HINWEIS: Am 31.12.2019 können Genehmigungen für Nutzungsanträge enden, Bestellungen sind dann nicht möglich. Bitte wenden Sie sich für eine Verlängerung des Antrags an das jeweilige Archiv.

NLA OS Rep 150 Fü

  • Show associated objects
  • Print
  • Create link
  • Send
  • Improve

Description

Identification (short)

Title 

Amt Fürstenau bis 1808

Life span 

1542-1883

Fonds data

History of creator 

Das Amt Fürstenau im Hochstift Osnabrück bestand seit der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts bis 1803. Dem Amt oblagen die Wahrnehmung hoheitlicher und polizeilicher Aufgaben, die Verwaltung der Domanialgüter und die Erhebung landesherrlicher Einkünfte. Daneben hielt es die Brüchtengerichte für niedere Polizeivergehen und das Höltingsgericht für Markenvergehen ab. Die Amtsführung lag beim Drosten, die Durchführung der Geschäfte besorgte der Rentmeister. Ihnen untergeordnet waren die Vögte, die zugleich Exekutivorgane der Gerichte waren.

Das Amt Fürstenau umfasste in den fünf Gerichtsbezirken Fürstenau, Ankum, Badbergen, Quakenbrück und Menslage folgende sieben Vogteien mit 14 Kirchspielen:
- Vogtei Ankum: Kirchspiele Ankum und Bersenbrück
- Vogtei Alfhausen: Kirchspiel Alfhausen
- Vogtei Badbergen: Kirchspiele Quakenbrück (soweit nicht zur Stadt gehörig) und Badbergen
- Votgei Menslage: Kirchspiel Menslage
- Vogtei Schwagstorf: Kirchspiel Fürstenau (soweit nicht zur Stadt gehörig) und Schwagstorf mit den Bauerschaften Lonnerbeck, Vechtel und dem adligen Gut Lonne
- Vogtei Bippen: Kirchspiele Bippen ohne Bauerschaften Lonnerbeck, Vechtel und dem adligen Gut Lonne
- Vogtei Merzen: Kirchspiele Merzen, Voltlage, Neuenkirchen im Hülsen und Ueffeln
Ebenfalls dem Amt unterstellt war der Flecken bzw. die Stadt (seit 1642) Fürstenau.

Trotz beständiger Streitigkeiten über den Markenbesitz in den Grenzgebieten, insbesondere mit dem benachbarten Amt Lingen, blieben die Grenzen des Amts über die Säkularisierung des Fürstbistums Osnabrück hinaus und bis zur Eingliederung in das Königreich Westphalen im Jahr 1808 bestehen. Unter hannoverscher Herrschaft wurden 1814 die Ämter wieder eingerichtet, wobei 1817 der Bezirk des alten Amts Fürstenau zwischen dem neu gebildeten Amt Bersenbrück und dem neuen Amt Fürstenau (s. Rep 350 Fü) geteilt wurde.

Custodial history 

Die Akten des Amts Fürstenau gelangten nicht als geschlossene Registratur in das Staatsarchiv, sondern wurden zunächst in die Registratur des verkleinerten Amts Fürstenau übernommen und dort zumeist mit jüngeren Akten vermischt weitergeführt.

Eine erste Abgabe erfolgte 1870; sie wurde zum Bestand Rep 122 III 1 A (später Rep 150 Fü) formiert. Hinzu kamen ergänzende Abgaben aus dem Amtsgericht Fürstenau sowie dem Landratsamt Bersenbrück. Allerdings gelangte der überwiegende Teil der Akten des alten Amts Fürstenau erst seit 1928 über Abgaben des Landratsamts Bersenbrück, des Kreises Bersenbrück und des Domänenrentamts Osnabrück in das Staatsarchiv. Diese Akten wurden ohne Berücksichtigung der Provenienz dem Bestand Rep 350 Fü (= neues Amt Fürstenau) eingegliedert.

Im Zuge der Neuverzeichnung erfolgte eine Provenienzbereinigung. Fortan werden Akten des alten Amts Fürstenau in der Regel nur mehr im Findbuch Rep 150 Fü ausgewiesen. Aufgrund der Fortführung von Akten des alten Amts durch die neue Behörde sind jedoch hin und wieder Akten sowohl im Bestand Rep 150 Fü als auch in Bestand Rep 350 Fü nachgewiesen.

Literature 

- Düring, A. v.: Ortschafts-Verzeichnis des ehemaligen Hochstifts Osnabrück, in: OM 21 (1896), S. 40-97. - Prinz, Joseph: Das Territorium des Bistums Osnabrück, Göttingen 1934, insbes. S. 128-136. - Rothert, Hermann: Heimatbuch des Kreises Bersenbrück, Band I - Geschichte, Quakenbrück 1949. - Bär, Max: Abriß einer Verwaltungsgeschichte des Regierungsbezirks Osnabrück, Hannover/Leipzig 1901, S. 23-25. - Schröder, August: Ämtergliederung und Kreisbildung im Osnabrücker Nordland, Quakenbrück 1959, S. 8-14.

Finding aids 

Angaben über Amtsleute und Richter im Amtsbezirk Fürstenau finden sich bei: Max Petiscus: Die Drosten, Rentmeister, Gografen und Vögte im Hochstift Osnabrück 1500-1800, Manuskript, S. 72-126 (Erw A 14 Nr. 35).

See

Corresponding archival items 

NLA OS: Rep 350 Fü (Amt Fürstenau bis 1885), Rep 350 Bers (Amt Bersenbrück bis 1885), Rep 355 (Geldregister), Rep 491 (Zivilstandsregister), Rep 950 Fü (Amtsgericht Fürstenau), Rep 955 (Untergerichtsprotokolle)

Further information (fonds)

Size in m 

4,9 lfd. M. (685 Akten)

Geotagging

Name 

Amt Fürstenau (einschließlich Stadt Fürstenau)

Time from 

1817

Time to 

1885

Region_ID 

27

Level_ID 

6520

Geotagging

Name 

Amt Bersenbrück

Time from 

1821

Time to 

1852

Region_ID 

131

Level_ID 

6020

Geotagging

Name 

Amt Bersenbrück

Time from 

1817

Time to 

1821

Region_ID 

32

Level_ID 

7420