NLA OS Rep 150 Ibg

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Amt Iburg bis 1814

Laufzeit

1408-1892

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners

Neben der Wahrnehmung hoheitlicher und polizeilicher Aufgaben bestand die Verwaltungstätigkeit der Ämter vor allem in der Erhebung der landesherrlichen Einkünfte und der Verwaltung der Domanialgüter. Im Bereich der Gerichtsbarkeit hielt das Amt die so genannten Brüchtengerichte ab, Polizeigerichte für niedere Vergehen. Die Amtsführung lag beim Drosten, die Durchführung der Geschäfte besorgte der Rentmeister. Ihnen untergeordnet waren die Vögte, die zugleich Exekutivorgane der Gerichte waren.

Das Amt Iburg im Hochstift Osnabrück umfasste bis zum Jahre 1807 13 Vogteien mit 19 Kirchspielen:
- Vogtei Osnabrück: Kirchspielen Dom, St. Johann, St. Katharinen und St. Marien
- Vogtei Wallenhorst: Kirchspiele Wallenhorst und Rulle
- Vogtei und Kirchspiel Belm
- Vogtei und Kirchspiel Schledehausen
- Vogtei Bissendorf: Kirchspiele Holte und Bissendorf mit den Bauerschaften Dratum-Ausbergen und Uedinghausen-Warringhoff des Kirchspiels Gesmold
- Vogteien Hagen, Oesede und Glane mit den Kirchspielen Iburg, Hagen, Oesede und Glane (meist unter demselben Vogt stehend)
- Vogtei und Kirchpiel Borgloh
- Vogtei und Kirchspiel Laer
- Vogtei und Kirchspiel Glandorf
- Vogtei und Kirchspiel Dissen
- Vogtei und Kirchspiel Hilter

Mit der Eingliederung in das Königreich Westphalen bzw. in das Oberems-Departement verschwand das Amt Iburg als Verwaltungseinheit. 1814 unter hannoverscher Herrschaft wurde der Amtsbezirk auf die Ämter Iburg und Osnabrück aufgeteilt.

Bestandsgeschichte

Als der Amtsbezirk auf die Ämter Iburg und Osnabrück 1814 aufgeteilt wurde, übernahmen diese die Registratur (Archivbestände Rep 350 Iburg und Rep 350 Osn). Der vom Amt Osnabrück übernommene Registraturteil ist verloren gegangen.
Im vorliegenden Bestand finden sich die aus der Registratur des hannoverschen bzw. preußischen Amts Iburg (Rep 350 Ibg) wieder herausgelösten Akten des alten Amtes Iburg aus der osnabrückischen und aus der französischen Zeit. Es handelt sich vor allem um Spezialakten, die den Südteil des alten Amtes Iburg betreffen, aber auch um den Hauptteil der Generalia des gesamten Amtes. Die den nördlichen Teil des alten Amtes betreffenden Akten befinden sich noch in dem Bestand Rep 350 Osn. Die Bestände Rep 350 Ibg und Rep 350 Osn sind generell als Ergänzung heranzuziehen ist, da ein Teil der Akten in den neu gebildeten Ämtern fortgeführt wurde.

Literatur

- Düring, A. v.: Ortschafts-Verzeichnis des ehemaligen Hochstifts Osnabrück, in: OM 21 (1896), S. 40-97. - Prinz, Joseph: Das Territorium des Bistums Osnabrück, Göttingen 1934. - Bär, Max: Abriß einer Verwaltungsgeschichte des Regierungsbezirks Osnabrück, Hannover/Leipzig 1901, S. 23-25.

Findmittel

Angaben über Amtsleute und Richter im Amtsbezirk Iburg finden sich bei: Max Petiscus: Die Drosten, Rentmeister, Gografen und Vögte im Hochstift Osnabrück 1500-1800, Manuskript, S. 166-270 (Erw A 14 Nr. 35).

Siehe

Korrespondierende Archivalien

NLA OS: Rep 350 Ibg (Amt Iburg bis 1885)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M.

1325 Akten

Georeferenzierung

Bezeichnung

Amt Iburg

Objekt_ID

132

Ebenen_ID

6020

Georeferenzierung

Bezeichnung

Amt Iburg

Objekt_ID

99

Ebenen_ID

6120

Georeferenzierung

Bezeichnung

Amt Iburg

Objekt_ID

56

Ebenen_ID

6320

Georeferenzierung

Bezeichnung

Amt Dissen

Zeit von

1852

Zeit bis

1859

Objekt_ID

98

Ebenen_ID

6120