NLA OL Dep 90

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Kleine deponierte oldenburgische Hofarchive

Laufzeit 

1750-1900

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Hier werden die kleinen Hofarchive aufgenommen, die Deposita-Charakter haben.

Bestandsgeschichte 

Dep 90 Kleine deponierte oldenburgische Hofarchive
Der wachsende Bildungsstand und die größere Bedeutung der Schriftlichkeit auf dem Lande schlägt sich in der schriftlichen Überlieferung auf Bauernhöfen nieder. Dies gilt sowohl für die Verschriftlichung bäuerlicher Selbstverwaltung in Nordwestdeutschland im Laufe der Frühen Neuzeit (Bauerrechte oder Bauerbriefe, Bauerrichterbücher) wie auch für die Wirtschaftsverwaltung nicht nur auf adeligen Gütern, sondern auch auf größeren Bauernhöfen, für die schriftliche Aufzeichnungen nachzuweisen sind (Lagerbücher, Rechnungen etc.). In dem Bestand sind kleinere, im Staatsarchiv deponierte Hofarchive untergebracht. Hierzu gehören folgende Archive (in Klammern die grundlegende Klassifikationskennzahl):

Literatur:
Helmut Ottenjann/Günter Wiegelmann (Hg.), Alte Tagebücher und Anschreibebücher, Münster 1982; Karl Heinz Ziessow (Bearb. u.a.), Hand.Schrift - Schreib.Werke. Schrift und Schreibkultur im Wandel in regionalen Beispielen des 18. bis 20. Jahrhunderts, Cloppenburg 1991; Heimatbund für das Oldenburger Münsterland (Hg.), Helmut Ottenjann (1931 bis 2010) - Vom Leben auf dem Lande. Kirchspiele und Bauerschaften in der Frühen Neuzeit, Cloppenburg 2011; Christine Aka, Bauern, Kirchen, Friedhöfe. Sachkultur und bäuerliches Selbstbewusstsein in der Wesermarsch vom 17. bis 19. Jahrhundert, Cloppenburg 2012; Gerd Steinwascher, Wozu eigentlich schreiben? Bäuerliche Schreibkultur in der oldenburgisch-friesischen Marsch und Geest. Katalog zur Ausstellung: Hinter dem Horizont. Bürgerlich bäuerliche Eliten in der Marsch und auf der Geest, Münster 2013 (im Druck).

Verwandte Bestände:
Dep 100 (Kleinere deponierte oldenburgische Adels- und Gutsarchive); Dep 105 GRI (Hofarchive Gristede); Erw 100 (Kleine Adels- und Gutsarchive).


(2) Hof- und Familienarchiv Oeltjen (Jaderberg)
Zeit: 1637-1955
Umfang: 0,8 lfd. m; 38

Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 273-18

Das Archiv der Familie Oeltjen aus Jaderberg umfasst sowohl die Überlieferung der Familiengeschichte (private Korrespondenzen des 18./19. Jahrhunderts) wie auch der Bewirtschaftung des Hofes und dessen Einbindung in die örtliche und regionale Verwaltung (Siel- und Deichsachen, Vogtei, Kirche, Chausseebau etc.). Zudem befinden sich in dem Bestand Unterlagen sächsischer Familien (Glasmacher Tschau in Grimma, Kaufmann Borges in Johannesgeorgenstadt) sowie Studienstiftungen in Zeitz und Leipzig.
Inhalt:
Unterlagen der Familie Oeltjen aus Jaderberg (Jaderbollenhagen) 1642-1955 (8); Hofverwaltung Oeltjen 1640-1922 (17); Unterlagen von Familien aus der Grafschaft Oldenburg 1656-1938 (6); Unterlagen sächsischer Familien 1637-1945 (7).
Literatur:
Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 1, Oldenburg 2010, S. 513 ff., 521.
Verwandte Bestände:
Best. 75 (Oldenburgische Vogteien); Best. 76-10 (Amt Rastede); Best. 230-3 (Verwaltungsamt Varel);
Best. 231-4 (Landratsamt Wesermarsch).



(3) Hofarchiv Albers, Westerhausen (Ksp. Sengwarden)
Zeit: 1711-1789
Umfang: 0,1 lfd. m; 3 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 273-38

Das Hofarchiv umfasst drei Urkunden aus der Zeit, als der Hof im friesischen Westerhausen, zuvor Eigentum des Gottschalck Haußkoch, im Besitz der Familie Tiarcks war.
Literatur:
Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 2, Oldenburg 2011, S. 1100.


(4) Hofarchiv Hemmelskamp (Hude-Vielstedt)
Zeit: 174-1914
Umfang: 0,1 lfd. m; 1 Verzeichnungseinheit
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Einzelblattverzeichnis und Transkription im Bestand
Inhalt:
Brautschatz 1747; Schuldscheine; Grundstücksgeschäfte; Rechnungen
Literatur:
Albrecht Eckhardt (Hg.),

Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 2, Oldenburg 2011, S. 1041 f.


(5) Hofarchiv Jeddeloh (Edewecht-Jeddeloh)
Zeit: 1664-1930
Umfang: 0,1 lfd. m; 22 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet

Seit 1547 sind zwei Hausmannsfamilien in Jeddeloh nachweisbar, die den Namen der Bauerschaft tragen; die Ersterwähnung der Siedlung reicht in das 13. Jahrhundert zurück.
Inhalt:
u.a. Erbteilungen; Obligationen, Vergantungen, Vormundschaft, Rechnungsbücher (19. Jahrhundert).
Literatur:
Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 1, Oldenburg 2010, S. 522 f.


(6) Gut Gers-Ossenbeck (Damme-Rottinghausen)
Zeit: 1776-1972
Umfang: 0,1 lfd. m; 16 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet

Die kleine, aus drei Höfen bestehende Siedlung in der Bauerschaft Rottinghausen (heute im Stadtgebiet Damme) zählte ursprünglich zum Ausstattungsgut des Klosters Bersenbrück, das Graf Otto von Ravensberg 1231 stiftete. Der Hof Gers-Ossenbeck gehörte zu den drei die Siedlung bildenden Vollerbenhöfen.

Inhalt:
u.a. Rechnungbuch (19. Jahrhundert); Testamente; Zuschläge; Feldpostbriefe (Zweiter Weltkrieg).
Literatur:
Christian Westerhoff, Ossenbeck. Kleiner Ort mit langer Geschichte, Damme 2001; Christian Westerhoff, 600 Jahre Grund- und Eigenbehörigkeit - Die Bauern in Ossenbeck bei Damme und das Kloster Bersenbrück, in: Oldenburger Jahrbuch 106 (2006), S. 23-46; Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 2, Oldenburg 2011, S. 785.
Verwandte Bestände:
Best. 76-24 (Amt Vechta); Best. 111-1 (Münsterisches Amt Vechta); Best. 230-10 (Verwaltungsamt Vechta); Best. 231-5 (Landratsamt

Vechta).

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Hemmelskamp [Wohnplatz]

Zeit von 

1

Zeit bis 

1

Objekt_ID 

10384

Ebenen_ID 

1