NLA OL Erw 3

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Oldenburgische Deichbände, Wasserbauverbände und Sielachten

Laufzeit 

1855-1910

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Die Überlieferung der Deichbände, Wasserbaugenossenschaften und Sielachten umfasst hauptsächlich Amtsbücher.

Bestandsgeschichte 

Erw 3 Oldenburgische Deichbände, Wasserbauverbände und Sielachten
Zeit: 1785-1965
Umfang: 22,3 lfd. m; 659 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 263-2

In diesem Bestand sind die Überlieferungen der drei bzw. zeitweilig auch vier Deichbande und der in diesen Gebieten zuständigen Wasserbaugenossenschaften vereint. Aus einer Vielzahl kleiner Wasser- und Entwässerungsachten haben sich auf dem Gebiet der drei großen Deichbände die Wasser- und Bodenverbände aus Kostengründen vereinigt. Aus der Gliederung des Bestandes ist die Vielfalt der kleinen genossenschaftlichen Organisationsformen noch zu erahnen.
Bis 1855/56 waren die Deichvögte und Deichgräfe der Vogteien und Ämter und ein Oberdeichgräfe für ein größeres, vom Wasser bedrohtes Gebiet bzw. für das Deichwesen zuständig. Das I. bis III. Oldenburgische Deichband wurden als Deichgenossenschaften durch die Deichordnung für das Herzogtum Oldenburg vom 8. Juni 1855 (Oldenburgische Deichordnung Art. 14) gegründet. Am 1. Januar 1856 nahmen sie die Arbeit auf. Den Vorsitz hatte von nun an der Amtmann (ab 1880 auch Amtshauptmann genannt). Bis 1933 wurden die Verwaltungsaufgaben der Deichbände durch die Verwaltungsämter wahrgenommen. Durch das Gesetz über die Vereinfachung und Verbilligung der öffentlichen Verwaltung vom 27. April 1933 wurden diese Zuständigkeiten jedoch den Vorständen der Deichbände übertragen.
Seit 1939 werden die Organe des jeweiligen Deichbands nach den Bestimmungen der Ersten Wasserverbandverordnung von 1937 und seit 1991 des Niedersächsischen Wasserverbandsgesetzes gebildet. An Stelle des Amtmanns steht heute ein vom Vorstand vorgeschlagenes, vom Verbandsausschuss gewähltes und von der Aufsichtsbehörde berufenes Mitglied des Deichbandes an seiner Spitze.
Der I. Oldenburgische Deichband war und ist noch heute zuständig für alle im Schutze der

Hauptdeiche gelegenen Grundstücke mit einer Höhenlage bis 6 m über Normal-Null vom Hemmelsbäker Kanal bis zum Ende des Sanddeiches bei Hasbergen. In dem deichgeschützten Gebiet liegen die Gemeinden Berne, Lemwerder, Hude, Hatten, Ganderkesee, Wardenburg sowie die Städte Delmenhorst und Oldenburg (jeweils zum Teil).
Der II. Deichband umfasst das Gebiet der nördlichen Wesermarsch von der Hunte und entlang der Weser und Nordseeküste mit dem östlichen Jadebusen und Varel- Dangast bis zur Grenze zwischen der Vareler und Bockhorner Sielacht an der Brunnenbäke bzw. am Steinhauser Siel. Die Braker Sielacht, der Entwässerungsverband Stedingen, der Entwässerungsverband Jade, der Entwässerungsverband Butjadingen, die Stadlander Sielacht und die Moorriem-Ohmsteder Sielacht wie auch Teile der Stadt Oldenburg liegen auf dem Gebiet des II. Deichbands.
Der III. Deichband (mit Sitz in Hohenkirchen) reichte von der Grenze der Vareler und Bockhorner Sielacht bis zur ehemaligen preußisch(ostfriesisch)-oldenburgischen Landesgrenze bei der Goldenen Linie, gegenüber der Osthälfte von Spiekeroog bzw. Bahnhof Harlesiel. Das geschützte Gebiet besteht aus der kreisfreien Stadt Wilhelmshaven, den Gemeinden Sande, Schortens, Wangerland und der Stadt Jever und aus Teilen der Gemeinde Bockhorn, Zetel, Friedeburg sowie der Stadt Varel. Auf seinem Gebiet haben sich die Siel- und Wasserachten 1965 zusammengeschlossen und führen seit 1990 die Bezeichnung "Sielacht Rüstringen". Daneben haben sich 1965 die Wangerländische Sielacht mit der Wangerländischen Wasseracht und fünf weiteren kleineren Unterverbänden zum Entwässerungsverband Wangerland zusammengeschlossen, sie führen seit 1990 den Namen "Sielacht Wangerland".
Auch die Vareler Sielacht und Vareler Wasseracht vereinigten sich und tragen seit 1964 die Bezeichnung "Entwässerungsverband Varel". Die Geschäftsstelle der Wasser- und Bodenverbände

des I. und II. Deichbands ist seit 1960 bis heute in Brake, die des III. Deichbands in der Gemeinde Wangerland angesiedelt.

Inhalt:
Amt Butjadingen: Allgemeine Deichsachen, Grenzen des II. Deichbands, Deichlasten Personal, Geschäftsführung, Kassen- und Rechnungswesen 1852-1951 (22); Deiche und Uferwerke 1857-1965 (40); Schlengen und Deichschauen 1891-1961 (4); Sielacht Abbehausen 1852-1962 (11); Sielacht Esenshamm 1869-1964 (13); Butjadinger Sielacht 1888-1962 (47). Amt Elsfleth: Allgemeine Deichsachen, Grenzen des I. Deichbands, Personal, Geschäftsführung, Kassenwesen und Vermögen 1827-1963 (34); Deich- und Uferwerke 1824-1950 (18); Enteignung von Immobilien 1890-1948 (1); Neue Moorriemer Kanalacht 1857-1965 (16); Alte Moorriemer Kanalacht 1857-1949 (8); Stedinger Sielacht 1853-1964 (21); Neuenhuntorfer Sielacht 1879-1964 (9); Schlüter Sielacht 1911-1931 (1); Wehrder Sielacht 1876-1956 (12); Käseburger Sielacht 1865-1961 (16); Stedinger-Schlüter-Sielacht 1924-1953 (5); Ollen-Camper-Glüsinger Mühlenacht 1870-1961 (5); Große Lechter Mühlenacht 1834-1940 (1); Hörsper Mühlenacht 1854-1922 (13); Butteldorfer Verlatacht 1845-1963 (3); Schlüter Bewässerungsacht 1865-1915 (11); Weserausbau und Fischerei 1884-1941 (2). Amt Brake: II. Deichband, Grenzen, Deichlasten, Personal, Vermögen und Schulden, Deiche und Uferwerke 1856-1959 (10); IV. Deichband, Grenzen, Personal, Vermögen und Schulden, Deiche und Uferwerke 1874-1961 (9); Abser Sielacht 1785-1964 (31); Beckumer Sielacht 1855-1963 (15); Braker Sielacht 1848-1962 (20); Braker Zuwässerungshöhlenacht 1868-1965 (11); Butteler Sielacht 1856-1964 (17); Kombinierte Dedesdorfer, Overwarfer und Ueterlander Sielacht 1865-1965 (11); Golzwarder Sielacht 1856-1961 (57); Käseburger Sielacht 1828-1960 (9); Klippkanner Sielacht 1863-1962 (13); Strohauser Sielacht 1830-1946 (20); Kötermoorer Sielacht 1929-1954 (11); Luneplater

Sielacht 1932-1933 (1); Amt Wesermarsch 1927-1961 (3); Berner Wasseracht 1897-1964 (10); Sielacht Schweiburg (Amt Varel) 1862-1962 (9); Delfshauser Verlatacht 1929-1944 (5);
III. Deichband (Amt Jever), Deichkasse und Hebungen 1838-1910 (48); Wangerländische Sielacht 1858-1909 (26); Amt Bockhorn mit Ellenserdamm 1817-1883 (10).

Literatur:
Albert Brahms, Anfangs-Gründe der Deich- und Wasser-Baukunst, oder Gründliche Anweisung, wie man tüchtige haltbare Dämme wider die Gewalt der grössesten See-Fluthen bauen, auch dieselbe jederzeit im unvergeringerten Zustande erhalten könne, damit das Land für verderblichen Einbrüchen und Ueberschwemmungen verwahret sey; und was mehr bey Anlegung der Schleusen, Schlengen, Holzungen, Canäle und andern Wasser-Werken zu wissen nöthig und nützlich damit alles wohl besorget, und zugleich unnöthige Kosten vermieden werden: nebst dazu gehörigen Berechnungen und Kupfern erläutert / Dem gemeinen Wesen zu Dienste, und weiterer Verbesserung dieser so sehr nutzbaren Wissenschaft entworfen und ans Licht gegeben von Albert Brahms, Aurich 1754; Oskar Tenge, Die Deiche und Uferwerke im zweiten Bezirk des zweiten Oldenburgischen Deichbandes mit geschichtlichen Nachrichten bis auf die heutige Zeit und einem Anhange, enthaltend die technischen Resultate, Oldenburg 1878; Bulling, Geschichte des Stedinger Deichbandes, Berne 1899; Oskar Tenge, Der Jeversche Deichband, Geschichte und Beschreibung der Deiche, Uferwerke und Siele im dritten Oldenburgischen Deichbande und im Königlich Preußischen westlichen Jadegebiet, Oldenburg 1898, Neudruck Bockhorn 1999; Oskar Tenge, Der Butjadinger Deichband, Geschichte und Beschreibung der Deiche, Uferwerke und Siele im zweiten Oldenburgischen Deichbande und im Königlich Preußischen östlichen Jadegebiet Oldenburg 1912, Neudruck 2004; Rudolf Meyer, Die rechtliche Struktur und die wirtschaftlichen Verhältnisse der

Deichbände im oldenburgischen Staatsgebiet, Oldenburg 1926.

Verwandte Bestände:
Best. 26 (Oldenburgisches Deicharchiv); Best. 31 (Kabinettsregistratur Oldenburg); Best. 70 (Regierung Oldenburg); Best. 76 (Ämter); Best. 136 (Oldenburgisches Innenministerium); Best. 200 (Deichamt); Best. 202 (Wege- und Wasserbaudirektion); Best. 230 (Verwaltungsämter); Best. 231 (Landratsämter); Rep 400 (Verwaltungsbezirk Oldenburg); Rep 410 (Bezirksregierung

Weser-Ems).

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Herrschaft/Amt Varel

Zeit von 

1814

Zeit bis 

1858

Objekt_ID 

4

Ebenen_ID 

3320

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt Brake

Zeit von 

1814

Zeit bis 

1858

Objekt_ID 

16

Ebenen_ID 

3320

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt Brake

Zeit von 

1858

Zeit bis 

1879

Objekt_ID 

3

Ebenen_ID 

4020

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt Brake

Zeit von 

1879

Zeit bis 

1933

Objekt_ID 

2

Ebenen_ID 

4420

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt Butjadingen

Zeit von 

1879

Zeit bis 

1933

Objekt_ID 

1

Ebenen_ID 

4420

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt Delmenhorst

Zeit von 

1879

Zeit bis 

1903

Objekt_ID 

1

Ebenen_ID 

5520

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt Delmenhorst

Zeit von 

1903

Zeit bis 

1933

Objekt_ID 

1

Ebenen_ID 

5620

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt Elsfleth

Zeit von 

1814

Zeit bis 

1879

Objekt_ID 

5

Ebenen_ID 

3420

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt Elsfleth

Zeit von 

1879

Zeit bis 

1933

Objekt_ID 

3

Ebenen_ID 

4420

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt Oldenburg

Zeit von 

1924

Zeit bis 

1933

Objekt_ID 

2

Ebenen_ID 

4820

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt Varel

Zeit von 

1858

Zeit bis 

1868

Objekt_ID 

1

Ebenen_ID 

4920

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt Varel

Zeit von 

1868

Zeit bis 

1933

Objekt_ID 

1

Ebenen_ID 

5020

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt/Kreis Wesermarsch

Zeit von 

1933

Zeit bis 

1974

Objekt_ID 

528512

Ebenen_ID 

20

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt Jever

Zeit von 

1814

Zeit bis 

1858

Objekt_ID 

6

Ebenen_ID 

3320