NLA OL Rep 760

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Oldenburgisches Staatstheater

Laufzeit

1832-2002

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Das Oldenburgische Theater geht auf das Jahr 1833 und den Bau eines ersten Theaters zurück. Seit 1872 Hoftheater mit Orchester, nach 1918 staatlich. Seit 1923 gehört die Niederdeutsche Bühne (August-Hinrichs-Bühne) dazu.

Bestandsgeschichte

Rep 760 Oldenburgisches Staatstheater
Zeit: 1806-2010
Umfang: 45 lfd. m; 3153 Verzeichnungseinheiten (Stand März 2017)
Erschließung: Archivdatenbank, Verzeichnung wird fortgesetzt
Lagerungsbestände: Best. 15-1, Best. 172-1, Best. 172-2, Best. 271-39
ergänzend:
Best. 261-1 M Dep 10 (Stadt Oldenburg im Staatsarchiv Oldenburg)
Zeit: 1820-1938
Umfang: 5,4 lfdm; 349 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank und maschinenschriftliches Findbuch

Das 1833 auf Initiative des Intendanten Ludwig Starklof gegründete Oldenburger Theater, das 1868 unter Großherzog Nikolaus Friedrich Peter (1827-1900) als Hoftheater ganz in großherzogliche Verwaltung überging, ist der Vorgänger des heutigen Oldenburgischen Staatstheaters, zu dem seit 1923 auch die Niederdeutsche Bühne (jetzt August-Hinrichs-Bühne) gehört. Zwischen 1918 und 1938 stand das Theater als Oldenburger Landestheater - vom Freistaat Oldenburg finanziell unterstützt - vorübergehend in städtischer Trägerschaft; seit 1938 befindet es sich - finanziell unterstützt von der Stadt Oldenburg und nun Staatstheater genannt - wieder in staatlicher Verwaltung.
1832 begründete Großherzog Paul Friedrich August (1783-1853) eine Hofkapelle, die mit ihren Hofkapellmeistern Pott, Dietrich und Manns auch für die Entwicklung des bürgerlichen Konzertlebens in der Residenzstadt Oldenburg bedeutsam wurde. Seit 1919 Landesorchester, wurde das Orchester 1922 in die Trägerschaft des Freistaats Oldenburg übernommen. 1938 erfolgte die Umbenennung in Oldenburgisches Staatsorchester. Seit diesem Zeitpunkt besteht eine institutionelle Verbindung zwischen Staatstheater und Staatsorchester unter der Aufsicht zunächst bis 1946 des Oldenburgischen Ministeriums der Kirchen und Schulen und dann ab 1946 des im Land Niedersachsen für Kultur zuständigen Ministeriums (2013: Ministerium für Wissenschaft und Kultur). Spielort für beide

Ensembles ist vor allem das 1893 errichtete neobarocke Gebäude am Theaterwall.
Der Übergang des Theaters von der großherzoglichen auf die städtische bzw. staatliche Verwaltung nach 1918 hat dazu geführt, dass Akten, Programme, Noten usw. zu unterschiedlichen Zeiten von unterschiedlichen Institutionen und Personen an das Staats- bzw. Stadtarchiv Oldenburg abgegeben und daher verschiedenen Beständen zugeordnet wurden. So gelangten z.B. während der 20jährigen Verwaltung des Theaters durch die Stadt Oldenburg umfangreiche Unterlagen aus der großherzoglichen Zeit in das Stadtarchiv (siehe Best. 262-1 M). Aus Akten der Orchester- bzw. Theaterverwaltung bestehen die Abgaben von Georg Linnemann (Best. 15-1) und Peter Harms (Best. 271-39). Größere Abgaben sind vor allem 1965 (Best. 172-1) und 2002 (Akz. 91) erfolgt. In den Jahren 2006-2007 konnten vor allem Noten von Komponisten mit direktem Oldenburg-Bezug (August Pott, Albert Dietrich, Prinz Peter von Oldenburg usw.) übernommen werden.
Das Findmittel Rep 760 fasst die älteren staatlichen Bestände Best. 172-1 (Staatstheater Oldenburg), Best. 172-2 (Staatsorchester Oldenburg) und Best. 271-39 (Nachlass Peter Harms) mit umfangreichen jüngeren Aktenabgaben zusammen.
Nachgewiesen werden hier aus Provenienzgründen zusätzlich die Unterlagen in den Beständen 15-1 und Best. 262-1 M sowie die gesondert gelagerten Plakate in Best. 286.

Enthält

Inhalt:
Allgemeine Verwaltung 1832-1991 (78); Rechnungs- und Haushaltswesen 1834-1991 (229); Personalverwaltung, Personalakten 1835-2002 (466); Bausachen, Technik, Requisite 1832-1980 (25); Öffentlichkeitsarbeit, Veröffentlichungen, Jubiläen, Geschichte 1832-2009 (25); Orchestervorstand 1921-1993 (25); Aufführungsmaterial (Rollenbücher, Noten) 1805-2008 (230); Bewerbungen, Aufführungen, Aufführungsverträge 1832-1988 (59); Theaterzettel, Programme 1843-2010 (132); Periodische Veröffentlichungen 1921-1976 (25); Gedruckte Jahresspielpläne, Einladungen zum Abonnement 1904-2010 (22); Plakate 1872-2004 (131); Fotos, Skizzen 20. Jh. (1310); Zeitungsausschnittssammlung (mit Kritiken usw.) 1892-1986 (71); Sonstiges 1894-1979 (7); Niederdeutsches Theater, August-Hinrichs-Bühne: Allgemeine Verwaltung 1969-1985 (4); Bühnenbildentwürfe von August Ahlers für verschiedene niederdeutsche Theater 1968-1989 (119); Fotos und Skizzen von Aufführungen des Niederdeutschen Theaters 1937-1993 (12);
Theaterüberlieferung im Stadtarchiv Oldenburg (Dep 10): Rechnungsunterlagen 1894-1938 (48); Theaterzettel 1833-1920 (67); Allgemeine Verwaltung, Bau- und Personalakten 1833-1937 (26); Theaterdrucksachen 1881-1937 (5); Theaterstatistik 1871-1911 (4); Theatergesetze etc. 1834-1913 (5); Partituren, Liedertexte und ähnliche Schriften 1820-1916 (11); Textbücher, Rollenbücher, Regiebücher (jetzt in Rep 760 R).

Literatur

Literatur:
Reinhard von Dalwigk, Chronik des alten Theaters in Oldenburg (1833 bis 1881). Festschrift zu der Eröffnung des neuerbauten Theaters am 8. October 1881, Oldenburg 1881;1833-1933 Landestheater Oldenburg, hg. von Rolf Roenneke/G. R. Sellner, Oldenburg 1933; 100 Jahre Landesorchester Oldenburg, Oldenburg 1934; Georg Linnemann, Musikgeschichte der Stadt Oldenburg (Oldenburger Forschungen, Heft 8), Oldenburg 1956, S. 189-325; Albrecht Eckhardt (Bearb.), Repertoire einer Provinzbühne im Kaiserreich. Die Spielpläne des Großherzoglichen Theaters in Oldenburg 1870-1918, Göttingen 1983; Hoftheater, Landestheater, Staatstheater in Oldenburg, hg. von Heinrich Schmidt, Oldenburg 1983; Christian Krüger, Geschichte der Oper am Landestheater Oldenburg 1921-1938, Oldenburg 1984; Gunilla Budde/Mareike Witkowski, Beethoven unterm Hakenkreuz. Das Oldenburgische Staatsorchester während des Nationalsozialismus, Oldenburg 2007; Gunilla Budde, Bürgertum und Musik im "langen 19. Jahrhundert". Das Beispiel Oldenburg, in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte 82 (2010), S. 163-176.

Findmittel

Verwandte Bestände:
Best. 31 (Kabinettsregistratur Oldenburg); Best. 134 (Oldenburgisches Ministerium der Kirchen und Schulen); Rep 400 (Verwaltungsbezirk Oldenburg); Rep 410 (Bezirksregierung Weser-Ems); Dep 50 (Hausarchiv Holstein-Gottorf); Erw 70 (Nachlass Starklof).

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein. - Hinweis: Die Signaturen Best. 172-1 Nr. 316, 343, 364, 397, 413, 422, 423 und 424, Akz. 91 Nr. 639, 1037 und 1336 und Akz. 168 Nr. 83-86 sind nicht belegt.

Georeferenzierung

Bezeichnung

Stadt Oldenburg

Zeit von

1855

Zeit bis

1924

Objekt_ID

1

Ebenen_ID

4720

Georeferenzierung

Bezeichnung

Stadt Oldenburg

Zeit von

1924

Zeit bis

1933

Objekt_ID

1

Ebenen_ID

4820

Georeferenzierung

Bezeichnung

Stadt Oldenburg

Zeit von

1933

Zeit bis

2000

Objekt_ID

217728

Ebenen_ID

20

Georeferenzierung

Bezeichnung

Oldenburg (Oldenburg), Stadt [Wohnplatz]

Zeit von

1

Zeit bis

1

Objekt_ID

10452

Ebenen_ID

1