NLA OS Rep 701 I

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Evangelisches Konsistorium zu Osnabrück

Laufzeit

1532-1908

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners

Die Einrichtung des Evangelischen Konsistoriums zu Osnabrück erfolgte 1651 auf Grund der Capitulation Perpetua. Das Konsistorium war geistliche Verwaltungs- und Justizbehörde für die Angehörigen der Augsburger Konfession im Fürstbistum Osnabrück mit Ausnahme der Stadt Osnabrück. Diese hatte ihr eigenes Konsistorium (siehe Bestand Dep 3 b VI).
Im Jahr 1817 wurde dem Konsistorium auch die Niedergrafschaft Lingen unterstellt, und zwar mit Einschluss der Reformierten. Seit der gleichen Zeit etwa betreute es de facto, d.h. ohne ausdrückliche Verfügung, auch den Kreis Meppen. 1848 wurde dem Konsistorium die geistliche Gerichtsbarkeit entzogen, 1869 die in Ehesachen. Seine Auflösung erfolgte mit dem 1. Juli 1885. Die kirchlichen Kompetenzen gingen auf das Provinzialkonsistorium in Hannover über, die schulischen sowie die Aufsichten über den Sylvesterfonds auf die Regierung in Osnabrück.

Bestandsgeschichte

Die Akten sind teils unmittelbar vom Konsistorium in das Staatsarchiv gelangt (1872 und 1882), teils über das Provinzialkonsistorium in Hannover, über das Staatsarchiv Hannover und über die Regierung Osnabrück (1901 - 1918). Es scheint, dass aus den Abgaben des Konsistoriums eine Reihe von Urkunden und Akten herausgezogen und den Beständen Rep 3 und Rep 100 zugeordnet worden ist.

Literatur

- Bär, Max: Abriß einer Verwaltungsgeschichte des Regierungsbezirks Osnabrück, Hannover / Leipzig 1901, S. 28f., 42. – E. Smechula, Studien zur Geschichte des Osnabrücker Landkonsistoriums A. C. und des von den Katholiken dafür geforderten Aequivalents (1648-1698). Diss. Münster 1930. – W. Riemann, Beiträge zur Verfassung der evangelischen Landkirche des Bistums Osnabrück. Ungedr. Diss. Erlangen 1951.

Siehe

Korrespondierende Archivalien

- NLA OS: Einige ältere Urkunden und Akten wahrscheinlich in Rep 3 und Rep 100. – Akten betr. das Sylvesterstift Quakenbrück s. Rep 701 II. – Von der Osnabrücker Regierung fortgeführte Akten s. Rep 336. Zu Lingen: Dep 68 (Ev.-reformierter Bezirkskirchenverband VII)
– Laut Auskunft des Landeskirchenamts Hannover befinden sich dort „erhebliche Aktenbestände“ des Osnabrücker Konsistoriums, und zwar „vorzugsweise unter den Pfarrbestallungsakten und den Pfarr-, Offizial- und Rechnungsakten“ (= Spezialakten betr. die einzelnen Kirchen; die Generalakten sind 1943 vernichtet worden).
– Eine Reihe von Akten betr. die reformierten Gemeinden in der Niedergrafschaft Lingen scheint 1885 zum Konsistorium in Aurich gelangt zu sein und befindet sich heute im Archiv des Landeskirchenrats der Ev.-ref. Kirche in Nordwestdeutschland in Leer (Auszug aus dem Verzeichnis s. FA Leer).
- Stadtarchiv Lingen (ehemaliges Dep 64)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M.

1325 Akten