NLA ST Dep. 1

  • Show associated objects
  • Print
  • Create link
  • Send
  • Improve

Description

Identification (short)

Title 

Stadt Buxtehude - Urkunden

Life span 

1296-1774

Fonds data

Short description 

Geschichte nicht nur der Stadt Buxtehude, sondern auch des Alten Landes, daneben mehrere Urkunden des Klosters Heiligenthal in Lüneburg
Findmittel: Retrokonvertierte Archivfindbücher (Abschrift von 1939 nach den Originalvorlagen von 1881 und 1907, 3 Bde.)
Umfang: 709 Urkunden

Custodial history 

Im Sommer 1879 erklärte der damalige Bürgermeister von Buxtehude Landschaftsrat Bunning anläßlich des Besuchs des preußischen Staatsarchivars Dr. Janicke in Buxtehude seine Bereitschaft "vorbehaltlich der Einwilliung der städtischen Behörden die dort vorhandenen, zum Thiel sehr werthvollen Urkunden [...] ad depositum" zu übergeben. Der Generaldirektor der preußischen Archivverwaltung von Sybel erklärte sein Einverständnis unter dem Vorbehalt, dass die Beamten des Staatsarchivs in Hannover, wo die Altbestände des Archivs der Landdrostei Stade zu diesem Zeitpunkt lagen, die Repertorisierung der städischen Urkunden ausführen sollten. Am 4. August 1879 wurde der Depositalvertrag von der Stadt Buxtehude und dem preußischen Staatsarchiv in Hannover unterzeichnet. Am 23. Oktober d. J. wurden dann die damals bekannten 407 Urkunden von Buxtehude aus übersandt, allerdings fehlten sieben Handschriften, die erst am 22. September 1880 hinterhergesendet wurden. Am 13. August 1881 war die vertraglich versprochene Erschließung durch den Archivvolontär bzw. -hilfsarbeiter Meinardus abgeschlossen und eine Abschrift davon später nach Buxtehude versandt worden.
Am 22. August 1904 schrieb ein Dr. Walter Möllenberg an das Staatsarchiv in Hannover, dass er im Rahmen von Ordnungsarbeiten im Buxtehuder Stadtarchiv, für die er vor kurzem angestellt worden war, auch "noch einige Kästen unverzeichneter Pergamenturkunden, durchweg Verschreibungen, zu einem Vikarienregister gehörig, die bis in das 14. Jahrhundert zurückgehen", aufgefunden habe. Die Beantwortung des darauf erfolgte Antrags des Staatsarchivs auf Übersendung auch dieser Urkunden in das Depositum zog sich wegen der Suspendierung des damaligen Bürgermeisters Landschaftsrat Fasold und einer durchaus strittigen Haltung in Magistrat und Bürgerschaft etwas hin, doch am 10. Januar 1905 folgten dann auch die übrigen 300 Urkunden und wurden unter den gleichen Bedingungen wie 1879 in den vorhandenen Bestand integriert. Am 29. April 1907 konnte dann auch der Vollzug der Erschließung der restlichen Urkunden an die Stadt Buxtehude vermeldet werden.
Die beiden in diesem Zusammenhang angelegten Repertorienabschriften von 1881 bzw. 1907 waren lange Zeit das Findmittel für die Zugänglichkeit der Urkunden. Erst im Zuge der Retrokonvertierung der Findmittel wurden auch die Regesten leicht überarbeitet.

Die genannten sieben Handschriften (Kopiare Nr. 6, 7, 9, 11, 12, 14 und 15) sind ebenso wie der nicht näher bekannte Aktenbestand aus 24 Nummern und zwei Handschriften in Folge des Bombenangriffs auf Hannover 1943 vernichtet worden und sind daher als Kriegsverlust anzusehen.

Stade, im Mai 2019

Dr. Thomas Bardelle

Finding aids 

NLA HA, Hann. 1/3, Nr. 328, 330 und 608; Max Bär, Übersicht über die Bestände des Königlichen Staatsarchivs zu Hannover, Leipzig 1900, S. 119.

Information / Notes

Additional information 

Abgeschlossen: Nein

leer