NLA OS Rep 400

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Staatsarchiv Osnabrück

Laufzeit 

1845-1996

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Unterlagen aus der Dienstregistratur des Staatsarchivs

Geschichte des Bestandsbildners 

Mit der Übernahme des Königreichs Hannover am 23.8.1866 durch Preußen wurden Verwaltungsanpassungen notwendig, in deren Zug das der Landdrostei angeschlossene Archiv durch
Ernennung des Archivsekretärs Dr. Veltmann am 1.2.1869 in eine eigenständige Behörde umgewandelt wurde. Es war als preußisches Provinzialarchiv dem Oberpräsidenten des Regierungsbezirkes Osnabrück als Mittelinstanz unterstellt, die Dienstaufsicht lag beim preußischen Staatsministerium.
In wesentlichen archivfachlichen Fragen, wie beispielsweise der Erschließung von Beständen und der Gestattung von persönlichen Benutzungen vor Ort im Archiv, war der Direktor der Staatsarchive in Berlin die oberste Aufsichtsbehörde. Er hatte bis 1936 gleichzeitig auch die Stellung des Leiters der preußischen Archivverwaltung in Personalunion inne. Diese sollte die Arbeit der Archive koordinieren und planerisch lenken. Der Archivvorstand (ab 1904 Archivdirektor) war neben der Geschäftsführung und dem Kontakt zu den abgebenden Behörden auch für die Beantwortung von Anfragen zuständig. 1868 wurden die Provinzialarchive in Staatsarchive umbenannt.
Die preußischen Archive ressortierten zunächst beim Staatskanzleramt, ab 1851 dann beim preußischen Ministerpräsidenten. Dies änderte sich auch während des Dritten Reichs nicht. Seit der Gründung des Bundeslandes Niedersachsen im Jahr 1946 sind die sind die Staatsarchive direkt der
Niedersächsischen Staatskanzlei unterstellt.
Der Zuständigkeitsbereich des Staatsarchivs (= Archivsprengel) umfasst sämtliche Behörden bzw. deren Vorgängerinstitutionen des ehemaligen Regierungsbezirkes Osnabrück in den Grenzen vom 1.1.1976.

Bestandsgeschichte 

Der vorliegende Bestand wurde im August 2001 aus der Altregistratur des Staatsarchivs ausgesondert. Die Laufzeit der Akten umfaßt in der Regel den Zeitraum von 1869 bis 1960, wobei gerade Personalakten und die Geschäftstagebücher bis teilweise in die 1970er Jahre
hineinreichen. Da der vorliegende Registraturplan bzw. das Aktenverzeichnis
alphabetisch nach Stichworten gegliedert waren, erwiesen sie sich als Grundlage für eine systematisch-deduktive Klassifikation als ungeeignet. Daher orientiert sich diese
an dem Einheitsaktenplan der Niedersächsischen Landesverwaltung, wobei der Bestandsstruktur angemessene Modifizierungen vorgenommen wurden.
Zu beachten ist, dass der gesamte Bereich der schriftlichen Benutzung durch Privatpersonen durch den hier verzeichneten Bestand noch nicht abgedeckt ist, des weiteren ist eine wesentliche
Fachaufgabe, die Betreuung nichtstaatlichen Archivgutes (Deposita), bisher nur in Ansätzen durch Akten belegt.

Literatur 

Grotefend, Ulrich, Das preußische Staatsarchiv zu Osnabrück, in: Westfalen, 28. Jg., Heft 1-2, 1933, S. 57-64
Haase, Carl, Die Niedersächsische Archivverwaltung, Göttingen ²1978
Mohrmann, Wolf-Dieter, Die "Archiv-Ordnungs- und Beratungsstelle der Städtevereinigung des Regierungsbezirkes Osnabrück" 1922/1923, in: Osnabrücker Mitteilungen, Bd. 87, 1981, S. 87-114
Penners, Theodor, Das Niedersächsische Staatsarchiv zu Osnabrück. Zum 37. Deutschen Archivtag, in: Der Archivar, 12. Jg., Heft 3, 1959, S. 177-182
Weiser, Johanna, Geschichte der preußischen Archivverwaltung
und ihrer Leiter, Köln/Weimar/Wien 2000

Siehe

Korrespondierende Archivalien 

Rep 335; Geheimes Staatsarchiv der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 178

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein