NLA OL Dep 25 FRY

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Stadt Friesoythe

Laufzeit

1408-1974

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Friesoythe entstand in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Grenzburg der Tecklenburger Grafen. 1400 kam die Stadt an die Bischöfe von Münster, 1803 mit dem Niederstift Münster an das Herzogtum Oldenburg.

Bestandsgeschichte

Dep 25 FRY Stadt Friesoythe
Zeit: 1301-1974
Umfang: 1,6 lfd. m; 224 Verzeichnungseinheiten (Stand Februar 2013)
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 262-13

An der Soeste bei Altenoythe bestand ab dem 13. Jahrhundert eine schon früh wieder aufgegebene Burganlage der Grafen von Tecklenburg, an der sich eine Marktsiedlung entwickelte, deren Markt bereits 1308 bezeugt ist und die im Spätmittelalter befestigt wurde. 1366 ist eine Ratsverfassung nachweisbar, Friesoyther Bürgersöhne studierten an deutschen Universitäten des späten Mittelalters. Die also keineswegs unbedeutende städtische Siedlung lebte vom westfälisch-friesischen Handelsverkehr (daher der Name) und entwickelte aufgrund der Raseneisenerzvorkommen eine bedeutende Schmiedegilde. Eine eigene Pfarrei bildete die Stadt erst 1619. Der Ort blieb im Rahmen des münsterischen Amtes Cloppenburg (ab 1400) kleinstädtisch, 1750 zählte er etwa 850 Einwohner. 1814 wurde das nunmehr oldenburgische Friesoythe Amtssitz, die nahe Bauerschaft Thüle wurde der Stadt angegliedert.
Trotz des 1873 erfolgten Anschlusses an den Hunte-Ems-Kanal blieb der Ort eine Ackerbürgerstadt mit 1900 nicht einmal 1.400 Einwohnern. 1933 ging der Amtssitz verloren, schlimmer traf die Stadt das Ende des Zweiten Weltkriegs, als Friesoythe aufgrund deutschen Widerstandes gegen heranrückende kanadische Truppen durch Artilleriebeschuss erheblich zerstört wurde. 1974 wurde das Stadtgebiet durch die Zusammenlegung mit den Gemeinden Altenoythe, Markhausen (schon 1933-1948 zum Stadtgebiet gehörig), Neunscharrel, Gehlenberg und Neuvrees erheblich erweitert. Nicht zuletzt durch den Zuzug von Aussiedlerfamilien wuchs die Bevölkerung stetig und betrug 2011 rund 21.000 Einwohner.
Im Archivbestand befinden sich nur die Urkunden und älteren Akten des Stadtarchivs, das 1945 erhebliche Schäden davongetragen hat. Der jüngere

Aktenbestand wird in Friesoythe durch die Stadtverwaltung versorgt.

Inhalt:
Urkunden 1408-1768 (57); Archivsachen 1913-1972 (4); Stadtrecht, Verfassung, Verwaltung 1545-1956 (14); Verordnungen 1652-1898 (2); Justizsachen 1545-1847 (52); Wirtschaft 1642-1865 (8); Zehntsachen 1531-1855 (8); Finanz- und Rechnungssachen 1582-1842 (18); Steuern und Kontributionen 1600-1800 (13); Bau-, Wege- und Feuerpolizei 1778-1890 (3); Kirchen-, Schul- und Armensachen 1631-1869 (9); Militärsachen 1625-1803 (3); Korporationen (u.a. Schützengilde) 1668-1857 (5); Karten und Bilder 1653-1958 (6); Nachlässe (Theodor Wreesmann, Heinrich Schulte) 1400-1911 (7); Plakate und Drucksachen 1877-1973 (3); Handschriften 1301-1699 (2); einzelne Archivalien und Abschriften 1631-1974 (10).

Literatur:
650 Jahre Stadt Friesoythe, [Friesoythe] 1958; 25 Jahre danach. 1945-1970, hg. von der Stadt Friesyothe, Friesoythe 1970; Heinrich Schulte, Friesoythe, die "Stadt der Hanse", Friesoythe 1984; Friesoythe einst & jetzt. 675 Jahre Stadt Friesoythe, hg. von der Stadt Friesoythe, [Oldenburg] 1985; Peter Sieve, Friesoyther Ratsgeschlechter vom 14. bis zum 16. Jahrhundert, in: Oldenburger Jahrbuch 92 (1992), S. 69-97; Peter Sieve, Friesoythe im 18. Jahrhundert, Oldenburg 1997; Ferdinand Cloppenburg, Die Stadt Friesoythe im 20. Jahrhundert, Friesoythe 2003; Peter Sieve, Die Bürgermeister der Stadt Frieyothe, Friesoythe 2007; Albrecht Eckhardt (Hg.), Die Geschichte der Stadt Friesoythe, Friesoythe 2008; Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 1, Oldenburg 2010, S. 330 ff.

Verwandte Bestände:
Best. 31 (Kabinettsregistratur Oldenburg); Best. 70 (Regierung Oldenburg); Best. 76-21 (Amt Friesoythe); Best. 110 (Behörden des Niederstifts Münster); Best. 111-2 (Münsterisches Amt Cloppenburg); Best. 136 (Oldenburgisches Innenministerium); Best. 230-12 (Verwaltungsamt Friesoythe); Best. 231-6

(Landratsamt Cloppenburg); Rep 400 (Verwaltungsbezirk Oldenburg); Rep 410 (Bezirksregierung Weser-Ems); Dep 20 CLP (Landkreis

Cloppenburg).

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung

Friesoythe, Stadt [Wohnplatz]

Zeit von

1

Zeit bis

1

Objekt_ID

11674

Ebenen_ID

1