. Dehlwes.
Deisting, Siedlungsgefüge = Deisting, Ehrhard, Historisch-geographische Wandlungen des ländlichen Siedlungsgefüges im Gebiet um Verden (Aller) unter besonderer Berücksichtigung der Wüstungen (Mitt. d. Geographischen Gesellschaft in Hamburg Bd. 61). Hamburg 1973.
Fliedner, Kulturlandschaft = Fliedner, D., Die Kulturlandschaft der Hamme-Wümme-Niederung. Gestalt und Entwicklung des Siedlungsraumes nördlich von Bremen, Göttingen 1970.
GOV Bremen = Schomburg, Geschichtliches Ortsverzeichnis des Landes Bremen (Veröff. d. Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen XXX, 1). Hildesheim 1964.
Hamb. UB Bd. I = Hamburgisches Urkundenbuch. Bd. 1 (786-1300) hg. von Johann Martin Lappenberg, Hamburg 1842 (ND ebd. 1907).
Hodenberg, Bremer Geschichtsquellen III = Bremer Geschichtsquellen, hg. von Wilhelm v. Hodenberg. Dritter Beitrag, Zevener Urkundenbuch. Celle 1857.
Hoyer UB Bd. I = Hoyer Urkundenbuch. Hg. von Wilhelm v. Hodenberg. 8 Abteilungen und Register in 3 Bänden. Hannover 1855-1856.
Hucker, Edelherren von Rhade = Hucker, Bernd Ulrich, Urkunden und Regesten der Edelherren von Rhade, Typoskript o.J. in Staatsarchiv in Stade.
Hucker, Grafschaft Stotel = Hucker, Bernd Ulrich, Quellensammlung zur Geschichte der Grafschaft Stotel und der Herrschaft Bederkesa. Schreibmasch. Mskr. [1980], Staatsarchiv Stade. Darin u.a. Formelsammlung des Klosters Lilienthal bis 1288 (Regesten).
Hucker, Problem von Herrschaft = Hucker, Bernd Ulrich, Das Problem von Herrschaft und Freiheit in den Landgemeinden und Adelsherrschaften des

Mittelalters im Niederweserraum. (Diss.), Münster 1978.
Huillard-Bréholles, Historia diplomatica = Huillard-Bréholles, J. L. A. (Hg.), Historia diplomatica Friderici secundi Bd. IV, 1855.
Jarck, Lilienthal = Jarck, Horst-Rüdiger, Das Zisterzienserinnenkloster Lilienthal. Gründung, Verfassung und Stellung zum Zisterzienserorden (Einzelschriften des Stader Geschichts- und Heimatvereins 21). Stade 1969.
Jarck, Lilienthal (Germ Ben.) = Jarck, Horst-Rüdiger, Lilienthal, in: Germania Benedictina Bd. XII, Norddeutschland, 1994, S. 282-307.
Krause, Äbtissin-Monument = Krause, H., Das Äbtissin-Monument der Kirche in Lilienthal, nebst Erläuterungen und Berichtigungen zum Zevener Urkundenbuch, in: Stader Archiv A.F. Bd. 1, 1862, S. 16-27.
Krause, Stiftung Kloster Lilienthal = Krause, H., Die Stiftung des Klosters Lilienthal und die Entstehungszeit des Nonnenklosters (Portus S. Mariae?) vor Bremen, in: Stader Archiv A.F. Bd. 2, 1864, S. 152-182.
Krenig, Frauenklöster = E. G. Krenig, Mittelalterliche Frauenklöster nach den Konstitutionen von Citeaux unter besonderer Berücksichtigung fränkischer Nonnenkonvente (Analecta S. O. Cisterciensis 10), 1954.
Kohlmann, Kloster Lilienthal = Kohlmann, Johann Melchior, Historische Mittheilung über das Kloster Lilienthal, in: Stader Archiv A.F. Bd. 1, 1862, S. 1 ff.
Lappenberg, Geschichtsquellen = Lappenberg, J. M., Geschichtsquellen des Erzstifts und der Stadt Bremen. Bremen 1841, ND Aalen 1967.
Lilienthal, Geschichte = Lilienthal, Karl, Bilder aus der Geschichte des Klosters und Amtes Lilienthal. Schriftenreihe des Niedersächsischen Heimatschutzes, Heft 9, Oldenburg i. O. 2. Aufl. 1935.
Lilienthal, Festschrift = Lilienthal, Karl, Festschrift zur 1000-Jahr-Feier Trupes am 12. und 13. Juni 1937. Heidberg 1937.
May, Urkundenwesen = May, Otto Heinrich, Untersuchungen über das Urkundenwesen der Erzbischöfe von Bremen im 13. Jahrhundert

(1210-1306). Archiv für Urkundenforschung Bd. 4, Leipzig 1912, S. 39-112.
Mindermann, Repertorium Tl. 1 = Mindermann, Arend, Repertorium abschriftlich überlieferter Urkunden zur Geschichte des Erzstifts Bremen und des Bistums Verden im Mittelalter. Teil 1: Allgemeines, Handschriftenbeschreibung und Urkunden des Klosters Buxtehude-Altkloster. In: Stader Jahrbuch 1995, S. 17-78.
Mindermann, Repertorium Tl. 4 = Mindermann, Arend, Repertorium abschriftlich überlieferter Urkunden zur Geschichte des Erzstifts Bremen und des Bistums Verden im Mittelalter. Teil 4: Urkunden des Stifts St. Willehadi in Bremen. In: Stader Jahrbuch 1999/2000, S. 11-34.
Mushard, Monumenta Nobilitatis = Mushard, Luneberg, Monumenta nobilitatis antiquae familiarum illustium imprimis ordinis equestris in ducatibus Bremensi et Verdensi. Bremen 1708.
Oldenb. UB = Oldenburgisches UB Bd. 1-8. Bearb. von Dietrich Kohl / Heinrich Rüthing. Oldenburg 1914-1935; spez. Bd. 2 (bearb. von Heinrich Rüthing): Urkundenbuch der Grafschaft Oldenburg bis 1482. Oldenburg 1926; Bd. 4 (bearb. von Heinrich Rüthing): Urkundenbuch der Grafschaft Oldenburg. Klöster und Kollegiatkirchen. Oldenburg 1928.
Osnabrücker UB = Osnabrücker Urkundenbuch Bd. 1-4. Hg. und bearb. von Friedrich Philipp und Max Bär. Osnabrück 1892-1902.
Ostfriesisches UB = Ostfriesisches Urkundenbuch Bd. 1-3. Bearb. von Ernst Friedlaender (Bd. 1-2) und Günther Möhlmann (Bd. 3). Bd. 1-2 Emden 1878, Bd. 3 Aurich 1975.
Potthast, Regesta Pontificum = Potthast, August (Hg.), Regesta Pontificum Romanorum inde ab a. [...] 1198 ad a. 1304. Bd. 1-2. Berlin 1874-1875.
Pratje, Altes und Neues = Pratje, Johann Hinrich (Hg.), Altes und Neues aus den Herzogthümern Bremen und Verden. Bd. 1-12. Stade 1769-1781.
Regesta imperii = Johann Friedrich Böhmer, Regesta imperii inde ab anno MCXCVIII usque ad annum MCCLIV. Die Regesten des Kaiserreichs unter Philipp, Otto

IV, Friedrich II, Heinrich (VII) und Conrad IV. 1198-1254. Stuttgart 1849.
Regesta imperii V,1 = J. F. Böhmer, Regesta imperii V. Die Regesten des Kaiserreichs unter Philipp, Otto IV, Friedrich II, Heinrich (VII), Conrad IV, Heinrich Raspe, Wilhelm und Richard 1198-1272, Abt. 1: [Philipp-Friedrich II]. Neu hg. von Julius Ficker. Erster Band: Kaiser und Könige. Innsbruck 1881-1882.
Regesten und Urkunden Kloster St. Georg Stade = Regesten und Urkunden zur Geschichte des Klosters St. Georg in Stade. Bearb. von Jürgen Bohmbach (Bremer UB Abt. 12; Veröff. d. Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen 37.3). Hildesheim 1982.
Regesten d. Erzbischöfe von Bremen = Regesten der Erzbischöfe von Bremen. 2 Bde. Bearb. von Otto Heinrich May (Bd. 1), Günther Möhlmann (Bd. 2, 1. Lieferung) und Joseph König (Bd. 2, 2. Lieferung). Hannover u. Bremen 1928-1971.
Repertorium Möhlmann I = Chronologisches Verzeichnis der Urkundenbestände: Erzstift Bremen, Domstift Verden, Klöster Lilienthal, Osterholz, St. Georg und St. Marien zu Stade, Zeven, Alt- und Neukloster bei Buxtehude sowie Andreasstift zu Verden im Staatsarchiv Stade von D. Möhlmann, 1847, ältere Abschrift sowie jüngere, bearb. von E. Weise 1940-1958, Staatsarchiv Stade.
Repertorium Möhlmann II = Chronologisches Verzeichnis der im Staatsarchiv Stade in den Kopiaren vorhandenen Urkunden der Stifter und Klöster, von D. Möhlmann, 1847, ältere Abschrift sowie jüngere, bearb. von E. Weise 1949, Staatsarchiv Stade.
Röpcke, Quellensammliing = Hofmeister, Adolf E., Seehausen und Hasenbüren im Mittelalter. Bauer und Herrschaft im Bremer Vieland, mit einer Quellensammlung von Andreas Röpcke (Veröff. aus dem Staatsarchiv der Freien Hansestadt Bremen 54). Bremen 1987.
Schwarz, Papsturkunden = Die Originale von Papsturkunden in Niedersachsen 1199-1417, hg. von Brigide Schwarz, Vatikan 1988 (Index actorum Romanorum pontificum

ab Innocentio III ad Martinum V electum, 4).
Schwarz, Regesten = Schwarz, Brigide (Bearb.). Regesten der in Niedersachsen und Bremen überlieferten Papsturkunden 1198-1503. (Veröff. d. Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen 37.15). Hannover 1993.
Statuta Capitulorum = Canivez, Josephus Maria, Statuta Capitulorum Generalium ab anno 1116 ad annum 1786. Bd. 1-8, Löwen 1933-1941.
Stoteler Regesten und Urkunden = Stoteler Regesten und Urkunden 1101-1384. Bearb. von Bernd Ulrich Hucker. Vechta 1999 (Maschinenschriftl. Exemplar in StA Stade).
Tornee, Geschichte Lilienthals = Tornee, C., Die Geschichte Lilienthals. Lilienthal 1884.
Trüper, Ritter und Knappen = Trüper, Hans G., Ritter und Knappen zwischen Weser und Elbe. Die Ministerialität des Erzstifts Bremen (Schriftenreihe d. Landschaftsverbandes der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden 12). Stade 2000.
Stork, Restitutionsedikt = Stork, Victor, Die Ausführung des Restitutionsediktes von 1629 im Erzbistum Bremen, in: Zs d. Hist. V. f. Niedersachsen Jg. 1906, S. 212-234; 1907, 39-80.
UB Bremerhaven = Urkundenbuch zur Geschichte der Stadt Bremerhaven I. Lehe und Vieland im Mittelater 1072-1500. Bearb. von Jürgen Bohmbach und Bernd Ulrich Hucker (Veröff. d. Stadtarchivs Bremerhaven Bd. 3). Bremerhaven 1982.
UB Hochstift Hildesheim = Urkundenbuch des Hochstiftes Hildesheim und seiner Bischöfe, hg. von Karl Janicke und Hermann Hoogeweg. Bde 1-6 [bis 1398], Leipzig und Hannover 1896-1911, spez. Bde 2 und 5.
UB Herzöge v. Braunschweig u. Lüneburg = Sudendorf, Hans (Hg.), Urkundenbuch zur Geschichte der Herzöge von Braunschweig und Lüneburg und ihrer Lande. Bd. 1-10. Bd. 11 (Register) hg. v. Carl Sattler, Hannover und Göttingen 1859- 1883.
UB Kloster Osterholz = Urkundenbuch des Klosters Osterholz. Bearb. von Hans-Heinrich Jarck. (Veröff. d. Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen 37.5).

Hildesheim 1982.
UB Bischöfe und Domkapitel Verden = Urkundenbuch der Bischöfe und des Domkapitels von Verden. Bd. 1 Von den Anfängen bis 1300. (Verdener Urkundenbuch Abt. 1 ; 1). Bearb. von Arend Mindermann (Schriftenreihe des Landschaftsverbandes der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden 13; Veröff. d. Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen 205). Stade 2001.
Vogt, Mon. ined. = Vogt, Johann (Hg.), Monumenta inedita rerum Germanicarum praecipue Bremensium. Bd. 1-2, Bremen 1740-1763.
Wachter, Emder Jahrbuch = Fr. Wachter, Nachträge und Berichtigungen zum Ostfriesischen Urkundenbuch. In: Jahrbuch der Gesellschaft für bildende Kunst und vaterländische Altertümer zu Emden. Bd. 15, 1903, S. 379-388.
Weise, Staatsarchiv Stade = Weise, Erich, Geschichte des Niedersächsischen Staatsarchivs in Stade nebst Übersicht seiner Bestände (Veröff. d. Niedersächsischen Archivverwaltung 18). Göttingen 1964.
1 Urkunden Rep. 3 Lilienthal Nr. 1-7. Nachrichten über die Gründung zusammengestellt zuletzt bei Jarck, Lilienthal (Germ Ben) S. 282-307. Das Thema im Kontext der Klostergeschichte ist mehrfach behandelt, u.a (in zeitlicher Reihenfolge) von Vogt, Mon. ined. (1740-1763); Pratje, Altes und Neues (1769-1781); Lappenberg, Geschichtsquellen (1841); Kohlmann, Kloster Lilienthal (1862); Krause, Stiftung Kloster Lilienthal (1864); Tornee, Geschichte Lilienthals (1884); Lilienthal, Geschichte (1935); Lilienthal, Festschrift (1937); Jarck, Lilienthal (1969); Dehlwes, Lilienthal gestern und heute (1977); Dehlwes, Lilienthal und seine Einwohner (1981).
2 Lappenberg, Geschichtsquellen, S. 184 ff. und Krause, Stiftung Kloster Lilienthal, S. 445-451
3 Bremisches UB I. Nr. 165.
4 Rep. 3 (Lilienthal) Nr. 73 [UB Nr. 82] nennt nur den Ort Trupa; Rep. 3 Nr. 79 [UB Nr. 88] nennt erstmals einen plebanus de Trupa.
5 Fliedner, Kulturlandschaft, S. 90. Vortrag von Herrn D. Gerdes

in Lilienthal 1990. Hinterlegung in StA Stade wurde angekündigt.
6 F. Frerichs in: Dehlwes, Lilienthal gestern und heute, S. 38; Wortlaut von Rep. 3 Nr. 73 [UB Nr. 82].
7 Fliedner, Kulturlandschaft, S. 90.
8 Rep. 3 Nr. 32 a und b [UB Nr. 34].
9 Lappenberg, Geschichtsquellen, S. 184.
10 J. Düffel, Kloster Walberberg und der Klosterhof im Wandel der Zeiten (Jb. des Kölnischen Geschichtsvereins 27, 1953, S. 110-132), S. 112 f.
11 F. Schmitz (Bearb.), Urkundenbuch der Abtei Heisterbach, Bonn 1908, S. 6 ff.
12 Rep. 3 Nr. 30 a. 30 b, 30 c [UB Nr. 32].
13 Regesten d. Erzbischöfe von Bremen Bd. 1, Nr. 640; Rep. 3 Nr. 25 [UB Nr. 27].
14 Lappenberg, Geschichtsquellen, S. 185; Rep. 3 Nr. 8 [UB Nr. 7]; Regesten d. Erzbischöfe von Bremen Bd. 1, Nr. 889.
15 Rep. 3 Nr. 6 [UB Nr. 5] und 8 [UB Nr. 7]- Regesten d. Erebischöfe von Bremen Bd. 1, Nr. 887 und 889.
16 Hamb. UB Bd. I Nr. 87; O. Merker, Die Ritterschaft des Erzstifts Bremen im Spätmittelalter. Herrschaft und politische Stellung als Landstand (1300-1550), Stade 1962, S. 20.
17 Rep. 3 Nr. 54 [UB Nr. 62].
18 Rep. 3 Nr. 17 [UB Nr. 17]: ... claustralem iustitiam et suam disciplinam predicto sacerdoti ... non concessit set commisit.
19 Rep. 3 Nr. 18-23 [UB Nr. 18-24].
20 Rep. 3 Nr. 48 [UB Nr. 54].
21 Rep. 3 Nr. 25 [UB Nr. 27].
22 1235: Rep. 3 Nr. 8 (UB Nr. 7], 1241: Urk Lil. 25 [UB Nr. 27], Jarck, Lilienthal, S. 29 ff.
23 Rep. 3 Nr. 30 a, 30 b, 30 c [UB Nr. 32].
24 Lappenberg, Geschichtsquellen, S. 187:...ecclesia nostra... incrementum inciperet habere sub domina Sophia abbatissa III.
25 Statuta Capitulorum II, S. 332.
26 Rep. 3 Nr. 32 a und b [UB Nr. 34].
27 Albert ist nachzuweisen seit 1258: Rep. 3 Nr. 42; Lappenberg, Geschichtsquellen, S. 187.
28 Rep. 3 Nr. 39 a und b [UB Nr. 44].
29 Rep. 3 Nr. Urk Nr. 43 [UB Nr. 48].
30 1258 Mai 18: Rep. 3 Nr. 44 [UB Nr. 49] und 1258 Mai 26: Rep. 3 Nr. 45 [UB Nr.

50].
31 Statuta Capitulorum II, S. 448.
32 Lappenberg, Geschichtsquellen, S. 187.
33 Lappenberg, Geschichtsquellen, S. 187.
34 L. Deike, Die Entstehung der Grundherrschalt in den Hollerkolonien an der Niederweser, Bremen 1959, S. 123.
35 Ebd. S. 59.
36 Rep. 3 Nr. 1 [UB Nr. 1: preter ea, que a nobis per quosdam in feodo tenentur.
37 Zu Gerhard II. und den Dominikanern s. H. A. Schumacher, Die Stedinger, ein Beitrag zur Geschichte der Wesermarschen, Bremen 1865, S. 86-92.
38 Rep. 3 Nr. 1 [UB Nr. 1], 2 [UB Nr. 2], 9-16 [UB Nr. 8-15], 18-22 [UB Nr. 18, 19, 21-23].
39 H. Grundmann, Religiöse Bewegungen im Mittelalter, Berlin 1935, Nachdruck 1961, S. 204.
40 Krenig, Frauenklöster, S. 22; L. J. Lekai, Geschichte und Wirken der weißen Mönche. Der Orden der Cistercienser (Deutsche Ausg. hg. v. A. Schneider, Köln 1958), S. 66.
41 Lappenberg, Geschichtsquellen, S. 185.
42 1324: Rep. 3 Nr. 132 [UB Nr. 143], 1333: Rep. 3 Nr. 149 [UB Nr. 159].
43 ab 1389: Rep. 3 Nr. 269 [ UB Nr. 285].
44 1536: Rep. 3 Nr. 622: in fuller macht unses hilligen Ordens und ock in macht unser ebbedie vaderliken amptes ... synt uthgereiset nach dem closter thom Liliendale, das eyn dochter is unses vorbenompten closter.
45 Krenig, Frauenklöster, S. 16; Jarck, Lilienthal, S. 48.
46 Lappenberg, Geschichtsquellen, S. 185 ... per suam instantiam nos promoverunt incorporari.
47 Rep. 3 Nr. 224 [UB Nr. 238].
48 Rep. 3 Nr. 238 [UB Nr. 254].
49 Rep. 3 Nr. 319 [UB Nr. 335].
50 Jarck, Lilienthal, S. 55 ff.
51 Sie werden aufgeführt bei Pratje, Altes und Neues XII, S. 136.
52 Jarck, Lilienthal, S. 102.
53 May, Urkundenwesen.
54 1235: Rep. 3 Nr. 9 [UB Nr. 8] und Nr. 11 [UB Nr. 10]; 1236: Rep. 3 Nr. 16 [UB Nr. 15]; 1240: Rep. 3 Nr. 23 [UB Nr. 24].
55 May, Urkundenwesen, S. 82.
56 z. B. Rep. 3 Nr. 171 [UB Nr. 182], 175 [UB Nr. 186], 178 [UB Nr. 189], 179 [UB Nr. 190], 197 [UB Nr. 209], 200 [UB

Nr. 212]; vgl. Jarck, Lilienthal, S. 130 f.
57 StA Osnabrück Rep 100, 1 Nr. 66 f 389v.
58 von Bippen, Briefsammlungen, S. 144-172.
59 Hucker, Problem von Herrschaft, S. 354; Hucker, Grafschaft Stotel, Abschnitt 5 [nicht paginiert].
60 Rep. 3 Nr. 242 [UB Nr. 258].
61 1507: Rep. 3 Nr. 589.
62 1536: Rep. 3 Nr. 622.
63 1538: Rep. 3 Nr. 626: quantotius ad eas dirigeremus adiicientes si moram faceremus prande periculum ipsis monasterioque immineri.
64 Rep. 3 Nr. 650.
65 StA Osnabrück Rep 100, 1, 66 f 389v.
66 1568: Rep. 3 Nr. 647.
67 StA Stade Rep 5b Fach 75 Nr. 78 f 10r.
68 V. Stork, Restitutionsedikt Jg. 1906 S. 212-234, Jg. 1907 S. 39-80), hier bes. Jg. 1907 S. 59- 62.
69 StA Osnabrück Rep 100, 1, 66 f 369 f.
70 StA Osnabrück Rep 100, 1, 66 f 369v.: sie hatten des Closters Sachen an Registern und anderen Siegel und Briefen ... nicht zur handt, besondern solche hin und wieder an unterschiedtliche sichere örtter bei diesen leiden, gefehr und beschwerlichen ... Kriegsleufften verwarlich niedergesetzt.
71 StA Osnabrück Rep 100, 1, 66 f 396v.
72 StA Osn Rep 100, 1, 66f 387v.: insonderheit diesem dosier für anderen ein überauß großer hauffe undt anzahll der in der bekamen sieghafften schlachtt für Littter [am Barenb.] gequetzschten undt verwundetenn, auch mit anderen gefehrlichen anklebenden kranckheitten behaffteten kriegsvolckes zugeführet undt man dieselbige fast ein gantzes jahrlang mit curiren undt anderer täglichen notturfft mit unersättlichem schaden dieses closters ... zu unterhalten genohttrengett.
73 StA Osnabrück Rep 100, 1, 66 f 401 v.
74 StA Osnabrück Rep 100, 1, 66 f 407.
75 StA Osnabrück Rep 100, 1, 66 f 404.
76 StA Stade Rep 5b Fach 75 Nr. 78 f 4 f.
77 StA Stade Rep 5b Fach 75 Nr. 78 f 7r.
78 StA Stade Rep 5b Fach 75 Nr. 78 [f 11v]: ...halt man unß mit... Soldaten heißen angreiffen undt handt anzuelegen, gestaldt dann die Soldaten damit

fertig gewesen undt unß von dannen alsobaldt ohne einiges hintersehen gantz erbarmlich undt tyrannisch unchristlicher weise gleich hunde undt schaffe auß dem cloester geleitet undt getrieben undt des fluchens scheltens pfeiffens undt hönischen außmachens alß wan wir unvemunfftige biester, viehe und wurm gewesen, dabey nicht geschonet.
79 StA Osnabrück Rep 100, 1, 66 f 408v.: hetten dem ehester ein ein eidt geschworen, gedechten denselben nicht zuwiederhandlen, wollen sich lieber thodt darauß tragen laßen und waß dessen leppisch weibergewesch mehr ist.
80 StA Stade Rep 5b Fach 75 Nr. 78 f 3v.
81 Jarck, Lilienthal, S. 136.
82 StA Stade Rep 5a Fach 423 Nr. 4 f 2-7.
83 StA Stade Rep 5a Fach 423 Nr. 4 f 5v.
84 Lilienthal, Geschichte, S. 62.
85 StA Stade Rep 5a Fach 423 Nr. 7 f 2r.
86 StA Stade Rep 5a Fach 423 Nr. 7 f 1.
87 StA Stade Rep 5a Fach 423 Nr. 7 f 8v.: Es sei ihm leid, aber waß kan man thun gegen seiner Obrigkeit befehl und willen. Ich habe dieses gehabt auß Ihrer eigenen bloßen gnade sonder einig verdienst ...adieu.
88 StA Wolfenbüttel 1 Alt 20 Nr. 62 f 33 f. und 2 Urk 7 Nr. 31.
89 StA Wolfenbüttelf 1 Alt 20 Nr. 62 f 40 f.
90 StA Wolfenbüttel 1 Alt 20 Nr. 62 f 42r.
91 StA Wolfenbüttel 1 Alt 20-63 f 43 f.
92 StA Wolfenbüttel 1 Alt 20-63 f 57 ff.
100 StA Wolfenbüttel 1 Alt 20 Nr. 65 f 60r.
101 StA Wolfenbüttel 1 Alt 20 Nr. 65 f 63r.
102 StA Wolfenbüttel 1 Alt 20 Nr. 65 f 65.
103 StA Wolfenbüttel 1 Alt 20 Nr. 65 f 69 f.
104 StA Wolfenbüttel 1 Alt 20 Nr. 65 f 96 f. und Nr. 66 f 62r.
105 Heinr. Wilh. Rotermund, Einige Nachrichten von den ehemaligen Klöstern im Herzogthum Bremen, in: Neues Vaterländisches Archiv Jg. 1829, Heft 1, S. 221.
106 P. v. Kobbe, Geschichte und Landesbeschreibung der Herzogtümer Bremen und Verden 1, Göttingen 1824, S. 63.
107 Tornee, Geschichte Lilienthals, S. 48.
108 E. Buchwald, Kurhannoverscher Einzug 1719. In:

Dehlwes, Lilienthal gestern und heute, S. 67; Jarck, Lilienthal, S. 137.
109 W. v. Hodenberg, Bremer Geschichtsquellen III, S. Vf.; Weise, Staatsarchiv Stade, S. 221. - Quellen und Literatur zum Kloster Lilienthal sind zuletzt zusammengestellt bei Jarck, Lilienthal (Germ Ben.).
110 Weise, Staatsarchiv Stade, S. 97.
111 Weise, Staatsarchiv Stade, S. 163.
112 Weise, Staatsarchiv Stade, S. 179 f.
113 Kohlmann, Stader Archiv I, 1862, S. 3 Anm. 9; Jarck, Lilienthal, S. 14
114 v. Hodenberg, Bremer Geschichtsquellen III, S. Vf.; Jarck, Lilienthal, S. 15.
115 v. Hodenberg, Bremer Geschichtsquellen III, S. Vf.; Jarck, Lilienthal, S. 15; Mindermann, Repertorium Tl. 1, 1995, S. 35.
116 O. H. May, Manuskript Archiv Tagebuch IV, 1926, S. 102.
117 Mindermann, Repertorium Tl. 4, S. 12 f.
118 Mindermann, Repertorium Tl. 4, S. 12.
119 Mindermann, Repertorium Tl. 1, S. 35 f.
120 D. Brosius, Urkundenbuch des Klosters Scharnebeck (=Veröff. d. Hist. Komm. für Niedere, u. Bremen XXXVII.1). Hildesheim 1979.
121 Trüper, Ritter und Knappen.


Inhalt: Inhaltsverzeichnis
Geleitwort ..........................................................................7
Einleitung..........................................................................9
1. Vorwort des Bearbeiters ..........................................................................9
2. Zur Geschichte des Klosters ..........................................................................10
3. Die Quellen ..........................................................................22
4. Zur Bearbeitung der Urkunden ..........................................................................25
5. Zitierte Urkunden- und Regestenpublikationen ..........................................................................26
Urkundentexte..........................................................................31
Index der

Personen- und Ortsnamen ..........................................................................591
Index der an den Urkunden überlieferten Siegel ..........................................................................653
Index ausgewählter Sachbegriffe..........................................................................659

Das Findbuch wurde im Rahmen der Programme zur Förderung der wissenschaftlichen Literaturversorgungs- und Informationssysteme der Deutschen Forschungsgemeinschaft (www.dfg.de/lis) digitalisiert und von Untenstehendem gegengelesen.

Stade, im August 2012

Dr. Jörg

Voigt

Information / Notes

Additional information 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet