NLA AU Dep. 39

  • Zugeordnete Objekte zeigen
  • Drucken
  • Mit Strg+C oder Rechtsklick kopieren.
    Verlinken
  • Versenden
  • Verbessern

Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

von Eucken - Addenhausen

Laufzeit

1436-1946

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Georg von Eucken-Addenhausen (1855-1942), oldenburgischer Gesandter in Berlin von 1905 bis 1918 und von 1931 bis 1942 Präsident der ostfriesischen Landschaft, hinterlegte seine dienstlichen und privaten Papiere.

Bestandsgeschichte

VORWORT

Dr. Georg von Eucken-Addenhausen wurde am 29.07.1855 als Sohn des hannoverschen Rittmeisters Carl Eucken und seiner Frau Caroline, geb. von Frese, in Aurich geboren. Nach dem Besuch des hiesigen Gymnasiums studierte er Rechtswissenschaften an den Universitäten von Marburg, München, Tübingen und Straßburg. Bereits als 26jähriger wurde er zum Ersten Bürgermeister von Jena und vier Jahre später zum Oberbürgermeister von Eisenach gewählt. 1893 ernannte ihn der Großherzog von Sachsen-Weimar zum Bezirksdirektor des Verwaltungsbezirks Eisenach. Die Stelle eines Oberbürgermeisters von Kassel lehnte er auf Bitten seines Fürsten ab und blieb bis zu dessen Tod in Eisenach. 1902 erfolgte die Ernennung zum Geheimen Regierungsrat und Vortragendem Rat im Reichsamt des Innern durch die Preußische Regierung. Im Jahre 1905 berief ihn Großherzog Friedrich August von Oldenburg zum ausserordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister in Berlin. Gleichzeitig vertrat er die Interessen des Großherzogtums vor dem Bundesrat. Zeitweise vertrat er auch das Herzogtum Anhalt, das Herzogtum Braunschweig sowie die Fürstnetümer Lippe-Detmold und Schaumburg-Lippe. Gleich bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges meldete sich Georg von Eucken-Addenhausen als Kriegsfreiwilliger, eher er 1916 auf Wunsch Großherzog Friedrich Augusts in den Zivildienst zurückkehrte. Die Revolution von 1918 bereitete der diplomatischen und politischen Laufbahn dieses Mannes mit seiner konservativ-monarchistischen Einstellung ein Ende. Am Tage des Rücktritts des Großherzogs von Oldenburg nahm auch er seinen Rücktritt und zog sich auf sein Gut Sielhof bie Neuharlingersiel zurück. Hier widmete er sich besonders den Bildungsproblemen der ländlichen Bevölkerung.
Die Bauernhochschulen Oldenburgs und Ostfrieslands haben durch ihn eine bedeutende und entscheidende Förderung erhalten. Von 1931 bis zu seinem Tode am

1.5.1942 war er Präsident der Ostfriesischen Stände.

Das Depositum beinhaltet in erster Linie Papiere der Familie Eucken und hier besonders Privatpapiere Georg von Eucken-Addenhausens. Der Bestand wurde durch diesen im Jahre 1918 dem Staatsarchiv Aurich übergeben (J Nr. 250/18) und in den späteren Jahren durch kleinere Abgaben ergänzt.

Es ist in dem vorliegenden Verzeichnis zwar versucht worden, die Privatpapiere von den dienstlichen zu trennen, jedoch war dies nicht überall möglich, zumal sich auch innerhalb seiner umfangreichen Korrespondenz Privates mit Politischem vermischt.

Drei Karten (zwei Karten von Wilhelsmhaven-Rüstringen sowie eine Karte von Neuharlingersiel von 1718) wurden entnommen und unter der Nummer 4177-4179 in die Kartenabteilung eingeordnet. Sie gehören jedoch weiterhin zu diesem Depositum.

Aurich, den 19. April 1971
Stefan Pötzsch


NACHTRAG
Das maschinenschriftliche Findbuch wurde im Dezember 2010 in das Verzeichnungsprogramm AIDA übertragen.
Aurich im Dezember 2010
Dr. Michael

Hermann

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet