NLA OS Rep 510

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Kreiskassen bis 1920

Laufzeit 

1868-1914

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Generalakten, Einnahme- und Ausgabejournale, Rechungen über direkte Steuern, Domänengefälle, Forstgelder, Baukassengelder und Rentenbankrenten

Bestandsgeschichte 

Im Königreich Hannover gliederte sich die Verwaltung der direkten Steuern unter dem Obersteuerkollegium in Steuerdirektionen, Kreiskassen und Steuerrezepturen. Für den Bezirk der Steuerdirektion zu Osnabrück, der sich mit dem Landdrosteibezirk deckte, gab es nur eine Kreiskasse in Osnabrück. Ihr unterstanden 25 Steuerrezepturen.
Getrennt davon bestand die Verwaltung der nicht ausgeschiedenen Domänen und Forsten, deren Kassenführung Amtsrentmeistern und Domanialrechnungsführern oblag, und die Verwaltung der Zölle, der indirekten Steuern und Abgaben, der Wasserzölle und Schifffahrtsabgaben.

1869 wurde zur Führung der Finanzverwaltung mit Ausschluß der indirekten Steuern und Zölle in der preußischen Provinz Hannover als Übergangsbehörde eine dem preußischen Finanzministerium unterstellte Finanzdirektion mit dem Sitz in Hannover eingerichtet. Sie gliederte sich in die drei Abteilungen für direkte Steuern, für Domänen und für Forsten und hatte für den Bereich der Finanzverwaltung dieselben Obliegenheiten und Befugnisse wie die Regierungen in den alten Provinzen.

Auf der mittleren Ebene traten anstelle der Steuerdirektionen und Kreiskassen Hauptkassenbezirke, wobei Ostfriesland zum Bezirk Osnabrück gezogen wurde. Auf der unteren Ebene wurden die Rezepturen in Steuerkassen umbenannt, deren Bezirke durch Zusammenlegung nach und nach vergrößert wurden. 1874 gab es im Hauptkassenbezirk Osnabrück noch 31 Steuerkassen, davon 17 im Landdrosteibezirk Osnabrück. Ihnen wurden in der Regel auch die Nebenerhebungen, Domänengefälle, Forstkassengelder und Gerichtskosten zugewiesen. Eine besondere Forstkasse scheint allein bei der Oberförsterei Osnabrück weiterbestanden zu haben, vgl. Rep 585. Mit der Neugliederung der Verwaltung 1884/85 ist auch sie aufgehoben worden.

Als 1885 die allgemeine Landesverwaltung in Hannover den Verhältnissen im übrigen Preußen angeglichen

wurde, kamen die Steuerkassen zur Abt. II der Regierung - Ressort für direkte Steuern, 1891 zur Abteilung III für direkte Steuern, Domänen und Forsten. Seit 1894 führten sie die Bezeichnung Kreiskassen. Durch weitere Zusammenlegung waren lediglich vier Kassen geblieben: Bersenbrück für die Kreise Bersenbrück und Wittlage mit der Forstkasse für die Oberförsterei Bersenbrück, Lingen für die Kreise Bentheim und Lingen mit der Forstkasse für die Oberförsterei Lingen, Meppen für die Kreise Meppen, Aschendorf und Hümmling, Osnabrück für die Kreise Melle, Iburg und Stadt- und Landkreis Osnabrück mit der Forstkasse für die Oberförsterei Palsterkamp. Als Mittelinstanz bestanden bei der Regierung Regierungshauptkassen. Nach Einrichtung der Reichsfinanzverwaltung wurden die Kreiskassen 1920 statt der Abt. III dem Regierungspräsidenten unterstellt. Ihre Aufgaben als Steuerkassen gingen an die Reichsfinanzbehörden über. Regierungshauptkassen und Kreiskassen waren nur noch Verwaltungskassen.

Der Bestand setzt sich zusammen aus Abgaben der Regierung Osnabrück und verschiedener Kreiskassen. Er besteht aus insgesamt 12 Akzessionen 8/ 04, 5/ 11, 9/ 12, 8/ 14, 3/ 15, 10/ 15, 11/ 15, 8/ 16, 7/ 16, 12/ 16 und 17/ 16.

gez. Behr Osnabrück, November

1971

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet