NLA OS Rep 320

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Provisorische Regierungskommission Osnabrück 1813-1816

Laufzeit 

1808-1827

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners 

Die provisorische Regierungskommission für das Fürstentum Osnabrück wurde am 9. November 1813 nach dem Abzug der französischen Truppen eingerichtet und bestand bis 1816. Seit Oktober 1815 oblag ihr auch die Oberaufsicht über die provisorischen Verwaltungsbehörden in den Kreisen Meppen, Lingen und Emsbüren. Außerdem erstreckte sich ihre Zuständigkeit in Militärangelegenheiten auf die Grafschaft Diepholz.

Der Kommission standen Oberappellationsrat von Stralenheim, der Osnabrücker Kammerherr Florenz Ostmann von der Leye und der Stadtsekretär Johann Gerhard Struckmann vor.

Die Regelung des Steuerwesens stellte einen zentralen Aufgabenbereich der Regierungskommission dar. Sie bemühte sich, das bisherige Steuersystem mit speziellen Modifikationen fortzuführen und eine ordnungsgemäße Erhebung der Steuern in allen Landesteilen sicherzustellen. Besondere Aufmerksamkeit fiel dabei den neu hinzu gewonnenen Gebieten, den Kreisen Meppen und Emsbüren, zu. In Militärangelegenheiten fungierte die Regierungskommission als Vermittlungsinstanz zwischen den zentralen Behörden in Hannover und den Beamten in den Ämtern und Gemeinden in Fragen der Organisation und Durchführung von Einquartierungen, Durchzügen, Verpflegung eigener und fremder Truppen sowie entsprechender Kostenerstattungen. Einen besonderen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit stellte die Errichtung von Landwehrbataillonen und die Durchsetzung der Wehrpflicht dar.

Bestandsgeschichte 

Der Bestand ist zunächst aus ungeordneten Akten der Landdrostei formiert und durch einzelne Akten aus anderen Beständen, insbesondere aus Rep 100, ergänzt worden. Auffallend sind dabei Akten der Preußischen Regierungskommission in Münster, die sich vor allem im Themenbereich Kirchen- und Schulwesen finden. Die Signaturnummern 318 und 338 sind nicht belegt.

Enthält 

Der Bestand umfasst die Korrespondenz der provisorischen Regierungskommission mit dem Kabinettsministerium in Hannover, der General-Interims-Administrations-Kommission für die säkularisierten geistlichen Güter in Osnabrück, dem Generalkriegskommissariat in Hannover, dem Militärgouvernement zwischen Weser und Rhein sowie dem Zivilgouvernement in Münster, den ihr untergeordneten Behörden in den Kreisen und Ämtern sowie deren Vertretern wie Landräten, Bürgermeistern, Gemeinde- und Steuerbeamten. Die Akten stammen überwiegend aus den Bereichen Militär- und Steuerwesen. Daneben sind Akten zur allgemeinen und Domänenverwaltung sowie dem Bau-, Forst-, Kirchen- und Schul-, Polizei-, Verkehrs- und Zollwesen überliefert.

Literatur 

Bär, Max: Abriß einer Verwaltungsgeschichte des Regierungsbezirks Osnabrück, S. 103-115.

Siehe

Korrespondierende Archivalien 

NLA OS: Rep 550 (Administrationskommission der säkularisierten geistlichen Güter), Rep 551 (Provinzialverwaltung der säkularisierten geistlichen Güter)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M. 

474 Akten