NLA OL Inventar Eisenbahngeschichte

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Inventar: Eisenbahngeschichte Oldenburg

Laufzeit

1826-1970

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

In diesem Spezialinventar sind alle das Eisenbahnwesen im Land Oldenburg betreffende Überlieferungen zusammengefasst; lediglich die Eisenbahnkarten sind im Kartenbestand.

Bestandsgeschichte

Die Karten der Großherzoglich Oldenburgischen Eisenbahn
(G.O.E.)
sowie anderen Klein- und Nebenbahnen im Land Oldenburg

Die Überlieferung der umfangreichen Sammlung von Eisenbahn-
karten der Großherzoglich Oldenburgischen Eisenbahn (G.O.E.)
ist nur dem Umstand zu verdanken, dass diese Karten als An-
lage zu den Berichten der Eisenbahndirektion an das Olden-
burgische Staatsministerium benötigt wurden. Es handelt sich
zwar um die in der Eisenbahndirektion entstanden Karten, je-
doch sind diese Karten nicht direkt, sondern erst mit der
Überlieferung des Staatsministeriums archiviert worden. Für
die eigentlichen Eisenbahnkarten der Eisenbahndirektion der
G.O.E. ist zu vermuten, dass auch sie, wie die Akten der
Eisenbahndirektion selbst, nicht überliefert wurden (siehe
Vorwort zum Best. 190 Eisenbahndirektion). Die vorhandenen
Karten stammen überwiegend aus dem Bestand der Sachakten des
Oldenburgischen Staatsministerium: Dep. des Inneren, bzw.
Dep. der Finanzen, in der jeweiligen Zuständigkeit bei
Eisenbahnangelegenheiten (Best. 136, Nr. 14113 bis Nr. 15557
und Nr. 19956 bis Nr. 19976). Da noch nicht konsequent alle
Eisenbahnkarten aus den Sachakten ín den Eisenbahn-
kartenbestand übernommen wurden, ist eine noch unbekannte
Anzahl dieser Karten in den Sachakten zu vermuten. In einem
zweiten Schritt sollte natürlich auch wieder der Bezug der
jeweiligen Eisenbahnkarte zur Sachakte hergestellt werden.
Solange dies nicht in der Datenbank geschehen ist, besteht
diese Möglichkeit über das alte Findbuch zum Best. 298 E in
Verbindung mit dem Feld "Archivsignatur" dieser Datenbank.

Wissenswertes u. Besonderheiten zur Verzeichnung dieses
Bestandes!

Die ursprüngliche Verzeichnung gründete sich in ihrer
Ordnung nach der gleichförmigen Art oder Bestimmung der
abgebildeten Gebäude (z.B. alle Aborte vom Bahnhof

Achmer
bis Bahnhof Zwischenahn), oder eben alle Anlagen. Dadurch
wurde das Zusammenführen der Gebäude nur eines Bahnhofs erst
nach Durchsicht aller ca. 4300 Karten, bzw. erst nach
Durchsicht aller Abteilungen des alten Findbuches möglich.

Auch unter Berücksichtigung der Möglichkeiten einer
elektronischen Verzeichnung erscheint diese Art der Ordnung
als unzweckmäßig, weil doch i. d. R. den eigentlichen Such-
begriffen der geografische Namen folgen, wie "Bahnhof,
Delmenhorst", "Hauptwerkstatt, Oldenburg", "Strecke, Hude,
Blexen", "Wohnhaus, Neuschanz" usw.

Alle Stationen, Haltestellen, Haltepunkte und Entladestellen
usw. wurden einheitlich mit dem Begriff "Bahnhof" ver-
zeichnet, weil zumindest bei den kleineren "Bahnhöfen" die
Bezeichnung durch die Kartenzeichner scheinbar auch nur
willkürlich vergeben wurden. Dieser sicherlich lässliche
Verstoß gegen die übliche archivische Verzeichnung erscheint
auch im Hinblick auf die Recherche als besonders zweckmäßig.

Die bewußte Falschbezeichnung "Bahnhof Huchtingen"
(oldenburgischer Bahnhof in Bremen) durch die G.O.E. wurde
nicht nachvollzogen. Der Bahnhof wurde als "Bahnhof
Huchting" verzeichnet. Die Bahnhofsgebäude werden dagegen,
wie auch von den Kartenzeichnern der G.O.E., konsequent als
Empfangsgebäude bezeichnet.

Durch die eingeschränkte Darstellung im Feld Titel ist eine
geografische Zuordnung nicht immer auf Anhieb möglich. Zur
Erleichterung für den ungeübten Benutzer wurde deshalb der
Datensatz im Feld "Teilprovenienz" (Voraussetzung, Klas-
sifikation beginnend mit 04) mit einem aussagekräftigen
Namen gekennzeichnet. (z.B. Bahnhof Oldenburg)

Bei der Anlage des Verschiebebahnhofs an der Strecke von
Oldenburg nach Osnabrück gab es zwar den Busch, der dem
Brauer Kruse aus Oldenburg gehörte, nicht jedoch den
Stadtteil Krusenbusch. Da dieser ehemalige Verschiebebahnhof
jedoch nur

unter dem Namen Verschiebebahnhof Krusenbusch
bekannt ist, fand dieser auch als Indexbegriff Verwendung.


Literaturhinweise:
Aufsatz mit zahlreichen Abb. von Martin Wenz: "Die frühen
Typenbahnhöfe der Großherzoglich Oldenburgischen Eisenbahn".
Veröffentlicht in "Niedersächsische Denkmalpflege", Band 16,
Seite 334 ff.

"Die Eisenbahn im ehemaligen Land Oldenburg" von Peter
Löffler

"Ganz ohne Eile" von Gaida, Veröffentlichung des
Stadtmuseum

Heft Nr. 7 der Hannomag-Nachrichten (im Bestand 190)

Festschriften zum 25jährigen und 50jährigen Jubiläum der
G.O.E.
u.

a.

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

teilweise verzeichnet