NLA OS Rep 450 Ibg

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Landratsamt Iburg

Laufzeit 

1860-1935

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Die Landkreise waren zugleich untere staatliche Verwaltungsbehörde (Bestände Rep 450) und Gebietskörperschaft mit beschränkter Selbstverwaltung (Bestände Rep 451).

Bestandsgeschichte 

Am 1. April 1885 trat die Kreisordnung für die Provinz Hannover vom 6. Mai 1884 in Kraft.

Damit wurden erstens die bisherigen Amtsbezirke aufgehoben und zweitens die durch Verordnung vom 12. September 1867 durch Zusammenlegung mehrerer Amtsbezirke gebildeten Kreise, deren Zuständigkeit sich vornehmlich auf Steuer- und Militärangelegenheiten beschränkt hatte.

An die Stelle der bisherigen Kreise und Amtsbezirke traten als Verwaltungsbezirke die neu gebildeten Landkreise.
Der Kreis war seiner Rechtsnatur nach zugleich Gebietskörperschaft und untere Verwaltungsbehörde. An seiner Spitze stand der vom König - nach 1918 von der Staatsregierung - ernannte Landrat, der die Geschäfte der allgemeinen Landesverwaltung im Kreise führte und die Polizeiverwaltung sowie die Amtsführung der Gemeinden beaufsichtigte. Als Vorsitzender des Kreistages und des Kreisausschusses leitete der Landrat die Kommunalverwaltung.

Der Landkreis Iburg entstand mit dem 1. April 1885 in den alten Amtsgrenzen. Erst durch die "Verordnung über die Neugliederung von Landkreisen" vom 1. August 1932 wurde der Kreis Iburg wieder aufgehoben und dem Landkreis Osnabrück zugelegt.
Die Kreisordnung von 1884 galt in ihren Grundzügen bis nach 1945. Im Erlaß des Niedersächsischen Ministerpräsidenten vom 14. Oktober 1947 wurde der "Übergang der bisherigen staatlichen landrätlichen Verwaltung auf die Kreise" auf den 1. April 1946 festgesetzt. Den Abschluss der Neuordnung der Kreisverwaltung bildete das am 31. März 1958 erlassene Gesetz zur "Niedersächsischen Landkreisordnung".
Die Registratur des Kreises Iburg ist zum größten Teil im Zweiten Weltkrieg verlorengegangen. Der vorliegende Bestand des Landratsamtes gelangte am 20.3.1934 in das Staatsarchiv Osnabrück (acc. 1/34). Er enthält u. a. einzelne Akten ab 1885 des preußischen Militär- und Steuerkreises Melle, zu dem die Ämter Iburg und Grönenberg sowie

die Stadt Melle gehörten. Allerdings betreffen die genannten Steuerakten lediglich den Bezirk des Amtes Iburg.

Verschiedene Akten aus den Jahren 1854 bis 1885 wurden dem Bestand des osnabrückischen Amtes Iburg (Rep 350) zugeführt, eine Akte von 1758 - 1783 dem Bestand des hannoverschen Amtes Iburg (Rep 150).


Osnabrück, März 1976 gez. Noffke


Literatur und Quellen:

- Bär, Max: Abriß einer Verwaltungsgeschite des Regierungsbezirks Osnabrück, Hannover/Leipzig 1901.
- Düring, A.v.: Ortschafts-Verzeichnis des ehemaligen Hochstifts Osnabrück, in: Osnabrücker Mitteilungen 21 (1896).
- Korte, Heinrich: Verfassung und Verwaltung des Landes Niedersachsen, Göttingen 1962.
- Penners, Theodor: Politische und territoriale Entwicklung (Vom Amt Iburg zum Landkreis Osnabrück), in: Hans-Joachim Behr: Der Landkreis Osnabrück, Osnabrück 1971.
- Unruh, G.-Chr. v.: 75 Jahre hannoversch-niedersächsische Landkreise, Hannover 1960.
- Wrede, Günther: Geschichtliches Ortsverzeichnis des ehemaligen Fürstbistums Osnabrück, Hildesheim 1975.

- Gesetz-Sammlung für die Königlichen Preußischen Staaten 1867 Nr. 93 und 1884 Nr. 17.
- Preußische Gesetzsammlung 1932 Nr. 43.
- Amtsblatt für Niedersachsen 1947 Nr. 20.
- Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt 1958 Nr.

6.

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Kreis Iburg

Zeit von 

1885

Zeit bis 

1932

Objekt_ID 

14

Ebenen_ID 

420