NLA OL Dep 113

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Oldenburgische Landschaft - Verwaltung

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Die Oldenburgische Landschaft ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit dem gesetzlichen Auftrag, an der Pflege und Förderung der historischen und kulturellen Belange des ehemaligen Landes Oldenburg mitzuwirken.

Bestandsgeschichte 

Dep 113 Oldenburgische Landschaft - Verwaltung
Zeit: 1960-2014
Umfang: 9,1 lfd. m; 383 Verzeichnungseinheiten (Stand: April 2018)
Erschließung: Archivdatenbank/Internet

Die Oldenburgische Landschaft entstand am 27. Mai 1974 auf Grund eines Landesgesetzes als Körperschaft des offentlichen Rechts mit Sitz in Oldenburg. 1974 wurde damit eine Forderung erfüllt, die der Oldenburgische Landtag in seiner letzten Sitzung am 6. November 1946 anlässlich der Auflösung des Landes Oldenburg und der Gründung des Landes Niedersachsen aufgestellt hatte: die Schaffung einer Selbstverwaltungsorganisation für das Gebiet des Oldenburger Landes. Der Versuch, eine kommunale Gebietskörperschaft "Landschaftsverband Oldenburg" zu schaffen, scheiterte 1954 im Niedersächsischen Landtag. 1961 wurde auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft der oldenburgischen Landkreise die Oldenburg-Stiftung als eingetragener Verein gegründet. Im Zuge der Gebietsreform der 1970er Jahre wurde die rechtliche Stellung der Oldenburg-Stiftung durch die Gründung der Oldenburgischen Landschaft auf gesetzlicher Grundlage verbessert. In der Landschaft ist die Stiftung aufgegangen.
Die Oldenburgische Landschaft hat den gesetzlichen Auftrag, "an der Pflege und Förderung der historischen und kulturellen Belange des ehemaligen Landes Oldenburg mitzuwirken". Als Körperschaft des öffentlichen Rechts ist sie "eine mitgliedschaftlich organisierte Verwaltungseinheit, ein Verband, der staatliche Aufgaben mit hoheitlichen Mitteln unter staatlicher Aufsicht wahrnimmt" (Heinrich Korte). Die Landschaft hat keine Gebietshoheit, ihr fehlt zudem der breite Wirkungskreis, der etwa die Landschaftsverbände in Nordrhein-Westfalen auszeichnet. Sie hat mit den Landkreisen und kreisfreien Städten gesetzliche Mitglieder, daneben freiwillige Mitglieder (die Gemeinden und kreisangehörigen Städte, Kirchen, Hochschulen, Kammern, Vereine, Privatpersonen), die auf

einer Landschaftsversammlung zweimal jährlich als höchstes Beschlussorgan zusammentreten, den Präsidenten und den Vorstand wählen, den Geschäftsführer bestätigen und den Haushalt beschließen. Die Landschaft organisiert Arbeitsgemeinschaften und Fachgruppen, u.a. zur Landes- und Regionalgeschichte, zu Naturschutz, Landschaftspflege und Umweltfragen oder zur Niederdeutschen Sprache und Literatur. Sie verwaltet die August-Hinrichs-Stiftung und die Stiftung Oldenburgischer Kulturbesitz. Seit 2005 hat sie von der aufgelösten Bezirksregierung Weser-Ems die Kulturförderung übernommen, d.h. sie entscheidet bis zu einer festgesetzten Summe selbst über Förderanträge aus ihrem Zuständigkeitsgebiet und ist entsprechend finanziell ausgestattet.

Enthält 

Inhalt:
Verwaltung der Oldenburgischen Landschaft (u.a. Statut, Mitgliederverwaltung, Vorstand, Landschaftsversammlungen, Stiftungsrat und Beirat) 1960-2003 (156); Außenwirkung der Oldenburgischen Landschaft (u.a. Presse, Vorträge, Seminare) 1968-2014 (70); Arbeitsgemeinschaften 1978-2006 (65); Institutionelle Förderung 1970-1998 (9); Mitwirkung der Oldenburgischen Landschaft (hier Universität Oldenburg) 1961-1972 (2); Fördermaßnahmen 1962-2004 (81).

Literatur 

Literatur:
Jahresberichte der Oldenburg-Stiftung bzw. der Oldenburgischen Landschaft (ab 1966); Mitteilungsblatt der Oldenburg-Stiftung (ab Dezember 1973); Mitteilungsblatt der Oldenburgischen Landschaft (ab April 1975); Das Land Oldenburg. Mitteilungsblatt der Oldenburgischen Landschaft 1996-2005, seit 2006 kulturland oldenburg. Zeitschrift der Oldenburgischen Landschaft; Hermann Lübbing, Oldenburgische Kulturpflege. Leistung und Gestalt im Wandel der Neuzeit. Festvortrag auf der Gründungsversammlung der Oldenburg-Stiftung e.V. am 29. April 1961 im Schloß zu Oldenburg (Vorträge der Oldenburgischen Landschaft 1), Oldenburg 1980; Hans Friedl (Red.), Die Preisträger der Oldenburgischen Landschaft 1961-1991, hg. von der Oldenburgischen Landschaft, Oldenburg 1991; Die Oldenburgische Landschaft, hg. von der Oldenburgischen Landschaft, Oldenburg 1991, 2. verb. Auflage, Oldenburg 2000.

Findmittel 

Verwandte Bestände:
Rep 400 (Verwaltungsbezirk Oldenburg); Rep 410 (Bezirksregierung Weser-Ems); Rep 420 (Staatsarchiv Oldenburg); Rep 740 (Landesbibliothek Oldenburg); Rep 750 (Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte); Rep 751 (Landesmuseum Natur und Mensch); Dep 112 (Oldenburger Landesverein).