NLA OL Erw 152

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Verein Oldenburgischer Lehrer und Lehrerinnen

Laufzeit

1947-1978

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Der Verein Oldenburgischer Lehrer und Lehrerinnen wurde 1859 gegründet. Nach dem 2. Weltkrieg schloss er sich der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft als Bezirksverband an und gründete im Jahre 1959 die Stiftung Schulgeschichte.

Bestandsgeschichte

Erw 152 Verein Oldenburgischer Lehrer und Lehrerinnen
Zeit: 1891-1979
Umfang: 10,4 lfd. m; 184 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 275-2 und Best. 275-3

Die Anfänge des Lehrervereinswesens gehen auf Zusammenschlüsse von evangelischen Lehrern in einigen Kirchspielen bzw. Ämtern und Gemeinden des alten Großherzogtums Oldenburg zurück; diese Vereinigungen nannten sich Konferenzen. Inhaltlicher Schwerpunkt ihrer Konferenzen waren ihre soziale Lage, ihre Ausbildung und ihre Schulbaulichkeiten. Erst im Frühjahr 1848 traten die oldenburgischen Lehrer, gestärkt durch die Ereignisse und Folgen der Revolution, durch eine Eingabe an die nach Oldenburg berufenen Abgeordneten hervor, in der sie mehr Augenmerk auf die Volksbildung und die Qualität der Volksschule forderten und Kritik an den Pastoren, die mit der Schulaufsicht betraut waren, übten. Zusätzlich traten sie für eine höhere Besoldung der Lehrer ein, damit sie sich mehr dem Unterricht zuwenden könnten.
Ein erster Versuch der Lehrer, sich in einem "Allgemeinen Oldenburgischen Lehrerverein" zu organisieren, wurde 1851 unternommen. Doch einige Konferenzen verhielten sich ablehnend, auch fehlte oft die Verbindung zwischen den Konferenzen und dem Verein, schließlich löste sich der Verein bis 1856 auf. Lediglich das 1851 begründete "Oldenburgische Schulblatt", von Ludwig Ballauf (Schulrat in Varel) geführt, überstand die schwierige Zeit. Bei der Gelegenheit der so genannten Schillerfeier traten am 10. November 1859 in Oldenburg erneut Lehrer zusammen, um einen neuen Gründungsversuch für den Oldenburgischen Landeslehrerverein (OLLV) zu unternehmen, der auch gelang; die Zahl der Mitglieder stieg bis 1866 auf 265 Personen. 1933 wurde der Landeslehrerverein gleichgeschaltet und in den Nationalsozialistischen Lehrerbund integriert.
Neben dem Oldenburgischen

Landeslehrerverein hatte sich am 6. Juni 1891 der Verein Oldenburger Lehrerinnen (VOL) gebildet. Zunächst waren es 14 Lehrerinnen, doch bis 1894 stieg die Mitgliederzahl auf 31 Lehrerinnen an. 1933 löste sich der Verein Oldenburger Lehrerinnen, der 260 Mitglieder zählte, auf. Mit der (neuen) Gründung des Vereins Oldenburgischer Lehrer und Lehrerinnen (VOLL) am 9. Oktober 1946 wurden die Interessen der Lehrer und der Lehrerinnen in einem Verband zusammengefasst. Der Verein wurde Mitglied im "Gesamtverband Niedersächsischer Lehrer", der wiederum ein Glied der "Arbeitsgemeinschaft Deutscher Lehrerverbände" war. Am 22.10.1969 wurde beschlossen, dass der Verein der Oldenburgischen Lehrer und Lehrerinnen vollständig zur Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft übergeht bzw. als Vertretungsorgan der GEW für das ganze Land Oldenburg als GEW-Bezirk fungiert. Damit war de jure das Vereinsende gekommen, wenngleich auch die inhaltliche Arbeit der GEW mit der des VOLL identisch war und blieb. Bis 1979 blieb aber noch die Nennung des Vereins Oldenburgischer Lehrer und Lehrerinnen unter dem Briefkopf der GEW formal erhalten. Neben den Vereinen der Lehrer und Lehrerinnen bestand seit 1846 der Pestalozzi-Verein, eine mildtätige Stiftung für in Not geratene Lehrerfamilien. Erwähnt werden soll auch die vom VOLL gegründete die Stiftung Schulgeschichte im Jahre 1959.
Bei der Ordnung und Verzeichnung des Bestandes wurden alle Periodika, Lehrerzeitschriften und sonstige Publikationen aus dem bereits durchnummerierten Archivbestand herausgenommen und der Dienstbibliothek des Staatsarchivs zugeführt, sind also über die Bibliotheksdatenbank zu ermitteln und benutzbar.

Inhalt:
Verein Oldenburger Lehrerinnen 1891-1933 (17); Verein Oldenburgischer Lehrer und Lehrerinnen, Organisation, Mitgliederversammlungen, Rundschreiben 1925-1977 (47); Vorstandssachen, Arbeitsgruppen 1946-1979 (20);

Schriftwechsel und Zusammenarbeit mit der GEW 1947-1978 (35); Rechnungs- und Haushaltswesen 1947-1965 (3); Schriften und Publikationen 1934-1978 (13); Versicherungswesen und Rechtssachen 1949-1975 (9); Schriftwechsel mit anderen Standesorganisationen und Vereinen 1946-1977 (49).

Literatur:
Jahresberichte des Oldenburgischen Landes-Lehrervereins; Schulgesetz für das Herzogthum Oldenburg in der Fassung vom 1. April 1897, Oldenburg 1897; Schulbauordnung für die evangelischen Volksschulen im Herzogtum Oldenburg, Oldenburg 1912; Handbuch der evangelischen Volksschulen des Landesteils Oldenburg, bearb. von Karl Raapke, H. Harms u.a., 4. Aufl., Oldenburg 1931; Festschrift 100 Jahre Oldenburgischer Landeslehrerverein, 1859-1959; Mitteilungen der Abteilung Kirchen und Schulen beim Präsidenten des Niedersächsischen Verwaltungsbezirks Oldenburg Oldenburg (Oldb): Präsident des Niedersächsischen Verwaltungsbezirks Oldenburg, 1960; Handbuch der katholischen Lehrer und Lehrerinnen an den Volks- , Mittel- und Sonderschulen des Verwaltungsbezirks Oldenburg nach dem Stande vom 15.7.1963, zusammengestellt von Heinrich Bockhorst und Anton Stuke, Vechta 1963; Hilke Günther-Arndt, Volksschullehrer und Nationalsozialismus. Oldenburgischer Landeslehrerverein und Nationalsozialistischer Lehrerbund in den Jahren der politischen und wirtschaftlichen Krise 1930-1933, Oldenburg 1983.

Verwandte Bestände:
Best. 2 (Handschriften und Stammbücher, insbesondere D 51: J. Meyer, Lehrerpersonalchroniken Bde. 1-4.); Best. 76 (Ämter); Best. 73 (Konsistorium Oldenburg); Best. 134 (Oldenburgisches Ministerium der Kirchen und Schulen); Best. 160-1 (Evangelisches Oberschulkollegium); Best. 160-2 (Katholisches Oberschulkollegium Vechta); Best. 165 (Oldenburgische Lehrerseminare); Best. 166 (Schularchive); Best. 230 (Verwaltungsämter); Best. 231 (Landratsämter); Rep 400 (Verwaltungsbezirk Oldenburg);

Rep 410 (Bezirksregierung Weser-Ems); Rep 720 (Graf Anton Günther Gymnasium Oldenburg); Rep 721 (Mariengymnasium Jever); Rep 722 (Clemens-August- Gymnasium Cloppenburg); Rep 723 (Gymnasium Antonianum Vechta); Rep 726 (Oldenburg-Kolleg); Dep 60 (Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg); Erw 150 (16) (Oldenburgischer Pestalozzi-Verein); Erw 155

(Schülerverbindungen).

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung

Verwaltungsbezirk Oldenburg

Zeit von

1974

Zeit bis

1977

Objekt_ID

11

Ebenen_ID

810

Georeferenzierung

Bezeichnung

Landesteil/ Verwaltungsbezirk Oldenburg

Zeit von

1937

Zeit bis

1974

Objekt_ID

217280

Ebenen_ID

10

Georeferenzierung

Bezeichnung

Herzogtum/Landesteil Oldenburg

Zeit von

1864

Zeit bis

1937

Objekt_ID

1

Ebenen_ID

210