NLA OL Erw 25

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Kleine oldenburgische Kommunalarchive

Laufzeit

1651-1950

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Die kleinen Kommunalarchive enthalten teilweise nur sehr geringe Überlieferung.

Bestandsgeschichte

Erw 25 Kleine oldenburgische Kommunalarchive
Der Bestand umfasst Abgaben kleinerer oldenburgischer Gemeinden bzw. Bauerschaften an das Staatsarchiv aus der Zeit vor der Bildung größerer kommunaler Zusammenhänge. Sie zeigen den durchaus hohen Grad schriftlicher Verwaltung auch in kleineren Gemeinden, wobei die Armenverwaltung ein besonders dichter Überlieferungsstrang ist.

(1) Abbehausen (heute: Stadt Nordenham, Landkreis Wesermarsch)
Zeit: 1803-1952
Umfang: 7,1 lfd. m; 442 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 262-31
Das Kirchspiel Abbehausen in Butjadingen umfasste zu Beginn des 19. Jahrhunderts 10 Bauerschaften mit über 1400 Einwohnern. 1856 wurde aus dem Kirchspiel die politische Gemeinde, zu der die Bauerschaften Abbehausen, Ellwürden, 441 Abbehausergroden, Moorsee und Sarve gehörten. 1933 wurde Abbehausen in der Gebiets- und Verwaltungsreform mit den Gemeinden Esenshamm und Seefeld zur 16 Bauerschaften umfassenden Gemeinde Abbehausen zusammengefasst, eine Reform, die 1948 wieder rückgängig gemacht wurde. 1974 erfolgte die Eingemeindung in die Stadt Nordenham.
Inhalt:
Allgemeine Gemeindeverwaltung 1856-1952 (40); Steuersachen 1838-1934 (7); Wegesachen 1803-1926 (19); Ummen'sche Stiftung 1835-1946 (99); Gemeindekassenrechnung 1855-1933 (74); Schul- und Kirchensachen 1869-1939 (37); Armenkommission 1815-1934 (166).
Literatur:
Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 1, Oldenburg 2010, S. 1 ff. (mit weiterer Literatur).
Verwandte Bestände:
Best. 75 (Oldenburgische Vogteien); Best. 76-1 (Amt Abbehausen/Stollhamm); Best. 230-5 (Verwaltungsamt Butjadingen); Best. 231-4 (Landratsamt Wesermarsch).

(2) Atens (heute: Stadt Nordenham, Landkreis Wesermarsch)
Zeit: 1850-1911
Umfang: 0,2 lfd. m; 11 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet

Lagerungsbestand: Best. 262-25
Kirchspiel und Bauerschaft Atens in Butjadingen wurden mit den Bauerschaften Atensersand und Coldewärf 1856 politische Gemeinde. 1908 erfolgte die Eingemeindung in die Stadt Nordenham. Überliefert sind Gemeinde-, Schul- und (Dienstboten)Krankenkassenrechnungen.
Literatur:
Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 1, Oldenburg 2010, S. 43 ff. (mit weiterer Literatur).
Verwandte Bestände:
Best. 75 (Oldenburgische Vogteien); Best. 76-1 (Amt Abbehausen/Stollhamm); Best. 230-5 (Verwaltungsamt Butjadingen); Best. 231-4 (Landratsamt Wesermarsch).

(3) Berne (Landkreis Wesermarsch)
Zeit: 1620-1779
Umfang: 0,1 lfd. m; 2 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 262-14
Das Kirchspiel Berne bestand aus 16 Bauerschaften. Für die Bauerschaft Berne ist eine frühneuzeitliche Bauerschaftsverfassung überliefert.
Literatur:
Ekkehard Seeber (Bearb.), Verfassungen Oldenburgischer Bauerschaften, Oldenburg 2008, S. 526 ff.; Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 1, Oldenburg 2010, S. 80 ff. (mit weiterer Literatur).
Verwandte Bestände:
Best. 75 (Oldenburgische Vogteien); Best. 76-2 (Amt Berne); Best. 230-5 (Verwaltungsamt Elsfleth); Best. 231-4 (Landratsamt Wesermarsch).

(4) Blexen (heute: Stadt Nordenham, Landkreis Wesermarsch)
Zeit: 1668-1943 (1964)
Umfang: 6,1 lfd. m; 370 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 262-32
Der Kirchort Blexen entwickelte sich im Mittelalter zu einem Hafen- und Handelsplatz. Die 1856 gebildete Gemeinde Blexen bestand aus den Bauerschaften Blexen (mit Blexerdeich), Volkers, Schockum, Tettens, Husum, Boving, Schweewarden, Phiesewarden, Blexersand, Grebswarden und Einswarden. 1933 wurde Blexen in die Stadt Nordenham eingemeindet und hat seine landwirtschaftliche

Prägung verloren.
Inhalt:
Allgemeine Verwaltung/Personal 1878-1929 (19); Gemeindevertretung 1865-1933 (5); Gemeindevermögen/Schulden 1862-1964 (29); Finanz- und Kassensachen 1856-1930 (21); Armensachen 1855-1928 (10); Stiftungsvermögen 1895-1928 (2); Ortgenossenschaften 1895-1928 (2); Amtsverband 1875-1929 (10); Requisitionen 1876-1929 (7); allgemeine polizeiliche Vorschriften 1884-1928 (3); Sicherheitspolizei 1906-1928 (4); Baupolizei 1906-1937 (3); Feuerpolizei 1879-1934 (14); Gesundheits- und Wohlfahrtspolizei 1882-1934 (30); Sitten- und Ordnungspolizei 1886-1929 (7); Gesindepolizei 1892-1929 (4); Handel und Gewerbe 1882-1932 (21); Fortbildungsschulen 1899-1929 (2); Straßen- und Wegepolizei 1869-1943 (36); Wasserpolizei1870-1927 (3); Fremden- und Bevölkerungspolizei 1885-1929 (3); Versicherungen 1881-1932 (14); allgemeine Polizeisachen 1901-1929 (6); Wahlen 1863-1928 (2); Statistiken 1878-1929 (8); Steuersachen 1870-1928 (8); Gerichte 1880-1928 (3); Militärsachen 1875-1928 (35); Staatsverwaltungsangelegenheiten 1839-1929 (11); Demobilmachungsangelegenheiten 1917-1927 (2); Schulverwaltung 1898-1932 (14); Vermögen und Schulden der Schulgemeinden 1668-1934 (22); Voranschlags-, Kassen- und Rechnungswesen der Schulgemeinden 1910-1933 (4); verschiedene Schulangelegenheiten 1899-1929 (7).
Literatur:
1200 Jahre Blexen, 789-1989. Festschrift, hg. von der evangelischen Kirchengemeinde und der Dorfgemeinschaft, Oldenburg 1988; Nordenham. Die Geschichte einer Stadt, hg.von Eila Elzholz, Oldenburg 1993; Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 1, Oldenburg 2010, S. 93-98 (mit weiterer Literatur).
Verwandte Bestände:
Best. 75 (Oldenburgische Vogteien); Best. 76-5 (Amt Burhave); Best. 230-5 (Verwaltungsamt Butjadingen); Best. 231-4 Landratsamt Wesermarsch).

(5) Butjadingen (Landkreis Wesermarsch)
Zeit: 1806-1936
Umfang: 0,1 lfd. m; 2

Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 262-23
Die Gemeinde Butjadingen entstand 1933 im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform aus den Gemeinden Burhave (bis 1935 namengebend), Stollhamm, Eckwarden, Tossens, Langwarden und Waddens. Überliefert ist ein Grundheuerkontrakt bezüglich der Schulacht von Langwarden und ein Band zur Ausstellung von Heimatberechtigungsscheinen in Stollhamm.
Literatur:
Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 1, Oldenburg 2010, S. 152 f. (mit weiterer Literatur).
Verwandte Bestände:
Best. 230-5 (Verwaltungsamt Butjadingen); Best. 231-4 (Landratsamt Wesermarsch).

(6) Cappeln (Landkreis Cloppenburg)
Zeit: 1928-1929
Umfang: 0,1 lfd. m; 1 Verzeichnungseinheit
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 262-17
Die südlich der Stadt Cloppenburg gelegene, aus einem Kirchspiel hervorgegangene Gemeinde Cappeln bestand aus neun Bauerschaften. Überliefert ist hier nur die Bestallung eines Standesbeamten.
Literatur:
Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 1, Oldenburg 2010, S. 167-170 (mit weiterer Literatur).
Verwandte Bestände:
Best. 230-11 (Verwaltungsamt Cloppenburg).

(7) Dinklage (Landkreis Vechta)
Zeit: 1830-1919
Umfang: 0,1 lfd. m; 1 Verzeichnungseinheit
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 262-18
Aus der Gemeinde (seit 1995 Stadt) Dinklage sind einige Personalvorgänge (Gemeindevorsteher, Nachtwächter) überliefert.
Literatur:
Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 1, Oldenburg 2010, S. 227-232 (mit weiterer Literatur).
Verwandte Bestände:
Best. 76-22 (Amt Löningen); Best. 230-11 (Verwaltungsamt Cloppenburg).

(8) Düke/Kleintossens (heute: Gemeinde Butjadingen, Landkreis Wesermarsch)
Zeit: 1749-1754
Umfang: 0,1 lfd. m; 1 Verzeichnungseinheit

Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 262-21
Düke-Kleintossens war eine Bauerschaft im Kirchspiel Langwarden. Überliefert ist eine Verfassung der Bauerschaft aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.
Literatur: Ekkehard Seeber (Bearb.), Verfassungen Oldenburgischer Bauerschaften, Oldenburg 2008, S. 324 ff.; Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 1, Oldenburg 2010, S. 246.
Verwandte Bestände:
Best. 75 (Oldenburgische Vogteien); Best. 76-5 (Amt Burhave).

(9) Esenshamm (heute: Stadt Nordenham, Landkreis Wesermarsch)
Zeit: 1811-1933
Umfang: 0,1 lfd. m; 5 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 262-31 b
Das Kirchspiel Esenshamm mit seinen Bauerschaften wurde 1856 politische Gemeinde und blieb mit Ausnahme der Jahre 1933 bis 1948, als man zu Abbehausen geschlagen wurde, bis 1974 selbstständig. Das Gebiet ist heute ein Stadtteil von Nordenham. Überliefert sind vor allem Protokolle der Gemeindeverwaltung.
Literatur:
Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 1, Oldenburg 2010, S. 298-302 (mit weiterer Literatur).
Verwandte Bestände:
Best. 76-11 (Amt Rodenkirchen/Ovelgönne); Best. 230-5 (Verwaltungsamt Butjadingen); Best. 231-4 (Landratsamt Wesermarsch).

(10) Löningen (Landkreis Cloppenburg)
Zeit: 1651-1853
Umfang: 0,1 lfd. m; 19 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 262-27
Aus dem Kirchspiel Löningen und seinen zahlreichen Bauerschaften wurde 1856 eine politische Gemeinde, die aufgrund ihrer dynamischen Entwicklung nach 1945 1984 Stadtrechte erhielt. Überliefert ist hier die Kirchspielszeit. Der Bestand enthält u.a. Prozesssachen.
Literatur:
822-1972. 1150 Jahre Löningen, hg. von der Gemeinde Löningen, Löningen 1972; Alfred Benken, Löninger Chronik, Löningen 1990; Löningen in

Vergangenheit und Gegenwart, bearb. von Margarethe Jansen, Löningen 1998; Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 2, Oldenburg 2011, S. 627-632 (mit weiterer Literatur).
Verwandte Bestände:
Best. 76-22 (Amt Löningen); Best. 111-2 (Münsterisches Amt Cloppenburg).

(11 Middoge (heute: Gemeinde Wangerland, Landkreis Friesland)
Zeit: 1906-1907
Umfang: 0,1 lfd. m; 1 Verzeichnungseinheit
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 262-29
Das Kirchspiel Middoge wurde 1856 politische Gemeinde, die 1933 in die Gemeinde Wangerland (vorübergehend in die Gemeinde Tettens) aufging. Überliefert ist eine Gemeindekassenrechnung.
Literatur:
Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 2, Oldenburg 2011, S. 659 f.
Verwandte Bestände:
Best. 230-4 (Verwaltungsamt Jever).

(12) Scharrel (heute: Gemeinde Saterland, Landkreis Cloppenburg)
Zeit: 1827-1901
Umfang: 0,1 lfd. m; 6 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 262-19
Kirchspiel und Bauerschaft Scharrel im Süden des Saterlandes wurden mit Sedelsberg und Neu-Scharrel 1856 politische Gemeinde, die 1974 wie schon zwischen 1933 und 1948 in der Gemeinde Saterland aufging.
Literatur:
Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 2, Oldenburg 2011, S. 877-880.
Verwandte Bestände:
Best. 76-21 (Amt Friesoythe); Best. 230-12 (Verwaltungsamt Friesoythe).

(13) Sillenstede (heute: Stadt Schortens, Landkreis Friesland)
Zeit: 1724-1923
Umfang: 5,5 lfd. m; 440 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 262-20
Das Kirchspiel Sillenstede wurde 1856 politische Gemeinde, die 1972 der Stadt Schortens zugeordnet wurde. Von Bedeutung ist der Bestand vor allem für die Geschichte des Armenwesens.
Inhalt:
Allgemeine Kirchspiels-/Gemeindeverwaltung

(Korrespondenzen des Bürgermeisters) 1820-1922 (41); Steuersachen 1835-1910 (6); Wegesachen 1836-1893 (10); Kriegswirtschaft (Erster Weltkrieg) 1914-1920 (10); Gemeindekassenrechnungen 1821-1915 (106); Schul- und Kirchenwesen (1786) 1910-1920 (13); Militärsachen 1814-1914 (4); Wohnungs- und Siedlungssachen 1919-1923 (2); sonstige Gemeindesachen 1821-1907 (8); Armenkommission 1724-1920 (240).
Literatur:
Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 2, Oldenburg 2011, S. 926 f.
Verwandte Bestände:
Best. 90 (Herrschaft Jever); Best. 76-16 (Amt Jever); Best. 230-4 (Verwaltungsamt Jever).

(14) Steinfeld (Landkreis Vechta)
Zeit: 1921-1926
Umfang: 0,1 lfd. m; 1 Verzeichnungseinheit
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 262-16
Steinfeld ist eine Gemeinde im Südosten des Landkreises Vechta. Überliefert ist nur ein Schreiben zum katholischen Schulwesen.
Literatur:
Steinfeld 1187-1987, bearb. von Walter Scherbring und Rudi Timphus, Vechta 1987; Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 2, Oldenburg 2011, S. 942-946 (mit weiterer Literatur).
Verwandte Bestände:
Best. 230-10 (Verwaltungsamt Vechta).

(15) Tettens (heute: Gemeinde Wangerland, Landkreis Friesland)
Zeit: 1903-1906
Umfang: 0,1 lfd. m; 3 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 262-30
Das Kirchspiel Tettens mit seinen Bauerschaften wurde 1856 politische Gemeinde, die seit 1971 (wie schon zwischen 1933 und 1948) zur Gemeinde Wangerland gehört. Der Bestand enthält drei Rechnungsbücher der Gemeindekasse.
Literatur:
Erhard Ahlrichs, Tettens, Wangerland 2005; Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 2, Oldenburg 2011, S. 988-991 (mit weiterer Literatur).
Verwandte Bestände:
Best. 230-4 (Verwaltungsamt Jever)

(16) Varel (Landkreis Friesland)
Zeit:

1856-1934
Umfang: 0,9 lfd. m; 84 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 262-5
Varel ist eine der bedeutendsten Siedlungen der zu Oldenburg gehörenden friesischen Gebiete. Varel war Standort einer der ältesten Kirchen Rüstringens und Sitz eines Häuptlings, später dann Nebenresidenz der Oldenburger Grafen, bzw. der Grafen von Aldenburg bzw. Bentinck. 1854 kam die Herrschaft Varel-Kniphausen endgültig an das Herzogtum Oldenburg. 1856 wurde Varel aufgrund der nunmehr vorgenommenen Stadtrechtsverleihung in eine Stadt- und Landgemeinde geteilt. Varel war zu dieser Zeit bereits ein Industriestandort im Norden des Herzogtums und entwickelte sich aufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage zu einem Wirtschaftszentrum des Oldenburger Landes.
Inhalt:
Allgemeine Verwaltung/Personal 1856-1933 (9); Wirtschaft/Innungen 1897-1934 (19); Gastwirtschaften/Schankkonzessionen 1857-1932 (41); Versicherungen/Krankenversicherung 1912-1934 (11); Medizinalwesen 1856-1933 (4).
Literatur:
Ado Jürgens, Wirtschafts- und Verwaltungsgeschichte der Stadt Varel, Oldenburg 1908; Paul Henk, Allgemeine und gemeindepolitische Geschichte der Stadt Varel, Varel 1920; 150 Jahre Stadtrechte Varel 1856 bis 2006, hg von der Stadt Varel und vom Heimatverein Varel, Varel 2006; Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 2, Oldenburg 2011, S. 1013-1019 (mit weiterer Literatur).
Verwandte Bestände:
Best. 76-12 (Amt Varel); Best. 230-3 (Verwaltungsamt Varel). Der größte Teil des Kommunalarchivs Varel befindet sich bei der heutigen Stadtverwaltung und wird zusammen mit dem Archiv des Heimatvereins Varel von der Stadt wie auch ehrenamtlich von Vereinsmitgliedern betreut.

(17) Visbek (Landkreis Vechta)
Zeit: 1715-1906 (1940)
Umfang: 3 lfd. m; 238 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best.

262-26
Das Kirchspiel Visbek, gelegen im Amt Vechta, umfasste neben dem Kirchdorf Visbek die Bauerschaften Erlte, Hagstedt, Halter, Endel, Varnhorn-Siedenbögen, Hogenbögen, Rechterfeld, Bonrechtern, Wöstendöllen, Norddöllen und Astrup. 1803 kam das Kirchspiel mit dem Amt an das Herzogtum Oldenburg, in der kurzen französischen Herrschaft esr die Mairie Visbek dem Kanton Wildeshausen (Arrondissement Quakenbrück) zugeordnet. Anschließend gehörte das Kirchspiel, das an der Grenze zu Wildeshausen und an einer wichtigen Durchgangsstraße von Süden nach Bremen liegt, wieder zum Amt Vechta.
Der Bestand umfasst die amtliche und private Überlieferung der Visbeker Vogtsfamilien und des Maires von Visbek in der Zeit des französischen Kaiserreichs. Er ist in seiner Komplexität eine sozial- und rechtsgeschichtliche Rarität und für alltagsgeschichtliche Untersuchungen ein exemplarisch wertvoller Bestand. Sein Schwerpunkt liegt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Inhalt:
Kirchspielsverwaltung vor 1810 1725-1810 (20); Verwaltung der Mairie 1811-1814 (22); Verwaltung der Kirchspielsvogtei nach 1813 1804-1940 (159); privates Schriftgut 1793-1905 (18); Druckschriften aus dem Besitz der Vogtfamilien 1715-1906 (8); Ausstellungsstücke 1786-1850 (11).
Literatur:
Heimatverein Visbek (Hg.), Chronik Visbek, Teil 1: Urzeit - 1900, Vechta 1990; Brockmann, Bernhard, 1175 Jahre Visbek: 819 - 1994, Visbek 1994; Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 2, Oldenburg 2011, S. 1042-1045 (mit weiterer Literatur).
Verwandte Bestände:
Best. 76-24 (Amt Vechta); Best. 82 (Französische Verwaltungsbehörden und Gerichte); Best. 87 (Obergemeinderat und Ausgleichskassen); Best. 110 (Behörden des Niederstifts Münster); Best. 111-1 (Münsterisches Amt Vechta).

(18) Wangerland (Landkreis Friesland)
Zeit: 1787-1935
Umfang: 0,5 lfd. m; 15 Verzeichnungseinheiten

Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 262-34
Die Gemeinde Wangerland wurde 1933 aus den Gemeinden Hohenkirchen, Middoge, Tettens, Wiefels und Westrum gebildet, 1948 wieder aufgelöst und 1971 in verändertem Umfang neu gebildet.
Inhalt:
Allgemeine Verwaltung 1860-1935 (2); Wegesachen 1842-1903 (6); Armenkommission 1787-1933 (7).
Literatur:
Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 2, Oldenburg 2011, S. 1063-1065 (mit weiterer Literatur).
Verwandte Bestände:
Best. 76-16 (Amt Jever); Best. 90 (Behörden und Gerichte der Herrschaft Jever); Best. 230-4 (Verwaltungsamt Jever); Best. 231-3 (Landratsamt Friesland).

(19) Wardenburg (Landkreis Oldenburg)
Zeit: 1810-1820
Umfang: 0,1 lfd. m; 2 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 262-24
Aus dem Kirchspiel Wardenburg entstand 1856 die gleichnamige Gemeinde mit sieben Bauerschaften. Überliefert sind eine Heuerberechnung und eine Armenverordnung.
Literatur:
Im Spiegel der Zeit. 700 Jahre Wardenburg, hg. von Gemeinde und Heimatverein Wardenburg, Oldenburg 1970; Wolfgang Stelljes, Wardenburg. Eine Lesebuch zur Geschichte einer Gemeinde im Oldenburger Land, Oldenburg 1995; Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 2, Oldenburg 2011, S. 1074-1078 (mit weiterer Literatur).
Verwandte Bestände:
Best. 76-9 (Amt Oldenburg).

(20) Wüppels (Gemeinde Wangerland, Landkreis Friesland)
Zeit: 1798-1914
Umfang: 0,2 lfd. m; 17 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 262-22
Die Gemeinde Wüppels entstand 1856 aus dem Kirchspiel bzw. der Bauerschaft Wüppels. Es ist ein altes Wurtendorf in der Crildumer Bucht und alter Häuptlingssitz. 1933 ging der Ort in der Gemeinde Minsen auf, mit der er 1948 zu Hooksiel geschlagen bzw. 1971 der Gemeinde Wangerland

zugeordnet wurde.
Inhalt:
Gemeinderatssitzungen 1874-1896 (2); Kassenwesen 1880-1885 (4); Brandkassenregister 1841-1914 (2); Armenkommission 1798-1884 (9).
Literatur:
Tjark Ahrends, 1000 Jahre Wüppels. Die Geschichte eines Kirchspiels in der Marsch, Wangerland 1998; Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 2, Oldenburg 2011, S. 1155-1157 (mit weiterer Literatur).
Verwandte Bestände:
Best. 90 (Herrschaft Jever); Best. 76-18 (Amt Minsen); Best. 230-4 (Verwaltungsamt Jever).

(21) Ganderkesee (Landkreis Oldenburg)
Zeit: 1725-1805
Umfang: 0,1 lfd. m; 2 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 262-24
Zur Gemeinde Ganderkesee siehe Dep 26 GAN. Überliefert sind hier die Eidesformel und eine Verordnung zum Hebammenwesen.
Literatur:
siehe Dep 26 GAN; Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 1, Oldenburg 2010, S. 338-343 (mit weiterer Literatur).
Verwandte Bestände:
Best. 20 (Grafschaft Oldenburg); Best. 70 (Regierung Oldenburg); Best. 75 (Oldenburgische Vogteien); Best. 76-8 (Amt Ganderkesee); Dep 26 GAN (Gemeinde Ganderkesee).

(22) Seefeld (Gemeinde Stadland, Landkreis Friesland)
Zeit: 1810-1940
Umfang: 5 lfd. m; 368 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 262-31 a
1856 wurde die Gemeinde Seefeld gebildet, die das Kirchspiel mit seinen sieben Bauerschaften umfasste. Zwischen 1933 und 1948 war Seefeld Teil der Gemeinde Abbehausen, die wiederum 1974 Teil der Gemeinde Stadland wurde.
Inhalt:
Allgemeine Gemeindeverwaltung 1845-1933 (19); Steuersachen 1847-1940 (37); Wegesachen 1867-1928 (41); Gemeindekassenrechnung 1855-1933 (96); Schul- und Kirchensachen 1906-1933 (25); Armenkommission 1810-1935 (150).
Literatur:
Hugo Ahlhorn, Die Geschichte Seefelds, Seefeld 1984; Hans Hermann Francksen, Das Seefeld.

Ein Beitrag zur Siedlungsgeschichte des Stadlands, Oldenburg 2007; Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 2, Oldenburg 2011, S. 913-915 (mit weiterer Literatur).
Verwandte Bestände:
Best. 76-1 (Amt Abbehausen/Stollhamm); Best. 230-5 (Amt Butjadingen); Best. 231-4 (Landratsamt Wesermarsch).

(23) Neuenhuntorf (Gemeinde Berne, Landkreis Wesermarsch)
Zeit: 1855-1930
Umfang: 3 lfd. m; 285 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Die 1204 erstmals erwähnte Bauerschaft Neuenhuntorf bildete ab 1489 eine eigene Pfarrgemeinde. Aus einem gräflichen Vorwerk und Besitzungen des Klosters Hude entstand im Ort das Gut Neuenhuntorf, das in den Besitz der durch Burchard Christoph von Münnich berühmt gewordenen Familie von Münnich kam. 1933 wurde die Gemeinde in die Großgemeinde Stedingen eingegliedert, nach deren Auflösung nach 1945 wurde der Ort der Gemeinde Berne zugeordnet.
Inhalt:
Gemeinderechnungen (ab 1907 mit Chausseebaukassenrechnungen) 1856-1918 (60); Chausseebaukassenrechnungen 1891-1907 (14) ; Armenkassenrechnungen 1855-1918 (61); Schulrechnungen 1856-1918 (109); Dienstbotenversicherungskassenrechnungen 1899-1913 (14); Einkommensteuerrollen 1891-1919 (10); Akten der Gemeindeverwaltung (u.a. Schulsachen) 1863-1913 (17). 451
Literatur:
Georg Lübben, Geschichte der Gemeinde Neuenhuntorf, Oldenburg 1903; Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 2, Oldenburg 2011, S. 699 f. (mit weiterer Literatur).
Verwandte Bestände:
Best. 76-2 (Amt Berne); Best. 230-7 (Verwaltungsamt Elsfleth); Best. 231-4 (Landratsamt Wesermarsch); Erw 102 (Familie von Münnich).

(24) Gemeinde Schortens (Landkreis Friesland)
Zeit: 1736-1968
Umfang: 0,8 lfd. m; 123 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Der Kirchspielsort Schortens entwickelte sich nach der Gründung Wilhelmshavens von einer

bäuerlichen Siedlung zu einer Wohn- und Gewerbeansiedlung, die seit 2005 Stadtrechte hat. Die Kommune unterhält ein nicht hauptamtlich besetztes Archiv. Die in diesem Teilbestand vereinten Archivalien zur Schortenser Geschichte betreffen vor allem die Schulgeschichte.
Inhalt:
Gemeindeverwaltung 1736-1968 (9); Schulangelegenheiten 1790-1955 (105); private Überlieferung Schortenser Einwohner 1822-1931 (9).
Literatur:
Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 2, Oldenburg 2011, S. 897-900.
Verwandte Bestände:
Best. 76-16 (Amt Jever); Best. 230-4 (Verwaltungsamt Friesland); Best. 231-3 (Landratsamt Friesland); Dep 20 FRI (Landkreis

Friesland).

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

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Butjadingen [Wohnplatz]

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15211

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Cappeln (Oldenburg) [Wohnplatz]

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Dinklage [Wohnplatz]

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14933

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Berne [Wohnplatz]

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Düke [Wohnplatz]

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Tossens [Wohnplatz]

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Nordenham-Atens [Wohnplatz]

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Atens [Wohnplatz]

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Scharrel (Saterland) [Wohnplatz]

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Tettens (Wangerland) [Wohnplatz]

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Löningen [Wohnplatz]

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11806

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Middoge [Wohnplatz]

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Steinfeld (Oldenburg) [Wohnplatz]

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Wardenburg [Wohnplatz]

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Wüppels [Wohnplatz]

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Abbehausen [Wohnplatz]

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Blexen [Wohnplatz]

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Sillenstede [Wohnplatz]

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Visbek [Wohnplatz]

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